zentriert|350x260pxSidney Poitier wird für seine Darstellung in Lilien auf dem Felde als erster Afroamerikaner mit den Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1964.

Ereignisse 25. Januar: Die ARD strahlt die erste Folge der Spieleshow Einer wird gewinnen (EWG) des Hessischen Rundfunks mit Hans-Joachim Kulenkampff aus. Produzent Martin Jente hat hier bereits seinen ersten Schlussauftritt als „Butler“. 29. Januar: Die Filmsatire Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben von Stanley Kubrick mit Peter Sellers in mehreren Rollen wird in den USA uraufgeführt. 4. März: Der Film Le journal d'une femme de chambre (Tagebuch einer Kammerzofe) des spanischen Regisseurs Luis Buñuel nach dem gleichnamigen Roman von Octave Mirbeau mit Jeanne Moreau und Michel Piccoli in den Hauptrollen wird in Paris uraufgeführt. 30. März: In den Vereinigten Staaten läuft die erste Folge der Fernseh-Quizsendung Jeopardy! über die Bildschirme. 13. April: Mit Sidney Poitier erhält bei der Oscarverleihung 1964 erstmals ein schwarzer Schauspieler einen Oscar. Gewürdigt wird damit seine darstellerische Leistung in der Komödie Lilien auf dem Felde. 29. August: In den Kinos der Vereinigten Staaten startet der von Walt Disney produzierte Film Mary Poppins, zwei Tage nach seiner Erstaufführung in Los Angeles. 12. September: Uraufführung von Für eine Handvoll Dollar. Diese unter der Regie von Sergio Leone und mit der Musik von Ennio Morricone entstandene Produktion begründete das Genre des Italowestern. Gleichzeitig wurde durch sie Clint Eastwood einem größeren Publikum bekannt. 17. September: Im Odeon Leicester Square in London wird der dritte James-Bond-Film Goldfinger uraufgeführt. 25. September: In drei Kategorien wird erstmals der schwedische Filmpreis Guldbagge verliehen, wobei Regisseur Ingmar Bergman und Hauptdarstellerin Ingrid Thulin ihre Auszeichnung für Das Schweigen erhalten. 21. Oktober: My Fair Lady mit Audrey Hepburn kommt in deutsche Kinos. 4. November: In Frankreich hat der erste Film über Fantomas Premiere. Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1964: Kategorie – männlicher Filmstar: Gold Thomas Fritsch, Silber Rock Hudson, Bronze Pierre Brice Kategorie – weiblicher Filmstar: Gold Sophia Loren, Silber Liselotte Pulver, Bronze Doris Day

Top 10 der erfolgreichsten Filme In Deutschland

Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 25. November 2018):

Platz Filmtitel Besucher 1. Das Schweigen 12.750.000 2. Old Shatterhand 7.500.000 3. James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau 7.000.000 4. Winnetou 2. Teil 6.750.000 5. Der Schut 6.000.000 6. Angélique 5.500.000 7. Unter Geiern 5.500.000 8. My Fair Lady 4.225.000 9. Polizeirevier Davidswache 3.346.251 10. Die große Kür 3.000.000

In den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-DollarRef.1.Mary Poppins31.000.0002.My Fair Lady30.000.0003.Goldfinger22.500.0004.The Carpetbaggers15.500.0005.From Russia With Love9.200.0006.A Shot in the Dark6.748.0007.What a Way to Go!6.100.0008.The Unsinkable Molly Brown6.040.0009.The Pink Panther5.935.00010.A Hard Day's Night5.800.000

Filmpreise

Golden Globe Award Am 11. März findet im Coconut Grove die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Der Kardinal von Otto Preminger Bestes Musical/Komödie: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Bester Schauspieler (Drama): Sidney Poitier in Lilien auf dem Felde Beste Schauspielerin (Drama): Leslie Caron in Das indiskrete Zimmer Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Alberto Sordi in Il Diavolo Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Shirley MacLaine in Das Mädchen Irma la Douce Bester Nebendarsteller: John Huston in Der Kardinal Beste Nebendarstellerin: Margaret Rutherford in Hotel International Bester Regisseur: Elia Kazan für Die Unbezwingbaren Cecil B. DeMille Award: Joseph E. Levine

Academy Awards Die Oscarverleihung findet am 13. April im Santa Monica Civic Auditorium statt. Moderator ist Jack Lemmon.

Bester Film: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Bester Hauptdarsteller: Sidney Poitier in Lilien auf dem Felde Beste Hauptdarstellerin: Patricia Neal in Der Wildeste unter Tausend Bester Regisseur: Tony Richardson für Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Bester Nebendarsteller: Melvyn Douglas in Der Wildeste unter Tausend Beste Nebendarstellerin: Margaret Rutherford in Hotel International Bestes Drehbuch nach einer literarischen Vorlage: John Osborne für Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Bester fremdsprachiger Film: 8½ von Federico Fellini

Vollständige Liste der Preisträger

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1964

Das Festival findet vom 29. April bis zum 14. Mai statt. Die Jury unter Präsident Fritz Lang vergibt folgende Preise:

Goldene Palme: Die Regenschirme von Cherbourg von Jacques Demy Bester Schauspieler: Antal Páger in Die Lerche und Saro Urzì in Verführung auf italienisch Beste Schauspielerin: Barbara Barrie in Ruf nicht zu laut und Anne Bancroft in Schlafzimmerstreit

Internationale Filmfestspiele Berlin 1964

Das Festival findet vom 26. Juni bis zum 7. Juli statt. Die Jury unter Präsident Anthony Mann wählt folgende Preisträger aus:

Goldener Bär: Trockener Sommer von Metin Erksan Bester Schauspieler: Rod Steiger in Der Pfandleiher Beste Schauspielerin: Sachiko Hidari in Sie und Er und Das Insektenweib Bester Regisseur: Satyajit Ray für Mahanagar

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival findet vom 27. August bis zum 10. September statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Goldener Löwe: Die rote Wüste von Michelangelo Antonioni Bester Schauspieler: Tom Courtenay in King and Country – Für König und Vaterland Beste Schauspielerin: Harriet Andersson in Att älska

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Kennwort Reiher Beste Hauptdarstellerin: Mira Stupica für Herrenpartie Beste Nebendarstellerin: Nevenka Benkovič für Herrenpartie Bester Nebendarsteller: Sigfrit Steiner für Verspätung in Marienborn

British Film Academy Award

Bester Film: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Bester britischer Darsteller: Dirk Bogarde für Der Diener Bester ausländischer Darsteller: Marcello Mastroianni für Scheidung auf italienisch Beste britische Darstellerin: Rachel Roberts für Lockender Lorbeer Beste ausländische Darstellerin: Patricia Neal für Der Wildeste unter Tausend

Étoile de Cristal Bester Film: In Gesellschaft Max Linders von Maud Linder Bester Darsteller: Maurice Ronet in Das Irrlicht Beste Darstellerin: Catherine Deneuve in Die Regenschirme von Cherbourg Bester ausländischer Film: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Bester ausländischer Darsteller: Burt Lancaster in Der Leopard Beste ausländische Darstellerin: Ingrid Thulin in Das Schweigen

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: My Fair Lady von George Cukor Beste Regie: Stanley Kubrick für Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben Bester Hauptdarsteller: Rex Harrison in My Fair Lady Beste Hauptdarstellerin: Kim Stanley in An einem trüben Nachmittag Bester ausländischer Film: Abenteuer in Rio von Philippe de Broca

National Board of Review

Bester Film: Becket von Peter Glenville Beste Regie: Desmond Davis für Die erste Nacht Bester Hauptdarsteller: Anthony Quinn in Alexis Sorbas Beste Hauptdarstellerin: Kim Stanley in An einem trüben Nachmittag Bester Nebendarsteller: Martin Balsam in Die Unersättlichen Beste Nebendarstellerin: Edith Evans in Das Haus im Kreidegarten Bester fremdsprachiger Film: Welt ohne Sonne von Jacques-Yves Cousteau

Laurel Award

Bestes Action-Drama: MacLintock von Andrew V. McLaglen Beste Actiondarstellung: John Wayne in MacLintock Bestes Drama: Der Wildeste unter Tausend von Martin Ritt Bester dramatischer Darsteller: Paul Newman in Der Wildeste unter Tausend Beste dramatische Darstellerin: Patricia Neal in Der Wildeste unter Tausend Beste Komödie: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Bester komödiantischer Darsteller: Jack Lemmon in Das Mädchen Irma la Douce Beste komödiantische Darstellerin: Shirley MacLaine in Das Mädchen Irma la Douce Bester Unterhaltungsfilm: Lilien auf dem Felde von Ralph Nelson

