Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1982 begannen am 7. April 1982 und endeten am 16. Mai 1982 mit dem 4:0-Sieg der New York Islanders über die Vancouver Canucks. Die Islanders gewannen somit bei ihrer dritten Finalteilnahme ihren dritten Stanley Cup in Folge und wurden daher zum ersten und bisher einzigen US-amerikanischen Team, das mehr als zwei aufeinander folgende Titel erringen konnte; zudem gelang dies nach ihnen überhaupt keiner anderen Mannschaft mehr, während sie im Jahr darauf noch einen vierten Erfolg nachlegten. Ferner stellten sie mit Bryan Trottier den Topscorer sowie mit Mike Bossy den besten Torschützen und zugleich mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season. Die unterlegenen Vancouver Canucks hingegen bestritten ihr erstes Stanley-Cup-Finale der Franchise-Geschichte.

Die Playoffs 1982 gingen mit einer größeren Veränderung ihres Formats einher, so kehrte die Ligaleitung zu einem strenger nach Divisions und Conferences gegliederten Modus zurück.

Modus Nachdem sich aus jeder Division die vier punktbesten Teams qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Dabei trifft der jeweilige Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten einer jeden Division, sodass in den ersten zwei Runden die Divisionssieger ausgespielt werden. Diese treten in der Folge im Conference-Finale um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale an.

Die Serien der ersten Runde werden im Best-of-Five-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab der zweiten Runde vier Siege zum Weiterkommen benötigt; in der ersten Runde drei. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Prince of Wales Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Campbell Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime. Sie endet durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams Prince of Wales Conference Adams Division (A1) (A2) (A3) (A4)

Patrick Division (P1) (P2) (P3) (P4) Clarence Campbell Conference Norris Division (N1) (N2) (N3) (N4)

Smythe Division (S1) (S2) (S3) (S4)

Playoff-Baum

Division-Halbfinale Prince of Wales Conference (A1) Canadiens de Montréal – (A4) Nordiques de Québec

(A2) Boston Bruins – (A3) Buffalo Sabres

(P1) New York Islanders – (P4) Pittsburgh Penguins

(P2) New York Rangers – (P3) Philadelphia Flyers

Clarence Campbell Conference (N1) Minnesota North Stars – (N4) Chicago Black Hawks

(N2) Winnipeg Jets – (N3) St. Louis Blues

(S1) Edmonton Oilers – (S4) Los Angeles Kings

(S2) Vancouver Canucks – (S3) Calgary Flames

Division-Finale Prince of Wales Conference (A2) Boston Bruins – (A4) Nordiques de Québec

(P1) New York Islanders – (P2) New York Rangers

Clarence Campbell Conference (N3) St. Louis Blues – (N4) Chicago Black Hawks

(S2) Vancouver Canucks – (S4) Los Angeles Kings

Conference-Finale Prince of Wales Conference (P1) New York Islanders – (A4) Nordiques de Québec

Clarence Campbell Conference (N4) Chicago Black Hawks – (S2) Vancouver Canucks

Stanley-Cup-Finale (P1) New York Islanders – (S2) Vancouver Canucks

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger80px|Logo der New York IslandersNew York IslandersTorhüter: Roland Melanson, Billy Smith

Verteidiger: Tomas Jonsson, Gord Lane, Dave Langevin, Mike McEwen, Ken Morrow, Stefan Persson, Denis Potvin (C)

Angreifer: Mike Bossy, Bob Bourne, Billy Carroll, Greg Gilbert, Clark Gillies, Butch Goring, Anders Kallur, Hector Marini, Wayne Merrick, Bob Nystrom, Brent Sutter, Duane Sutter, John Tonelli, Bryan Trottier

Cheftrainer: Al Arbour  General Manager: Bill Torrey

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Bryan Trottier NY Islanders 19 6 23 29 +9 40 Mike Bossy NY Islanders 19 17 10 27 +7 0 Denis Potvin NY Islanders 19 5 16 21 +9 30 Thomas Gradin Vancouver 17 9 10 19 +8 10 Denis Savard Chicago 15 11 7 18 −2 52 Stan Smyl Boston 17 9 9 18 +4 25 Joe Mullen St. Louis 10 7 11 18 +7 4 Barry Pederson Boston 11 7 11 18 +5 2 Peter Šťastný Québec 12 7 11 18 +1 10 Bernie Federko St. Louis 10 3 15 18 +8 10 Gord Lane von den New York Islanders erreichte die beste Plus/Minus-Statistik mit einem Wert von +14.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Rick Wamsley Montréal 5 298:46 2 3 11 0 89,3 2,21 Billy Smith NY Islanders 18 1125:15 15 3 47 1 90,6 2,51 Tony Esposito Chicago 7 378:35 3 3 16 1 91,6 2,54 Gilles Meloche Minnesota 4 182:11 1 2 8 0 90,9 2,63 Richard Brodeur Vancouver 17 1086:28 11 6 49 0 91,7 2,71

Weblinks

Stanley-Cup-Playoffs 1982 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs (PDF; 1,3 MB) bigmouthsports.com

#1982 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1982