Der Nussensee ist ein Bergsee im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes im Gemeindegebiet von Bad Ischl, am Nordfuß des Katergebirges und liegt auf Der Ablauf des Nussensee ist der Nussenbach, der über die Ischl und Traun in die Donau entwässert. Der See steht seit 1965 unter Naturschutz. Der Nussensee befindet sich im Besitz der Österreichischen Bundesforste.

Beschreibung

Gefüllt auf eine Höhe, bei der der oberirdische Überlauf läuft, hat der Nussensee eine Fläche von ca. 10 Hektar und eine maximale Tiefe von 14,7 Metern. Der Nussensee ist etwa 600 Meter lang und bis zu 250 Meter breit und ein Karstwassersee. Er ist ein Druckwassersee, der fast zur Gänze von Quellen unter der Wasserfläche gespeist wird, und unterliegt Pegelschwankungen von mehreren Metern, was regelmäßig zur Austrocknung des Überlaufes, des dort entspringenden Nussenbachs (Nussenseeache) führt.

Der See ist gänzlich als Naturschutzgebiet ausgewiesen (Nussensee in Bad Ischl, Listeneintrag, 10,2479 ha).Nussensee in Bad Ischl, Land Oberösterreich, Geografisches Naturschutzinformationssystem (GENISYS)

Die Gegend ist beliebtes Naherholungsgebiet für Ischl. Der See ist ein Badesee, mit gutem Wasserzustand, aber je nach Jahr von sehr gut bis mäßig (I–III) schwankend, als Badegewässer jedoch immer gut.

Zeitweise stark gesunkener Wasserspiegel mini|links|hochkant|Ausgetrockneter Nussensee (August 2026) Im Frühjahr 2025 trocknete der See fast aus. Zuletzt war das 1995 der Fall.

Im außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer 2026 sank der Seespiegel besonders tief, sodass Kriegsrelikte, die im Zweiten Weltkrieg hier versteckt worden waren, auftauchten. Besucher meldeten die Sichtung, die Bezirkshauptmannschaft sperrte den See per Verordnung am 26. Juli 2026 mit „Platzverbot nach § 36 Abs. 2 SPG“ (Sicherheitspolizeigesetz). Der Entminungsdienst suchte und fand 200 kg Munition, Sprengstoff und Zünder. Darunter waren vier von einem Spaziergänger entdeckte Sprengsätze, die insgesamt 8 kg TNT enthielten.

Name

Die Herkunft der Bezeichnung „Nussensee“ ist unbekannt.

Literatur Otto Zach: Das Plankton des Nussensees. In: Apollo. Jahrgang 51, 1978, S. 5–8 (). Hans Jörg Laimer: Die Kartierung der Überschiebungsfront der Dachstein-Decke im Bereich des Nussensees (Oberösterreich/Salzburg) mittels hydrogeologischer Detailaufnahme. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Jahrgang 159, 2019, S. 155–162 (). Ellen Schafferer, Peter Pfister: Ergebnisbericht Qualitätselement Phytoplankton Oberösterreich 2017 Amtliches Seen-Messnetz (ASM). Almsee, Gleinkersee, Vorderer Gosausee, Heratinger See, Höllerersee, Holzöstersee, Imsee, Hinterer und Vorderer Langbathsee, Laudachsee, Mondsee (tiefste Stelle), Mondsee (Bucht), Nussensee, Offensee, Schwarzensee, Seeleitensee und Traunsee (Mitte). Bewertung des ökologischen Zustandes gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie. Studie im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung, Innsbruck 2018, S. 8–20 und 274–292 ().

Weblinks

Seeprofil Nussensee. Daten aus dem ASM (Amtliches-Seen-Messnetz). Land Oberösterreich (pdf, land-oberoesterreich.gv.at; 833 kB). Nussensee, Land Oberösterreich > Umwelt > Wasser > Oberflächengewässer > Badegewässer Das Nussensee Profil, Fischereimanagement Salzkammergut, huberpower.com

Einzelnachweise

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