Das Diak Klinikum Landkreis Schwäbisch Hall (ehemals Diak Klinikum Schwäbisch Hall, Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall und Das Diak) ist ein Krankenhaus der Zentralversorgung in Schwäbisch Hall und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg mit 492 Planbetten in 23 Kliniken und Instituten.

Geschichte Das ursprüngliche Haus, heute Stammhausstraße 6, geht auf das Jahr 1886 zurück, als die Diakonissen am Ort ihre Arbeit begannen. Es gehörte zum Evangelischen Diakoniewerk Schwäbisch Hall, welches zum 1. April 2019 mit der Diakonie Neuendettelsau zum neuen Unternehmen Diakoneo fusionierte.

Das Diakonie-Krankenhaus gehörte bis zum 1. April 2019 zur Gesundheitsholding Schwäbisch Hall gGmbH mit dem Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall und dem Klinikum Crailsheim. auf der Website des Diakoniewerks (gesehen am 20. September 2008) Diese Gesundheitsholding war ein Unternehmen des Evangelischen Diakoniewerkes Schwäbisch Hall und des Landkreises Schwäbisch Hall. Die Gesundheitsholding hielt an ihren zwei Standorten 800 Betten vor und beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter. Das Evangelische Diakoniewerk Schwäbisch Hall hielt 74,9 % der Holdinganteile, der Landkreis Schwäbisch Hall 25,1 %. Pressearchiv der Website des Landkreises Schwäbisch Hall (gesehen am 5. November 2015) Eine Fusion oder weitergehende Zusammenarbeit mit den Kliniken des Hohenlohekreises mit dem Diakonie-Krankenhaus und den Kliniken des Kreises Schwäbisch Hall kam im Frühjahr 2006 nicht zustande. Einer der ausschlaggebende Gründe war der Streit um den künftigen Standort eines Klinik-Neubaus.

Im Jahr 2009 übernahm das Diakonie-Klinikum die Führung der Gaildorfer Klinik mit einem neu eingeführten ambulanten OP-Zentrum, Mitte des Jahres 2012 zog sich das Klinikum wieder zurück.

Mit der Eröffnung der neuen Bettenhäuser in 2018 befinden sich nun die meisten Normalstationen in neuen Räumlichkeiten. Die interdisziplinären Intensivstationen versorgt auf über 29 Bettplätzen im Altbau (Hochhaus) gegenüber des Zentral-OPs alle kritisch kranken Patienten. Die Kinderklinik ist ebenfalls in einem eigenen Neubau untergebracht, der räumliche Nähe zu den Hauptgebäuden aufweist.

Im Jahr 2024 entschied sich der Träger Diakoneo, sich sukzessive von seinen Krankenhäusern zu trennen und diese zu veräußern. Zum 1. Januar 2025 ging die Trägerschaft des Diak Klinikums von Diakoneo zum Landkreis Schwäbisch Hall über, der das Diak Klinikum samt zugehöriger Dienstleistungsgesellschaften, Gebäuden, Grundstücken sowie den MVZs übernahm. Damit ist der Landkreis nun kommunaler Träger der beiden Krankenhäuser in Schwäbisch Hall und Crailsheim.Link Pressebericht

Der Kreistag verabschiedete im Sommer 2025 die Aufnahme der Bauplanung für den weiteren Bauabschnitt, der geplant ca. 2035 bezogen werden soll. Zusätzlich wurden für sofortige Umbaumaßnahmen u. a. 4,5 Millionen für die Umgestaltung der Notaufnahme bewilligt.

Einrichtung Das Haus verfügt über 526 Planbetten. Im Jahr 2011 versorgte es 22.232 Patienten stationär. Das Haus ist in 22 Kliniken und Institute untergliedert. Als Schwerpunktversorger-Krankenhaus deckt es die Landkreise Schwäbisch Hall, Hohenlohe sowie anteilig die angrenzenden Landkreise mit ab.

Durch das Level-I-Perinatalzentrum mit ca. 1400 Geburten, das überregionale Traumazentrum, die onkologischen Schwerpunkte sowie ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung hat „Das Diak“ auch überregionale Bedeutung. Im Bereich Neuromedizin ist das Diak durch die Schlaganfallversorgung samt eigener Schlaganfalleinheit, interventioneller Thrombektomiemöglichkeit sowie der hauseigenen Neurochirurgie ebenfalls als Schwerpunkt- bis Maximalversorger aufgestellt.

Das Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall bildet jedes Jahr im klinischen sowie im kaufmännischen und sozialpädagogischen Bereich aus. Im klinischen Bereich werden die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Kinderkrankenpfleger, zum Operationstechnischen Assistenten (OTA), zum Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten (MTL), zum Medizinisch-Technischer Radiologieassistenten (MTRA) sowie zur Hebamme angeboten. Seit 2024 wird zudem eine Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) ermöglicht. Außerdem ausgebildet werden Kaufleute für Bürokommunikation, Fachinformatiker für Systemintegration, Erzieher, der Bachelor of Science an der Dualen Hochschule (Studiengang Medizinische Informatik) sowie der Bachelor of Arts an der Dualen Hochschule (Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement).

Leitung Werner Schmidt, Geschäftsführung Thomas Grumann, Klinischer Direktor Georg Schmitz, Kaufmännischer Direktor Claus-Georg Schmedt, Ärztlicher Direktor Thomas Wiesmann, Stv. Ärztlicher Direktor

Weblinks Geschichte

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen (Schwäbisch Hall) Schwäbisch Hall Kategorie:Unternehmensgründung 1886