Malik ist ein männlicher Vorname und ein Familienname.
Herkunft und Bedeutung
Vorname Der Name Malik existiert in verschiedenen Sprachen:
Der arabische Name [] stellt eine gekürzte Form von dar, der sich aus den Elementen „Diener“ und „der Besitzer“, „der König“ zusammensetzt. Es handelt sich dabei um einen der Beinamen Allahs. Der Name bedeutet somit „[Diener (Gottes) des] König[s]“.
Der grönländische Name Malik bedeutet „Meer“, „Welle“.
Der bulgarische Name Malik ist eine Koseform von Namen, die das urslawische Element „klein“, beinhalten, bspw. Malomir „klein + Frieden“.
Familienname Für den Familiennamen Malik existieren verschiedene Herleitungen:
Patronym zum arabischen Vornamen bzw. : „König“ Übername von urslawisch „klein“, „jung“ für einen Menschen von geringer Körpergröße oder den Jüngeren von zwei Brüdern Patronym zu einem Diminutiv slawischer Namen mit dem Element „klein“, wie *Malomír, *Malobratr, Małostryj, und Suffix -ik In Einzelfällen: Übername zu Paschtu, Panjabi malik „Titel für Stammesführer oder Dorfvorsteher“, „Adelstitel“
Verbreitung
Vorname Der Name Malik ist überwiegend im arabischen und persischen Raum verbreitet. Auch in der Türkei ist er geläufig.
In den USA wird der Name seit den 1970er Jahren vergeben, kam jedoch nur selten vor. Ab dem Ende der 1980er Jahre nahm seine Popularität zu, bis er 1995 in die Top-200 und ein Jahr später mit Rang 97 auch in die Top-100 der Vornamenscharts aufstieg. Diese Hitliste verließ der Name jedoch bereits im darauffolgenden Jahr wieder. Er verlor weiterhin an Popularität. Bis 2001 hielt er sich unter den 200 beliebtesten Jungennamen des Landes. Seitdem etablierte er sich am Ende der Top-400 der Vornamenscharts. Im Jahr 2023 belegte er Rang 382. Auch in England und Wales ist der Name geläufig, zählt jedoch nicht zu den beliebtesten Vornamen. Mit Rang 271 stieg er im Jahr 2023 erstmals in die Top-300 der Vornamenscharts auf.
In Frankreich hat sich der Name Malik seit den 1950ern in der Top-300 der Vornamenscharts etabliert. Seine bislang höchste Platzierung erreichte er im Jahr 1987, als er in der Hitliste Rang 173 belegte. In Québec zählt der Name seit 2007 zu den 100 beliebtesten Jungennamen.
Malik hat sich in Bosnien und Herzegowina in der Top-100 der Vornamenscharts etabliert. Im Jahr 2023 belegte er Rang 40 der Hitliste.
Auch in Grönland ist der Name verbreitet. In den 1990er und 2000er Jahren war Malik dort der beliebteste Jungenname.
In der Schweiz stieg Malik im Jahr 2018 in die Top-100 der Vornamenscharts auf und erreichte bereits im darauffolgenden Jahr die Top-50. Im Jahr 2023 belegte er Rang 24 der Hitliste.
Malik wird in Deutschland seit der Jahrtausendwende vergeben und gewann seitdem an Popularität. Seit 2020 zählt er zur Top-100 der Vornamenschart. Im Jahr 2024 belegte er Rang 46 der Hitliste. Besonders beliebt ist der Name in Bremen. Eine Auswertung der GfdS aus dem Jahr 2019 sieht ihn auf Rang 3 der türkisch-arabischen Vornamen in Deutschland.
Familienname Der Familienname Malik ist hauptsächlich in Polen, Tschechien, der Slowakei, der Ukraine, Deutschland, Indien, Pakistan, dem Sudan und Saudi-Arabien verbreitet. In Deutschland belegte er mit 1204 Namensträgern Rang 2712 der Nachnamencharts.
Varianten
Arabischer Name Männliche Varianten
Arabisch: , Alternative Transkriptionen: Maalik, Mālik, Maleek, Malek, Maleik Albanisch: Maliq Aserbaidschanisch: Məlik Afroamerikanisch: Malique Malaiisch: Malek Türkisch: Melik Urdu: Westafrika: Malick
Weibliche Varianten
Arabisch: , Alternative Transkriptionen: Maleeka, Maleika, Malikah Tatarisch: Türkisch: Melike
Grönländischer Name Eine Variante der grönländischen Namens lautet Malick.
Bulgarischer Name Die weibliche Variante des bulgarischen Namens lautet Malika.
Namensträger Vorname
Weiterer Vorname Neil Malik Abdullah (* 1977), österreichischer Schauspieler Nidal Malik Hasan (* 1970), US-amerikanischer Militärpsychiater
Familienname
Siehe auch Abd al-Malik Malik Schah Melek (Vorname)
Einzelnachweise
Kategorie:Männlicher Vorname Kategorie:Familienname Kategorie:Arabischer Personenname
ar:ملك