mini|Haupteingang, Robert-Siewert-Straße 67
Der Karlshorster und Neue Friedrichsfelder Friedhof ist ein Friedhof der Evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg in Berlin-Karlshorst. Er wird vom Evangelischen Friedhofsverband Berlin Süd-Ost verwaltet.Satzung des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Süd-Ost
Lage mini|Friedhofskapelle Der Friedhof in der Robert-Siewert-Straße 57–67 wurde 1902 angelegt. Seine Fläche umfasst 7,7 ha. An seiner Nordseite verläuft die Trasse der U-Bahn-Linie U5. Durch mehr als 850 Laub- und Nadelbäume trägt er einen parkähnlichen Charakter. Auf dem Friedhof befinden sich zwei Naturdenkmale: eine Douglasie und ein Gemeiner Efeu.Naturdenkmale im Bezirk Lichtenberg
Die Friedhofskapelle wurde 1905 nach einem Entwurf von Johannes Ernst fertiggestellt. Sie steht unter Denkmalschutz. 1907 trennte sich die evangelische Gemeinde Karlshorst von der Muttergemeinde Friedrichsfelde. Seitdem besteht der Friedhof aus zwei Begräbnisstätten. Die Kapelle befindet sich auf dem Karlshorster Friedhofsteil, wird aber von beiden Kirchengemeinden gemeinsam genutzt.
Im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes und in der Wartehalle vor der Kapelle wird eine biographische Ausstellung von Persönlichkeiten gezeigt, die auf dem Friedhof bestattet sind.
Seit November 2007 besteht im nördlichen Teil des Geländes der Tierfriedhof „Im Wiesengrund“.Tierfriedhof „Im Wiesengrund“
Bestattete Persönlichkeiten Hermann Graebke (1833–1909), Heimatschriftsteller Oscar Gregorovius (1845–1913), Baumeister, Gründer der Villenkolonie Karlshorst (das von Heinrich Wolf gestaltete Grabmal steht unter Denkmalschutz) Georg Knorr (1859–1911), Unternehmer (Ehrengrab des Landes Berlin) Carl Ulitzka (1873–1953), römisch-katholischer Priester Erna Weber (1897–1988), Mathematikerin Kurt Richter (1900–1969), Schachspieler Gustav Stähnisch (1900–1980), Schauspieler Paul Noack-Ihlenfeld (1902–1962), Komponist Heinrich Dathe (1910–1991), Direktor des Tierparks Berlin (Ehrengrab des Landes Berlin) Friedrich Pfaffenbach (1921–2008), Politiker (NDPD) Herbert Ziergiebel (1922–1988), Schriftsteller Georg Sitzlack (1923–2006), Präsident des Staatlichen Amtes für Atomsicherheit und Strahlenschutz beim Ministerrat der DDR Hannes Hegen (1925–2014), Comiczeichner (Ehrengrab des Landes Berlin) Erich Rohde (1926–2013), Grafiker Peter Borgelt (1927–1994), Schauspieler Wolfgang Hohensee (1927–2018), Komponist Erhard Hantzsche (1929–2021), Physiker und Hochschullehrer Gabriele Köpp (1929–2010), Physikerin Karl Hartmann (1929–2016), Wirtschaftswissenschaftler Manfred Rosenberg (1929–2020), Dirigent Günter Wirth (1929–2009), Publizist Hans-Günter Petzold (1931–1982), Herpetologe Bernhard Neugebauer (1932–2015), Diplomat Werner Golz (1933–1974), Schachspieler und -journalist Dietrich Voigtberger (1941–1988), Ökonom und Hochschullehrer Karlheinz Liefers (1941–2006), Regisseur Wulf Olm (1942–2007), Fotograf
Auf dem Friedhof befinden sich mehrere Kriegsgräberanlagen für die am Ende des Zweiten Weltkriegs in Karlshorst getöteten Soldaten und Zivilisten.
Eine Grabstelle, zu erkennen an einem hohen grauen Stein mit herausgearbeitetem Kreuz und Kinderspielzeug, wurde für das Oskar-Ziethen-Krankenhaus Lichtenberg eingerichtet. Dort verstorbene Sternenkinder werden hier beigesetzt.
Literatur Christine Steer: Ein Spaziergang über den evangelischen Gemeindefriedhof. In: 100 Jahre Karlshorst. Geschichte einer Villen- und Landhaussiedlung. be.bra, Berlin 1995, S. 59–64.
Siehe auch Berliner Bestattungswesen Liste der Friedhöfe in Berlin
Weblinks Website des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin-Südost
Einzelnachweise
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