mini|Auferstehungskirche Viernheim Die evangelische Auferstehungskirche am Berliner Ring (daher auch „Ringkirche“ genannt) in Viernheim wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Heimatstil errichtet.

Geschichte 1890 wurde für die damals noch kleine evangelische Minderheit in Viernheim eine Filialgemeinde der Kirchengemeinde Lampertheim gegründet. Die Gottesdienste fanden anfangs einmal im Monat, dann alle zwei Wochen im Beratungszimmer des Gemeinderats statt, das ihnen von der Gemeinde Viernheim unentgeltlich überlassen wurde. Nachdem die Anzahl der Evangelischen in Viernheim um 1900 auf 300 angewachsen war, wurden erste Überlegungen für den Bau einer eigenen Kirche angestellt. Nach Plänen des Architekten Reinhardt Has aus Darmstadt wurde das Kirchengebäude errichtet und im Advent 1902 eingeweiht. An der Einweihung nahmen auch Vertreter der katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinde teil. In den Jahren 1914/1915 wurden das Pfarrhaus mit Mansarddach und Gauben und eine Schwesternstation als Anbau an Kirche und Turm nach Plänen des Architekten und Kirchbaumeisters Friedrich Pützer gebaut.

Im Jahr 1917 wurde zum 400. Reformationsjubiläum eine Luthereiche aus einem Setzling von Martin Luthers Grundstück in Wittenberg vor der Kirche gepflanzt. Mittlerweile ist der prächtige Baum ein Naturdenkmal.

1966 erhielt die Kirche ihren jetzigen Namen.

Für die evangelischen Einwohner im Westen der Stadt wurde 1968 ein Gemeindezentrum, die Christuskirche, errichtet. 1993 wurde die Gemeinde aufgeteilt; die Christuskirchengemeinde und die Auferstehungsgemeinde waren nun selbständig. In der Nordweststadt kam im Jahr 2000 noch die Friedenskirche Viernheim hinzu. Zum 1. Januar 2026 fusionierten beide Kirchengemeinden im Reformprozess ekhn2030 zur „Evangelischen Kirchengemeinde Viernheim“. Das Gemeindebüro befindet sich im Anbau. Die Evangelische Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Bergstraße in der Propstei Starkenburg der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Ausstattung Markant sind die beiden großen Fenster an der Südseite neben dem Eingang. Auf dem von innen gesehen rechten Fenster ist eine Lutherrose, auf dem linken Fenster das Wappen des schwedischen Königs Gustav Adolf abgebildet. Das Gustav-Adolf-Werk ermöglichte in den Anfängen den Bau der Auferstehungskirche.

Die Orgel mit 18 Registern wurde 1985 vom Orgelbaumeister Dieter Noeske aus Rotenburg an der Fulda gebaut.

Zum 100-jährigen Jubiläum 2002 gestaltete der Künstler Peter Schöffel aus Worms den Altarraum neu. Das rund sieben Meter hohe gebogene Kreuz aus einem Rohr ist durch einen Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja inspiriert: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen ...“ . Der Altar, durch den ein Riss durch den Kunststein eingedeutet ist, symbolisiert die Auferstehung.

Weblinks

Website im Dekanat Bergstraße Website der Kirchengemeinde Dehio-Portal bedeutender Baudenkmäler

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