mini|Kaffee- und Teeserviceteile der Porzellanmanufaktur Fürstenberg mit Landschaftsdekor; bemalt um 1767 von Andreas Philipp Oettner Andreas Philipp Oettner (geboren 1735 vermutlich in Wien oder Dresden; gestorben 1792 in Wien) war ein Porzellanmaler, der in unterschiedlichen Manufakturen arbeitete, so war er unter anderem in Ludwigsburg, Frankenthal, Fürstenberg, Höchst oder Wien tätig. Ihm werden auch Werke auf Porzellan aus Meißen und in den Niederlanden aus Weesp und Loosdrecht zugeschrieben.
Leben und Wirken mini|hochkant|Potpourrivase der Porzellanmanufaktur Fürstenberg mit Figurenszenen; bemalt um 1770 von Andreas Philipp Oettner Oettner beschäftigte sich als Maler mit den Themen Watteaus und der Commedia dell’arte, aber auch Chinoiserie, Landschaften, Blumen oder Kampfszenen. Er soll um 1750 nach Wien gekommen sein und vor 1756 in einer Porzellanfabrik gearbeitet haben. Er kam dann um 1756/1757 nach Nymphenburg, wo er Blumendekore oder Szenen der Commedia dell’arte malte.
Oettner arbeitete 1759 kurzzeitig in der Porzellanmanufaktur in Frankenthal und von 1759 bis 1763 mit einem Monatslohn von 33 fl. in Ludwigsburg, danach in den Jahren 1763 bis 1766 in der Höchster Manufaktur und kam am 11. Februar 1767 als Porzellanmaler nach Fürstenberg. Er machte sich um die Jahreswende 1770/1771 wieder auf den Weg nach Wien, wo er in den Jahren 1783 bis zu seinem Tod 1792 gearbeitet hat. Zu seinen Werken gehörten Dekore auf Tabaksdosen oder Geschirrteilen wie Milchkannen, Tee- oder Kaffeeservices, Tellern und Tassen. Oettner oder Josef Öttner soll laut den Akten der Wiener Manufaktur 1770 für ein Porträt des verstorbenen Kaisers Franz als Porzellan- und Schmelzarbeiter „Etner“ 5 Speziesdukaten erhalten haben.
Familie Zur Wiener Porzellanmalerfamilie Oettner (auch Ettner, Edner, Etner oder Öttner) gehörten mehrere Künstler. Ein in Dresden geborene Andreas Philipp Ettner heiratete am 30. Januar 1752 in Wien eine Frau namens Antonia. Der k. k. Porzellanmaler Andreas Philipp Öttner soll dabei sein Trauzeuge gewesen sein. Der Maler Andreas Öttner war mit einer Frau namens Margaretha verheiratet und hatte einen Sohn Heinrich Öttner, der 1763 in Mainz geboren wurde und ebenfalls Porzellanmaler wurde. Heinrich war möglicherweise der jüngere Bruder des Josef Öttner, der am 9. März 1785 im Alter von 24 Jahren starb. Oettner soll auch eine Tochter Anna Maria gehabt haben, die am 11. Februar 1767 getauft wurde.
Literatur
Oettner, Andreas Philipp. In: Peter W. Meister, Christa Dericum (Hrsg.): Keysers Antiquitäten-Lexikon. Keysersche Verlagsbuchhandlung, Heidelberg / München 1961, S. 170 ( – Leseprobe). Siegfried Ducret: Fürstenberger Porzellan. Band I: Geschichte der Fabrik. Braunschweig 1965, S. 97–99.
Weblinks
Beispiele seines Wirkens auf data.collectienederland.nl
Einzelnachweise
Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1735 Kategorie:Gestorben 1792 Kategorie:Porzellanmaler Kategorie:Person (Porzellanmanufaktur Fürstenberg)