Chinteni [] (veraltet: Chintău; ) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Chinteni im Kreis Cluj Die Gemeinde Chinteni liegt im Westen des Siebenbürgischen Beckens im Somesch-Hochland (Podișul Someșan). Am gleichnamigen Bach – ein linker Nebenfluss des Someșul Mic (Kleiner Somesch) – und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 109A, eine Straße in schlechtem Zustand (Stand, Mai 2017)Der gestrige Protest in Chinteni erzeugte Reaktionen auf der Website der Gemeinde am 31. Mai 2017 (rumänisch) abgerufen am 11. Oktober 2017. befindet sich der Ort Chinteni, 16 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Geschichte Der Ort Chinteni wurde erstmals 1263 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wurde der Ort von Ungaren bewohnt.

Auf eine Besiedlung der Region bis in die Spätbronzezeit deutet ein archäologischer Fund im Jahre 1853 eines Lagers auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Feiurdeni (ungarisch Fejérd). Dieser befindet sich in einem Museum in Wien.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 18. Oktober 2022 (rumänisch). Bei dem von den Einheimischen genannten Areal Polog in Chinteni und bei Valea Puturoasă („der faule Bach“) im eingemeindeten Dorf Deușu (ung. Diós) wurden Reste einer Siedlung aus der Römerzeit gefunden. In Deușu bei Acăstăi befindet sich ein Hügelgrab, welches in die Frühgeschichte und bei Apreșu de Jos Reste einer Siedlung, welche in die Bronzezeit deuten. Auf eine Besiedlung der Gemeinde bis in die Jungsteinzeit deuten auch archäologische Funde einer befestigten Siedlung bei Dealul Horhiș im eingemeindeten Dorf Măcicașu (ungarisch Magyarmacskás); in Săliștea Veche (ungarisch Szellőcskevölgy) bei Pe vale bis in die Bronzezeit und im eingemeindeten Dorf Vechea (Budendorf) bei Valea Puturoasă bis in die Latènezeit zurück.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Kolozsvár im Komitat Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj.

Auf dem Areal des Ortes Chinteni ist die Errichtung eines Aquapark auf einer Fläche von etwa 6,6 Hektar für geschätzte 16,5 Millionen Euro und die Neugestaltung des Sees für zwei MillionenAdriana Stupar: Eine Gemeinde in Cluj überholt das Munizipium Cluj-Napoca bei ziarulfaclia.ro, 17. August 2017 (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017. entgegen den Willen der Dorfbevölkerung geplant.Aquapark in Chinteni, aber die Menschen wollen Wasser, Gas, Asphalt: Wir wollen nicht mehr, dass die Schule im Supermarkt ist bei stiridecluj.ro, 9. August 2017 (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017. Anfang März 2017 wurden aus dem See zahlreiche tote Fische herausgeholt.Krisensituation am See Chinteni. Hunderte tote Fische wurden entdeckt bei ziarulclujean.ro, 3. März 2017 (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 4073 2943 963 – 167 1930 6227 4752 1335 8 132 1977 4994 4007 935 – 52 2002 2786 2187 559 – 40 2011 3065 2360 543 – 162 (Roma 18) 2021 4533 3507 583 – 443 (Roma 51) Seit 1880 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl (6734) 1941 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumänen (5101) und die der Roma (127) wurden 1956, der Magyaren (1764) 1941 und die der Rumäniendeutschen (16) 1900 registriert.Volkszählung 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (ungarisch; PDF; 1 MB).

Sehenswürdigkeiten

Im Gemeindezentrum die römisch-katholische Kirche A Tuturor Sfinților, 1796 errichtet,Angaben zur römisch-katholischen Kirche in Chinteni bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017. steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Feiurdeni die orthodoxe Kirche, nach unterschiedlichen Angaben, 1901 bis 1927Angaben zur orthodoxen Kirche in Feiurdeni bei biserici.org (rumänisch); abgerufen am 13. Oktober 2017. oder 1927 bis 1928 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Măcicașu ein Herrenhaus im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Săliștea Veche die Holzkirche im schlechten ZustandAngaben zur orthodoxen Kirche in Săliștea Veche bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017. von 1589 bis 1600 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Vechea die Holzkirche Adormirea Maicii Domnului,Angaben zur orthodoxen Kirche in Veche bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 13. Oktober 2017. 1726 errichten, steht unter Denkmalschutz. Der See Chinteni auf der Website der Gemeinde; abgerufen am 13. Oktober 2017.

Weblinks

Chinteni bei ghidulprimariilor.ro Chinteni auf der Website des Kreisrates von Cluj

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1263