Altencreußen (oberfränkisch: AltnkraissnJ. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 9. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „altnkraissn“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Prebitz im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Altencreußen liegt in der Gemarkung Prebitz.

Beschreibung Das Dorf Altencreußen besteht aus rund fünfzig Gebäuden, kleinere landwirtschaftliche Nebengebäude dabei mitgezählt. Es liegt auf Höhen zwischen etwa 490 und an der Kreisstraße BT 20, die nach Engelmannsreuth zur Staatsstraße 2120 (1,7 km westlich) bzw. nach Funkendorf führt (1,6 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Preußling (1,4 km nördlich).

Im Hofweiher am Westrand von Altencreußen entspringt der linke Oberlauf der 21 km langen Creußen, die das Dorf und seine nahe Umgebung südostwärts zur Haidenaab, Naab und damit zur Donau entwässert, während schon weniger als einen Kilometer weiter im Westen, Norden und Osten das Einzugsgebiet des Roten Mains angrenzt, der in den Main und dann in den Rhein fließt. Der Ort ist also von einem nördlichen Bogen der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Schwarzem Meer diesseits und Nordsee jenseits umschlungen, die nur an der Ostseite in Gestalt des Kamms auf dem bis hohen Funkenberg in der Natur deutlicher hervortritt.

Geschichte Der Ort wurde nach 1064/65 als „Crusa“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Es ist aber unklar, von welchem Wort es sich ableitet. In Frage kämen v. a. gruša (=Birne) und kružina (=Kreis im Sinne von Rundwall. Überreste einer solchen Burganlage gibt es in Altencreußen).J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 9f. In der Fraisch unterstand der Ort dem brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen. Von 1791/92 bis 1810 unterstand Altencreußen dem preußische Justiz- und Kammeramt Pegnitz. Im Ort waren die Herren von TannerG. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises., S. 224. und das bambergische Amt Waischenfeld begütert.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 71.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Altencreußen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Losau und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Prebitz zugewiesen.

Bau- und Bodendenkmäler In Altencreußen weisen Geländespuren auf das Schloss Altencreußen hin. Einziges Baudenkmal ist ein mittelalterlicher Kreuzstein. Seit der Flurbereinigung sind ein Feuerwehrhäuschen und ein Feuerleiterhäuschen neben der Quelle der Creußen technische Denkmale.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 81 106 108 87 100 80 87 51 62 52HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 14 14 13 13 12 12Quelle Dort als Altenkreusen aufgelistet.

Religion Altencreußen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Prebitz) Kategorie:Ersterwähnung 1064 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft