mini|hochkant|Richard Müller, um 1870 Richard Wilhelm Theodor Müller-Goldegg, bis 1919: MüllerKirchenbuchnachtrag zur Namensänderung m.W.z. 3. November 1919 beim Geburts-/Taufeintrag im Kirchenbuch Neubrandenburg, S. 412 [Taufeintrag Nr. 71/1852]. (* 26. Mai 1852 in Neubrandenburg; † 15. September 1932 in Stettin) war ein deutscher Verwaltungsjurist in der preußischen Finanz- und Zollverwaltung.
Leben Richard Müller[-Goldegg], Sohn des aus Gartz (Oder) stammenden Apothekers (Albert Ludolph) Theodor Müller (* 1818), kurzzeitig Apothekenbesitzer in Neubrandenburg, später in Görlitz, und dessen Frau Emilie Sophie, geb. Schweiger (* 1827) aus Schwedt/Oder, wurde am 20. Juni 1852 in Neubrandenburg getauft.
Nach Schulen in Landsberg an der Warthe und Duisburg kam Richard Müller auf das Görlitzer Augustum-Annen-Gymnasium. Er immatrikulierte sich zum Wintersemester 1869/70 an der Universität Leipzig für Rechtswissenschaft und wurde im Corps Lusatia Leipzig aktiv.Kösener Corpslisten 1960, 3/517; 67/627. Zum Wintersemester 1870/71 wechselte er an die Ruprecht-Karls-Universität, wo er sich dem Corps Suevia Heidelberg anschloss. Er beendete das Studium an der Königlichen Universität zu Greifswald und der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Er bestand 1874 das Referendar- und 1878 das Assessorexamen. Er war Gerichtsassessor in Görlitz und Glogau. Seit 1882 Amtsrichter, trat er 1883 zur Finanzverwaltung über. Nachdem er Regierungsassessor bei der Provinzial-Steuerdirektion Breslau gewesen war, kam er 1886 als Regierungsrat zur Provinzial-Steuerdirektion Berlin. Eine Zeitlang Hilfsarbeiter im preußischen Finanzministerium, wurde er 1893 als Oberregierungsrat an die Provinzial-Steuerdirektionen Breslau (1893) und Erfurt (1898) versetzt. 1899 wurde er als Geheimer Finanzrat charakterisiert und zum Generaldirektor der thüringischen Zoll- und Steuerverwaltung ernannt. Später war er Präsident der Oberzolldirektion Stettin und Provinzial-Steuerdirektor von Pommern.
Aus der 1881 geschlossenen Ehe mit Maria Goldegg gingen ein Sohn und eine Tochter hervor.Egbert Weiß (2017)
Ehrungen Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat, Exzellenz (1912) Roter Adlerorden II. Klasse
Literatur Egbert Weiß (Hrsg.): Aktiv in der Monarchie. Leipziger Corpsstudenten 1807–1918. Lebensläufe der Leipziger Lausitzer, Band 1 der Matrikel des Corps Lusatia. Leipzig 2017. ISBN 978-3-96049-017-3, S. 281.
Einzelnachweise
Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung Kategorie:Jurist in der Zollverwaltung Kategorie:Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Exzellenz (Preußen) Kategorie:Person (Pommern) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1932 Kategorie:Mann