zentriert|350x260pxIn Ost-Berlin wird am 15. November 1963 das Kino International mit dem sowjetischen Film Optimistische Tragödie eröffnet. Es wird das Premierenkino der DDR. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1963.

Ereignisse

1. Februar: Die Deutsche Kinemathek wird in Berlin als eingetragener Verein gegründet. Erster Direktor ist Gerhard Lamprecht. 28. März: Alfred Hitchcocks Film Die Vögel läuft in den Kinos der USA an. 1. April: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) startet nach mehreren Tagen mit Versuchssendungen in Mainz offiziell sein bundesweites Fernsehprogramm. 12. Juni: Uraufführung von Cleopatra (in der Titelrolle: Elizabeth Taylor). Mit Herstellungskosten von 44 Millionen US-Dollar – inflationsbereinigt 286 Millionen US-Dollar (2005) – gilt diese Produktion als der teuerste Spielfilm aller Zeiten. Diese immensen Kosten, die auch in den Folgejahren nicht durch Erlöse ausgeglichen werden konnten, trieben die Produktionsfirma 20th Century Fox an den Rand des finanziellen Ruins. 20. September: Alfred Hitchcocks Die Vögel erlebt seine deutsche Erstaufführung. 23. September: Uraufführung von Das Schweigen. Dieser unter der Regie von Ingmar Bergman entstandene Film löste nach seiner deutschen Premiere im folgenden Jahr massive Proteste konservativer Kreise aus. Im Mittelpunkt der Kritik standen zum einen mehrere freizügige Szenen, aber auch die Tatsache, dass die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft dieser Produktion das Prädikat „besonders wertvoll“ zuerkannt hatte. 11. Dezember: Der Abenteuerfilm Winnetou in der Regie von Harald Reinl nach Karl May, mit Pierre Brice und Lex Barker in den Hauptrollen, wird in den deutschen Kinos gestartet. Das Schwedische Filminstitut wird gegründet. Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1963: Kategorie – männlicher Filmstar: Gold Rock Hudson, Silber O. W. Fischer, Bronze Anthony Perkins Kategorie – weiblicher Filmstar: Gold Sophia Loren, Silber Ruth Leuwerik, Bronze Liselotte Pulver

Top 10 der erfolgreichsten Filme In Deutschland

Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 25. November 2018):

Platz Filmtitel Besucher 1. Winnetou 1. Teil 10.000.000 2. James Bond – 007 jagt Dr. No 7.000.000 3. Das Mädchen Irma la Douce 6.000.000 4. Die Nibelungen 3.500.000 5. Cleopatra 3.050.000 6. Heimweh nach St. Pauli 3.000.000 7. Das Haus in Montevideo 3.000.000 8. Der Zinker 2.900.000 9. Der schwarze Abt 2.700.000 10. Charade 2.500.000

In den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. Platz Filmtitel Einspielergebnis in US-DollarRef. 1. Cleopatra 26.000.000 2. How the West Was Won 20.932.883 3. It’s a Mad, Mad, Mad, Mad World 20.800.000 4. Tom Jones 17.070.000 5. Irma la Douce 11.921.784 6. Son of Flubber 9.100.000 7. Charade 6.363.000 8. Bye Bye Birdie 6.200.000 9. Come Blow Your Horn Move Over, Darling 6.000.000 10. The Great Escape 5.546.000

Filmpreise

Golden Globe Award

Am 5. März findet im Beverly Hilton Hotel die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Der Chapman-Report von George Cukor und Lawrence von Arabien von David Lean Bestes Musical: Music Man von Morton DaCosta Beste Kamera (in Farbe): Freddie Young für Lawrence von Arabien Beste Komödie: Ein Hauch von Nerz von Delbert Mann Bester Schauspieler (Drama): Gregory Peck in Wer die Nachtigall stört Beste Schauspielerin (Drama): Geraldine Page in Süßer Vogel Jugend Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Marcello Mastroianni in Scheidung auf italienisch Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Rosalind Russell in Gypsy – Königin der Nacht Bester Nebendarsteller: Omar Sharif in Lawrence von Arabien Beste Nebendarstellerin: Angela Lansbury in Botschafter der Angst Bester Regisseur: David Lean für Lawrence von Arabien Cecil B. DeMille Award: Bob Hope

Academy Awards

Die Oscarverleihung findet am 8. April im Santa Monica Civic Auditorium in Santa Monica. Moderator ist Frank Sinatra.

