Das siebente Jahr ist ein deutscher Spielfilm aus dem DEFA-Studio für Spielfilme von Frank Vogel aus dem Jahr 1969.

Handlung Es sind noch sieben Tage bis zum Ende des berüchtigten „siebenten Jahres“ der Ehe zwischen der Herzchirurgin Barbara Heim und dem Schauspieler Günter Heim. Beide sind beruflich stark eingebunden und haben eine sechsjährige Tochter. Das Familienleben leidet unter dem großen beruflichen Engagement der beiden, denn wenn Günter in das Theater geht, kommt Barbara nach Hause.

Für Barbara scheinen die Probleme zeitweise nicht mehr beherrschbar zu sein und als eine Frau sowie ein Kind innerhalb kurzer Zeit in der Klinik nach einer Operation sterben, verstärkt sich ihr Konflikt. Zusätzlich bemerkt sie, wie sich ihr Mann von der Frau ihres Kollegen Manfred Sommer beeindrucken lässt, deren Aufgabe nur darin besteht, sich um sich und ihr Heim zu kümmern. Doch der aufkommende Gedanke, deshalb ihren Beruf aufzugeben, kann für Barbara nicht die Lösung sein. Es gilt, einen neuen Anfang mit mehr gegenseitigem Verständnis zu wagen und sie wird die Krise überwinden.

Produktion und Veröffentlichung Die Drehorte in Berlin befanden sich in der Charité, Friedrichstraße, im S- und U-Bahnhof Berlin Alexanderplatz, U-Bahnhof Schillingstraße, Strandbad Müggelsee und auf der Weidendammer Brücke.

Das siebente Jahr wurde von der Künstlerischen Arbeitsgruppe „Berlin“ unter den Arbeitstiteln Das 7. Jahr und Bist du glücklich? als Schwarzweißfilm gedreht und hatte seine Uraufführung am 28. Februar 1969 im Berliner Kino International. Im Fernsehen der DDR wurde der Film das erste Mal am 20. März 1970 im 1. Programm gezeigt. Bereits am 25. Januar 1971 wurde er im ZDF ausgestrahlt.

Die Dramaturgie lag in den Händen von Anne Pfeuffer. In einem Cameoauftritt sind Eberhard Esche, Cox Habbema und Otto Mellies zu sehen.

Kritik Helmut Ullrich äußerte sich in der Neuen Zeit folgendermaßenNeue Zeit vom 2. März 1969, S. 4:

Günter Sobe schrieb in der Berliner ZeitungBerliner Zeitung vom 4. März 1969, S. 6:

Das Lexikon des internationalen Films schreibt, dass es sich hierbei um eine skeptische Revue beruflicher und familiärer Probleme handelt, wobei die Überbeanspruchung in bestimmten Berufen und die Doppelbelastung einer berufstätigen Frau und Mutter unverfälscht gezeigt werden. Als gesellschaftspolitischer Beitrag ist er beachtlich, sowie schauspielerisch, hier besonders Wolfgang Kieling, brillant.

Auszeichnungen 1970: Heinrich-Greif-Preis 1. Klasse für das SchöpferkollektivNeues Deutschland vom 1. Mai 1970, S. 5

Literatur

Weblinks

Das siebente Jahr auf DEFA-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1969 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Filmdrama