Curt Otto Hugo Eduard Lauermann, alternative Schreibweise Kurt Lauermann (* 16. März 1892 in NeubrandenburgLandeshauptarchiv Schwerin, Taufregister Neubrandenburg St Marien; † 21. Januar 1977 in Deutschland), war ein deutscher Drehbuchautor und Schauspieler bei Bühne, Film und Fernsehen.
Leben und Wirken Lauermann entstammte einer alten Schauspielerfamilie. Sein Debüt gab er noch zur Kaiserzeit an einer Wanderbühne. Es folgten bis 1945 Festengagements in Berlin, Kassel, Essen, Bochum, erneut Berlin und schließlich Bromberg (bis 1944). Nach dem Zweiten Weltkrieg sah man Curt Lauermann zunächst an Berliner Spielstätten (vor allem Theater am Schiffbauer Damm, Hebbel-Theater und Berliner Theater). In seinen letzten aktiven Jahren war er freischaffend tätig.
Seit den frühen 1920er Jahren trat Curt Lauermann auch – zunächst in unregelmäßigen Abständen – vor Filmkameras, musste sich aber durchgehend mit kleinen Nebenrollen begnügen. Er spielte mal einen Boten und einen Setzer, mal einen Gerichtsbeamten oder ein Besatzungsmitglied eines Atlantikriesen, nach 1945 auch gravitätischere Figuren, vorwiegend aber (zumeist in Fernsehproduktionen) weiterhin den klassischen „kleinen Mann von der Straße“. 1967 erhielt Curt Lauermann eine Dauerrolle in der beliebten Arztserie Landarzt Dr. Brock. 1973 zog sich Lauermann ins Privatleben zurück.
Filmografie als Schauspieler, wenn nicht anders angegeben
1922: Der einzige Zeuge (nur Drehbuch) 1923: Der Wetterwart (nur Co-Drehbuch) 1925: Motor, Liebe, Leidenschaft (auch Drehbuch) 1927: Der König der Mittelstürmer (nur Co-Drehbuch) 1933: Bund der Sieben (Kurzfilm, auch Regie) 1935: Die lustigen Weiber 1935: August der Starke 1936: Spiel an Bord 1936: Schabernack 1936: Der Hund von Baskerville 1937: Togger 1937: Manege 1937: Zu neuen Ufern 1937: Der Tiger von Eschnapur 1938: Steputat & Co. 1940: Rumpelstilzchen 1949: Unser täglich Brot 1953: Die Prinzessin auf der Erbse 1954: Legende eines Lebens 1959: Ausflug mit Damen 1959: Macht der Finsternis 1960: Wir Kellerkinder 1961: Das Wunder des Malachias 1961: Aus Gründen der Sicherheit 1962: Jeder stirbt für sich allein 1962: Gabriel Schillings Flucht 1966: Die Ermittlung 1966: Standgericht 1967: Landarzt Dr. Brock 1970: Drei Tage bis Allerseelen 1971: Der verliebte Teufel 1972: Zu einem Mord gehören zwei 1973: Ein Fall für Goron 1973: Lokaltermin – Auf die Minute
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 963.
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