Bester Film: Lawrence von Arabien von David Lean Bester Hauptdarsteller: Gregory Peck in Wer die Nachtigall stört Beste Hauptdarstellerin: Anne Bancroft in Licht im Dunkel Bester Regisseur: David Lean für Lawrence von Arabien Bester Nebendarsteller: Ed Begley in Süßer Vogel Jugend Beste Nebendarstellerin: Patty Duke in Licht im Dunkel Bester Song: Days of Wine and Roses von Henry Mancini und Johnny Mercer Beste Musik: Maurice Jarre für Lawrence von Arabien Bester fremdsprachiger Film: Les Dimanches de Ville d’Avray von Serge Bourguignon

Vollständige Liste der Preisträger

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1963

Das Festival findet vom 9. Mai bis zum 23. Mai statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Goldene Palme: Der Leopard von Luchino Visconti Bester Schauspieler: Richard Harris in Lockender Lorbeer Beste Schauspielerin: Marina Vlady in Die Bienenkönigin

Internationale Filmfestspiele Berlin 1963

Das Festival findet vom 21. Juni bis zum 2. Juli statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Goldener Bär: Bushido – Schwur der Gehorsamkeit von Tadashi Imai und Il Diavolo von Gian Luigi Polidoro Bester Schauspieler: Sidney Poitier in Lilien auf dem Felde Beste Schauspielerin: Bibi Andersson in Älskarinnan Bester Regisseur: Nikos Koundouros für Mikres Aphrodites

Filmfestspiele von Venedig

Das Festival findet vom 24. August bis zum 7. September statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:

Goldener Löwe: Hände über der Stadt von Francesco Rosi Bester Schauspieler: Albert Finney in Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Beste Schauspielerin: Delphine Seyrig in Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Die endlose Nacht und Das Feuerschiff Beste Hauptdarstellerin: Elisabeth Bergner für Die glücklichen Jahre der Thorwalds Beste Nebendarstellerin: Elfriede Kuzmany für Das schwarz-weiß-rote Himmelbett

British Film Academy Award

Bester Film: Lawrence von Arabien von David Lean Bester britischer Darsteller: Peter O’Toole für Lawrence von Arabien Bester ausländischer Darsteller: Burt Lancaster für Der Gefangene von Alcatraz Beste britische Darstellerin: Leslie Caron für Das indiskrete Zimmer Beste ausländische Darstellerin: Anne Bancroft für Licht im Dunkel

Étoile de Cristal

Bester Film: Die Abgründe von Nikos Papatakis Bester Darsteller: Serge Reggiani in Der Teufel mit der weißen Weste Beste Darstellerin: Anna Karina in Die Geschichte der Nana S. Bester ausländischer Film: Die Banditen von Orgosolo von Vittorio De Seta Bester ausländischer Darsteller: Terence Stamp in Die Verdammten der Meere Beste ausländische Darstellerin: Romy Schneider in Der Prozeß

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Beste Regie: Tony Richardson für Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Bester Hauptdarsteller: Albert Finney in Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Beste Hauptdarstellerin: Patricia Neal in Der Wildeste unter Tausend Bester ausländischer Film: 8½ von Federico Fellini

National Board of Review

Bester Film: Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen von Tony Richardson Beste Regie: Tony Richardson für Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen Bester Hauptdarsteller: Rex Harrison in Cleopatra Beste Hauptdarstellerin: Patricia Neal in Der Wildeste unter Tausend Bester Nebendarsteller: Melvyn Douglas in Der Wildeste unter Tausend Beste Nebendarstellerin: Margaret Rutherford in Hotel International Bester fremdsprachiger Film: 8½ von Federico Fellini

Laurel Award

Beste Action-Drama: Der längste Tag von Ken Annakin, Andrew Marton und Bernhard Wicki Bester Action-Darsteller: John Wayne in Der Mann, der Liberty Valance erschoß Bestes Drama: Die Tage des Weines und der Rosen von Blake Edwards Bester dramatischer Darsteller: Jack Lemmon in Die Tage des Weines und der Rosen Beste dramatische Darstellerin: Lee Remick in Die Tage des Weines und der Rosen Beste Komödie: Ein Hauch von Nerz von Delbert Mann Bester komödiantischer Darsteller: Cary Grant in Ein Hauch von Nerz Beste komödiantische Darstellerin: Doris Day in Ein Hauch von Nerz Bestes Musical: Music Man von Morton DaCosta Bester Musical-Darsteller: Robert Preston in Music Man Beste Musical-Darstellerin: Ann-Margret in Texas-Show Bester Unterhaltungsfilm: Wer die Nachtigall stört von Robert Mulligan

