Saša Makarová (* 13. Juni 1966 in Košice) ist eine österreichisch-slowakische zeitgenössische Malerin. Ihr Werk ist stilistisch zwischen den Neuen Wilden und den Fauvisten zu verorten.

Leben und Werk Alexandra „Saša“ Makarová wurde in Košice, Slowakei, geboren und studierte von 1987 bis 1991 an der Akademie der bildenden Künste in Bratislava (Vysoká škola výtvarných umení Bratislava) Malerei. Mit dem Fall der Mauer und der Öffnung des Eisernen Vorhangs übersiedelte sie 1991 nach Österreich und studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, in der Meisterklasse des Malers und Bildhauers Professor Adolf Frohner, der den Wiener Aktionismus geprägt hatte und unter anderem 1970 auf der Biennale Venedig gezeigt wurde. 1997 beendete sie ihr Studium mit einem Begabtenstipendium und einem Diplom mit Auszeichnung. Es folgten Studienaufenthalte in Nepal, Iran, Indien, Vietnam, Laos, Kambodscha, Burma, Japan und China.

Seit ihrer ersten Einzelausstellung 1996 in der Stadtturmgalerie in Innsbruck werden ihre Werke in zahlreichen Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und Messeteilnahmen gezeigt, wie dem Museum Morsbroich, dem Künstlerhaus Wien, der Galerie Hilger, Wien, der Galerie Friedmann-Hahn, Berlin, sowie der Art Karlsruhe, der Viennafair und der ARCO Madrid, Madrid. Makarovás Gesamtwerk ist eine figurative Auseinandersetzung mit dem Thema „Frau und Weiblichkeit“. In Form von herausfordernden Selbstporträts, mit pastos aufgetragenen floralen und ornamentalen Elementen, die an Henri Matisse erinnern, aber auch an die expressive Farbgebung der Brücke-Maler. Dazu arbeitet sie mit Sujets aus Mythen und Märchen, mit denen sie sich in ihren Bildern eine eigene Welt erschafft, angelehnt an die gestische Malerei der Fauves, der Neuen Wilden, zu deren Hauptvertretern in Österreich Adolf Frohner zählte, sowie die Maler und Aktionskünstler Hermann Nitsch und Hubert Schmalix. Makarová mischt ihre Ölfarben selbst, mit intensiv leuchtenden Pigmenten, die ihrem Farbauftrag eine bewusste Körnigkeit verleihen. Das Bild wächst so gleichsam aus der Leinwand heraus. Anklänge, wie die holzschnittartigen Figuren und leuchtende, intensiven Farben, erinnern an Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde. Eine Kunst um ihrer selbst willen ist Makarovás Malerei nicht. Stets ist der Stil, die Wahl von Farbe und Form, bewusstes Mittel von Makarova, um den Betrachter zu animieren sich auf eine emotionale Reise in das Seeleninnenleben der Künstlerin zu begeben: Die Bilder fangen intime Szenen spannungsgeladener Mehrdeutigkeit ein, gekleidet in den ästhetischen Mantel der Sinnlichkeit. Sie erzählen in mythologischer Form von Liebe, Abhängigkeiten und Sexualität, stets aus dem Blickwinkel einer selbstbestimmten Weiblichkeit.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2001: Saša Makarová. Liebe und andere Grausamkeiten des Lebens, Siemens_artLab, Wien 2006: Saša Makarová, Verborgene Wünsche. Museum im Künstlerhaus Wien, Wien 2009: Saša Makarová. Sono cosi innocente, Museo del Risorgimento e della Resistenza, Ferrara 2009: Saša Makarová, Múzeum Vojtecha Löfflera, Košice

Gruppenausstellungen 2001: CENTRAL -Neue Kunst aus Mitteleuropa, Museum Morsbroich, Leverkusen 2002: Junge KünstlerInnen aus der artLab Sammlung Siemens, Niederösterreichisches Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St. Pölten 2002: Central, Mannheimer Kunstverein 2010: Contemporary View of Woman Reading, Forbes Museum, New York 2013: Ask for Haydn. Blicke aus der Gegenwart, Landesgalerie Burgenland, Eisenstadt

Rezeption

Literatur Anonymer Autor: Saša Makarová. In Bild gebändigte Leidenschaft. Erschienen in: Vernissage –das Magazin für aktuelles Ausstellungsgeschehen, Ausgabe September/Oktober 2016, S. 28–31 online Jürgen Schilling: Saša Makarová. In bester Gesellschaft. Berlin: Verlag der Galerie Friedmann-Hahn, 2014 Katalog online Elisabeth Voggeneder: Saša Makarová. Traumfängerin. Berlin: Verlag der Galerie Friedmann-Hahn, 2010 Katalog online Miro Polakovič: Zbytočná diablova ponuka. Tri svety malieb Saše Makarovej znázorňujú modrá, zelená a červená. Erschienen am 20. November 2009 in: SME Artikel online Carolin Zwirner: Sasa Makarova – Liebe und andere Grausamkeiten des Daseins: Eine Welt voll Obsession und Sinnlichkeit. Erschienen am 2. April 2001 in: artmagazine -Ihre online Kunstzeitung Artikel online Roman R. Liedl: Saša Makarová. Ich habe gewonnen. Bilder 1998–1999. Hall in Tirol: Verlag der Galerie Goldener Engel, 1999 Bibliographischer Eintrag in der Universitätsbibliothek Innsbruck online

Weblinks Website von Saša Makarová Saša Makarová auf der Website der Galerie Friedemann-Hahn Eintrag zu Saša Makarová im Lexikon Austria-Forum der Technischen Universität Graz So klingt Europa. Saša Makarová auf der Seitedes Bundesministeriums für Finanzen, archiviert vom Original im Internet Archive am 26. September 2020

Einzelnachweise

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