mini|St. Bartholomäus von Osten mini|St. Bartholomäus (Mützenich), Innenraum mit Blick zum Altar St. Bartholomäus ist die römisch-katholische Pfarrkirche des Monschauer Stadtteils Mützenich in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. mini|St. Bartholomäus (Mützenich), Blick zur Orgelempore Die Kirche steht unter dem Patrozinium des Apostels Bartholomäus und ist unter der Nummer 47 in die Liste der Baudenkmäler in Monschau-Mützenich eingetragen.
Lage Das Kirchengebäude befindet sich in der Ortsmitte von Mützenich an der Eupener Straße (L 214). Der Friedhof ist direkt neben der Kirche.
Allgemeines Mützenich gehörte seit jeher zur Pfarre Konzen und verfügte bis in das 19. Jahrhundert nie über ein eigenes Gotteshaus. Lediglich die in Eigenregie erbaute Josefskapelle diente den Bewohnern als Gebetsstätte und für Rosenkranzandachten. Im Jahr 1840 richteten die Bewohner von Mützenich ein Gesuch an den Erzbischof von Köln, eine eigene Kapelle erbauen zu dürfen und einen eigenen Geistlichen zu unterhalten. Grund für das Ansinnen war der weite und beschwerliche Weg zur Pfarrkirche nach Konzen. Im Jahr 1843 genehmigte der Erzbischof das Gesuch und eine eigene Kapelle konnte erbaut werden. Am 18. Oktober 1856 wurde Mützenich endgültig von der Mutterpfarre Konzen abgetrennt und zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Seit 1930 gehört Mützenich zum Bistum Aachen, zuvor zählte es zum Erzbistum Köln.Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat, Aachen 1994, S. 583.
Baugeschichte Der alte Teil der heutigen Pfarrkirche wurde zwischen 1847 und 1848 im Baustil der Neugotik erbaut. Die Weihe erfolgte am 24. August 1850. Durch Bevölkerungsanstieg wurde die Pfarrkirche in den 1950er Jahren zu klein und man beschloss die alte Kirche zu erweitern. Dazu fertigten die Architekten Herbert Pantke und Otto Hotzen aus Bremen die Pläne an. So wurde zwischen 1954 und 1955 an der Nordseite der dreischiffige Erweiterungsbau errichtet und die Nordwand des alten Kirchenschiffs sowie der alte Chor und die Sakristei abgerissen. Die feierliche Konsekration fand am 31. März 1955 statt.Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, herausgegeben vom Bischöflichen Generalvikariat, Aachen 1994, S. 583.
Baubeschreibung Der Altbau war ursprünglich eine dreischiffige Hallenkirche mit vorgebautem Glockenturm und fünfseitig geschlossenem Chor im Osten. Davon erhalten ist der Glockenturm sowie die Süd- und Westwand des Kirchenschiffes. Seit dem Umbau in den 1950er Jahren beinhaltet der Altbau die Orgelempore und den neuen Haupteingang. Der neue Teil ist eine dreischiffige Bruchsteinhallenkirche im modernen Rundbogenstil. Der halbrunde Chorbereich ist nach Norden ausgerichtet.
Ausstattung In der Kirche befindet sich eine moderne Ausstattung. Erwähnenswert ist eine Figur des hl. Bartholomäus aus dem 14. Jahrhundert. Die Orgel ist ein Werk des Aachener Orgelbauers Karl Kamp. Sie besitzt eine elektrische Traktur und verfügt über 26 Register. Die Buntglasfenster sind Werke von Trude Dinnendahl-Benning aus dem Jahr 1961.
Pfarrer Folgende Pfarrer wirkten bislang an St. Bartholomäus als Seelsorger: von – bis Name 1856–1872 Franz Biermanns 1927–1935 Josef Scheer 1936–1947 Hermann Josef Füting 1947–1977 Heinrich Scheidt 1977–1988 Pater Franz Stams 1988–1989 Francis Chirayath 1989–2003 Klaus Bamfaste 2003–2009 Karl Schnitzler 2009–2014 Karl-Heinz Stoffels 2014–2016 Philipp Cuck (Administrator) 2016–2017 Heiner Schmitz (Administrator) Seit 2022 Hardy Hawinkels (Administrator)
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Einzelnachweise
Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Aachen Bartholomaeus Kategorie:Bartholomäuskirche (Patrozinium) Kategorie:Kirchengebäude der Moderne Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Bauwerk der Moderne in der Städteregion Aachen Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Baudenkmal in Monschau Kategorie:Erbaut in den 1840er Jahren Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Pastoraler Raum Monschau