Eberhard Bay (* 12. Dezember 1908 in Tübingen; † 1. Mai 1989 in Düsseldorf) war ein deutscher Neurologe und Hochschullehrer.

Leben und Werk Nach dem Medizinstudium und der Facharztweiterbildung habilitierte sich Bay 1940 in Berlin.

Am 5. Februar 1941 wurde er zum Dozenten für Psychiatrie und Neurologie in der Medizinischen Fakultät der Universität Berlin ernannt. Im November 1940 wechselte er als Dozent an die Universität Heidelberg, deren Lehrkörper er noch bei Kriegsende angehörte.Gesamtverzeichnis des Lehrkörpers der Universität Berlin 1810–1945, bearbeitet von Johannes Asen, Leipzig 1955, S. 10; Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Personal- und Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 1944/45, S. 18.

Bay wurde mindestens einmal als Gutachter zu einem Erbgesundheitsgerichtsprozess hinzugezogen.

1948 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und erhielt 1955 den Ruf auf den Lehrstuhl für Neurologie an der Medizinischen Akademie (später Universitätsklinik) Düsseldorf. Bay war u. a. von 1963 bis 1964 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und von 1967 bis 1969 Vorsitzender der Deutschen Sektion der ILAE (seit 2004: Deutsche Gesellschaft für Epileptologie). 1969 wurde Eberhard Bay zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Schriften Die Praxis der Erkennung und Beurteilung von Hirnverletzungen. Springer, Berlin, Heidelberg 1941 Die traumatischen Hirnschädigungen. In: Jung R. et al. (Hrsg.): Neurologie. Handbuch der Inneren Medizin, 5, Springer, Berlin, Heidelberg 1953, S. 2883–2942

Literatur H. Gänshirt: In memoriam Eberhard Bay (Nachruf). In: Nervenarzt, 60, 1989, S. 659–660.

Weblinks Eintrag Eberhard Bay (mit Bild), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (archivierte Fassung vom 25. September 2017)

Einzelnachweise

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