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen Astor de Oro: Die Peitsche im Genick von Mario Monicelli Directors Guild of America Award: Tony Richardson für Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Ernst-Lubitsch-Preis: Walter Buschhoff für Die endlose Nacht Guldbagge: Das Schweigen von Ingmar Bergman Louis-Delluc-Preis: Das Glück von Agnès Varda Nastro d’Argento: Achteinhalb von Federico Fellini und Lawrence von Arabien von David Lean Photoplay Award: Goldgräber-Molly von Charles Walters (Bester Film), Richard Chamberlain (populärster männlicher Star), Ann-Margret (populärster weiblicher Star) Festival Internacional de Cine de San Sebastián: Die Unbezwingbaren von Elia Kazan (Goldene Muschel) Writers Guild of America Award: Der Wildeste unter Tausend (Bestes Drama), Lilien auf dem Felde (Beste Komödie), John Huston (Lebenswerk)

Geburtstage Januar bis März mini|hochkant=0.6|Nicolas Cage (* 7. Januar) mini|hochkant=0.6|Matt Dillon (* 18. Februar) mini|hochkant=0.6|Juliette Binoche (* 9. März) mini|hochkant=0.6|Rob Lowe (* 17. März)

Januar: 1. Januar: Dedee Pfeiffer, US-amerikanische Schauspielerin 7. Januar: Nicolas Cage, US-amerikanischer Schauspieler 7. Januar: Darnell Martin, US-amerikanische Regisseurin und Drehbuchautorin 13. Januar: Penelope Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin 16. Januar: Els Dottermans, belgische Schauspielerin 18. Januar: Jane Horrocks, britische Schauspielerin 18. Januar: Enrico Lo Verso, italienischer Schauspieler 23. Januar: Mariska Hargitay, US-amerikanische Schauspielerin 26. Januar: Paul Johansson, US-amerikanischer Schauspieler 26. Januar: Cathy Podewell, US-amerikanische Schauspielerin 27. Januar: Bridget Fonda, US-amerikanische Schauspielerin

Februar: 1. Februar: Linus Roache, britischer Schauspieler 4. Februar: Andrea Kiesling, österreichische Schauspielerin 5. Februar: Helena Bergström, schwedische Schauspielerin 5. Februar: Laura Linney, US-amerikanische Schauspielerin 5. Februar: Piotr Trzaskalski, polnischer Regisseur 6. Februar: Andrei Swjaginzew, russischer Regisseur 10. Februar: Francesca Neri, italienische Schauspielerin 12. Februar: Raphael Sbarge, US-amerikanischer Schauspieler 14. Februar: Zach Galligan, US-amerikanischer Schauspieler 16. Februar: Christopher Eccleston, britischer Schauspieler 18. Februar: Matt Dillon, US-amerikanischer Schauspieler 20. Februar: Willie Garson, US-amerikanischer Schauspieler († 2021) 20. Februar: John Jürgens, deutscher Schauspieler und DJ 20. Februar: Rodney Rowland, US-amerikanischer Schauspieler 20. Februar: French Stewart, US-amerikanischer Schauspieler 24. Februar: Todd Field, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor 26. Februar: Mark Dacascos, US-amerikanischer Schauspieler

März: 3. März: Laura Harring, US-amerikanische Schauspielerin 7. März: Wanda Sykes, US-amerikanische Schauspielerin 9. März: Marianne Basler, französische Schauspielerin 9. März: Juliette Binoche, französische Schauspielerin 10. März: Jasmine Guy, US-amerikanische Schauspielerin 10. März: Andreas Höfer, deutscher Kameramann 10. März: Benito Zambrano, spanischer Regisseur 11. März: Peter Berg, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur 11. März: Emma Chambers, britische Schauspielerin († 2018) 16. März: Gore Verbinski, US-amerikanischer Regisseur 17. März: Rob Lowe, US-amerikanischer Schauspieler 21. März: Elmar Schäfer, deutscher Produzent und Drehbuchautor 23. März: Hope Davis, US-amerikanische Schauspielerin 23. März: Chris Henchy, US-amerikanischer Drehbuchautor, Filmproduzent und Executive Producer