Konsistenz bezeichnet in der Psychologie die Widerspruchsfreiheit des individuellen Verhaltens eines Menschen in sich und in Bezug auf das eigene Selbst, die zeitlich und über Situationen hinweg im Wesentlichen erhalten bleibt (Fleeson & Noftle (2008)). Dabei handelt es sich um eine Verhaltenstendenz und nicht um ein beständiges Persönlichkeitsmerkmal (engl. trait) im eigentlichen Sinne, da Personen zwar transsituativ (d. h. über verschiedene Situationen hinweg) hinsichtlich ihres aggregierten Verhaltens in konkreten, vergleichbaren Situationen recht konsistent handeln, sich aber dennoch situationsspezifisch unterschiedlich verhalten können (Kenrick & Funder (1988), Mischel (1994)). Testpsychologisch lässt sich damit der Grad ermitteln, inwieweit das Verhalten des Einzelnen voraussagbar ist (s. Prognose).

Literatur Markus Antonius Wirtz (Hrsg.): Dorsch – Lexikon der Psychologie. 18., überarb. Aufl., Hogrefe Verlag, Bern 2016, ISBN 3-456-85643-1. Werner D. Fröhlich: Wörterbuch Psychologie. 27. Aufl. durchgehend überarb. und erw. Neuausg., Dt. Taschenbuch-Verlag, München 2010, ISBN 3-423-34625-6. Lothar Laux: Persönlichkeitspsychologie. 2., überarb. und erw. Aufl., Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 3-17-019836-X.

Weblinks John Rauthmann: Konsistenz (Psychologie). In: Dorsch Lexikon der Psychologie. Online-Portal, Hogrefe Verlag, Bern, abgerufen am 5. September 2017. Konsistenztheorien. Lexikon der Spektrum der Wissenschaft Verlag, abgerufen am 5. September 2017. Mischel's Cognitive-Affective Model of Personality and the Person-Situation Debate, Boundless Psychology, abgerufen am 5. September 2017.

Einzelnachweise

Kategorie:Differentielle und Persönlichkeitspsychologie