mini|Ausritt zur Parforce-Jagd Georg Carl Koch (auch Georg Karl Koch, * 27. Februar 1857 in Berlin; † 3. November 1927 ebenda) war ein deutscher Maler, Illustrator und Lithograph.

Leben und Wirken Koch wurde als Sohn des Malers Carl Koch geboren, der ihm auch ersten Unterricht erteilte. Sein jüngerer Bruder Max Koch wurde ebenfalls Maler. Der Bruder Friedrich Ernst Koch wurde Komponist und Musikpädagoge.

Koch zeichnete bereits in seinem 15. Jahr für illustrierte Zeitungen, studierte dann an der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin bei Carl Steffeck, ab 1875 bei Karl Gussow an der von Anton von Werner reorganisierten Akademie der bildenden Künste und war bei Paul Friedrich Meyerheim zur weiteren Ausbildung tätig.

Georg Koch debütierte 1874 auf der Berliner Akademie-Ausstellung mit dem Werk „Waldpartie mit Rehen“. Nach dem Studium schuf er einige Stadtpanoramen und Dioramen von Berlin, Leipzig, Dresden und auch Städteansichten in Amerika. Bald machte er sich in Berlin einen Namen als Tier- und insbesondere Pferdemaler. Auch als Schlachtenmaler trat er in Erscheinung, wo er meist Reitergefechte darstellte. Er beschäftigte sich auch mit Lithographie und Holzschnitt.

Bereits 1876 erhielt er ein mehrjähriges Engagement als Zeichner für die künstlerische Beilage des „Daheim“ von Verleger Otto Klasing. Ende der 1870er Jahre setzte er seine Studien in Paris fort. Nachdem ihn 1882 Anton von Werner in Paris getroffen hatte, kehrte er nach Berlin zurück, um an Werners Sedan-Panorama mitzuarbeiten. 1885 malte er zusammen mit Carl Röchling und Eugen Bracht das Panorama der Schlacht von Chattanooga für Philadelphia. Hierzu unternahmen sie zuvor gemeinsam eine Studienreise nach Amerika.

Von 1896 bis 1927 war Koch Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin (Sektion für die Bildenden Künste). Spätestens 1898 wurde er zum Professor an der Berliner Kunstakademie berufen. (erstmalige Nennung als Professor) Er zeigte seine Werke regelmäßig auf Ausstellungen in Berlin, Dresden, München, Düsseldorf, Paris und Wien. Von 1904 bis 1922 war er Lehrer für figürliches Zeichnen an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste in Charlottenburg. 1914 übernahm er dort als Nachfolger von Paul Friedrich Meyerheim zusätzlich den Lehrstuhl für Tiermalerei. Georg Koch wurde mit dem Ehrendoktortitel der Tierheilkunde ausgezeichnet.Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Sterbe-Register 1927, Urkunde Nr. 1005 Er wurde auf dem Friedhof Berlin-Wilmersdorf begraben (Grabstätte nicht erhalten).

Ein Schüler war Christian Gotthard Hirsch.

Familie Georg Koch heiratete 1866 Amanda Selma Menzel.Standesamt Mariendorf, Heirats-Register 1886, Urkunde Nr. 21 Der gemeinsame Sohn Karl Reinhold (1889–1949)Standesamt Bad Doberan, Sterbebuch 1946–1949, Urkunde Nr. 30 wurde ebenfalls Kunstmaler und nannte sich Reinhold Koch-Zeuthen.

Literatur

Weblinks

Mitgliedsprofil der Akademie der Künste (Berlin) „Porträt dreier Pferdeköpfe“ von Georg Karl Koch

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Pferdemaler Kategorie:Kriegsmaler Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Künste Kategorie:Hochschullehrer (Akademische Hochschule für die bildenden Künste) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1857 Kategorie:Gestorben 1927 Kategorie:Mann