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen Deutscher Kritikerpreis: Franz Peter Wirth Directors Guild of America Award: David Lean für Lawrence von Arabien Ernst-Lubitsch-Preis: Thomas Fritsch für Das schwarz-weiß-rote Himmelbett Louis-Delluc-Preis: Die Regenschirme von Cherbourg von Jacques Demy Nastro d’Argento: Die vier Tage von Neapel von Nanni Loy, Wer erschoss Salvatore G.? von Francesco Rosi und Jules und Jim von François Truffaut Photoplay Award: Das war der Wilde Westen von John Ford, Henry Hathaway, George Marshall und Richard Thorpe (Bester Film), Richard Chamberlain (populärster männlicher Star), Connie Stevens (populärster weiblicher Star) Preis der deutschen Filmkritik: Die endlose Nacht von Will Tremper Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián: Mafioso von Alberto Lattuada (Goldene Muschel) Writers Guild of America Award: Music Man (Bestes Musical), Wer die Nachtigall stört (Bestes Drama), Ein Hauch von Nerz (Beste Komödie), Joseph L. Mankiewicz (Lebenswerk)

Geburtstage Januar bis März mini|125px|Steven Soderbergh (* 14. Januar) mini|125px|Quentin Tarantino (* 27. März)

Januar 4. Januar: Christian Carion, französischer Regisseur und Drehbuchautor 4. Januar: Susannah Grant, US-amerikanische Drehbuchautorin 11. Januar: Jason Connery, britischer Schauspieler und Sohn von Sean Connery 14. Januar: Anna Samochina, russische Schauspielerin († 2010) 14. Januar: Steven Soderbergh, US-amerikanischer Regisseur 18. Januar: Wojciech Smarzowski, polnischer Regisseur 20. Januar: James Denton, US-amerikanischer Schauspieler 23. Januar: Gail O’Grady, US-amerikanische Schauspielerin 24. Januar: Bernhard Schir, österreichischer Schauspieler

Februar 5. Februar: Steven Shainberg, US-amerikanischer Regisseur 8. Februar: Toby Emmerich, US-amerikanischer Produzent und Drehbuchautor 12. Februar: Claudio Amendola, italienischer Schauspieler und Produzent 12. Februar: John Michael Higgins, US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher 13. Februar: Iris Knobloch, deutsche Managerin und Präsidentin des Filmfestivals von Cannes 17. Februar: Larry the Cable Guy, US-amerikanischer Comedian, Schauspieler, Drehbuchautor und Synchronsprecher 19. Februar: Steffi Kühnert, deutsche Schauspielerin 23. Februar: Andrea Sawatzki, deutsche Schauspielerin und Autorin

März 1. März: Russell Wong, US-amerikanischer Schauspieler 4. März: Daniel Roebuck, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent 9. März: Jean-Marc Vallée, kanadischer Regisseur, Drehbuchautor, Editor, Schauspieler und Produzent († 2021) 11. März: Davis Guggenheim, US-amerikanischer Regisseur und Produzent 12. März: Julia Campbell, US-amerikanische Schauspielerin 12. März: Jake Weber, britischer Schauspieler 18. März: Vanessa Lynn Williams, US-amerikanische Schauspielerin 19. März: Neil LaBute, US-amerikanischer Regisseur und Autor 19. März: Geoffrey Lower, US-amerikanischer Schauspieler 20. März: Kathy Ireland, US-amerikanische Schauspielerin 20. März: David Thewlis, britischer Schauspieler 21. März: Jill Schoelen, US-amerikanische Schauspielerin 22. März: Francesco Quinn, US-amerikanischer Schauspieler († 2011) 27. März: Quentin Tarantino, US-amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor.

April bis Juni mini|125px|Michel Gondry (* 8. Mai) mini|125px|Jason Isaacs (* 6. Juni) mini|125px|Johnny Depp (* 9. Juni) April 10. April: Peter Morgan, britischer Drehbuchautor 11. April: Peter Landesman, US-amerikanischer Produzent und Drehbuchautor 21. April: Lisa Darr, US-amerikanische Schauspielerin