Illschwang ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Geografie Die Gemeinde liegt im Oberpfälzer Jura etwa 15 Kilometer westlich von Amberg und ca. 50 Kilometer östlich von Nürnberg.

Gemeindegliederung

Es gibt 32 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der Ort wurde erstmals im Jahr 1086 unter dem Namen Ilswank urkundlich erwähnt. Zunächst war er im Besitz des Klosters Kastl. Durch Markgraf Diepold III. von Vohburg wurde er 1118 dem Kloster Reichenbach geschenkt, das hier eine Propstei errichtete. Die Klosterzugehörigkeit dauerte bis zur Aufhebung des Klosters in der Säkularisation 1803 an. 1818 wurde durch das bayerische Gemeindeedikt die Gemeinde Illschwang gegründet.

Eingemeindungen Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurden am 1. Juli 1972 die Gemeinde Dietersberg und am 1. Juli 1976 die Gemeindeteile Bachetsfeld, Bodenhof und Schwand der aufgelösten Gemeinde Bachetsfeld eingegliedert. Am 1. Januar 1978 folgten die Gemeinden Augsberg, Teile der Gemeinde Angfeld sowie der Gemeindeteil Götzendorf der aufgelösten Gemeinde Götzendorf.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1591 auf 1985 um 394 Einwohner bzw. um 24,8 %. Am 31. Dezember 2008 zählte Illschwang 2130 Einwohner.

Religion Im Ort gibt es die Simultankirche St. Vitus (Veit). Illschwang zählt zu den neun Gemeinden im Nordwesten der Oberpfalz, in der die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist.Mariä Himmelfahrt: Kein Feiertag in neun Oberpfälzer Gemeinden, BR24, abgerufen am 15. August 2020.

Politik und Öffentliche Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang.

mini|St. Vitus in Illschwang

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Dieter Dehling (CSU-BV). Bei der Bürgermeisterwahl vom 15. März 2020 wurde er mit 74,82 % der Stimmen wiedergewählt. Bei den Wahlen 2026 erhielt er 72,3 % der Stimmen. auf zeitung.onetz.de, 10. März 2026, abgerufen am 13. März 2026

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Erste Bürgermeister. Bei der Gemeinderatswahl vom 15. März 2020 haben von den 1661 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Illschwang 1260 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 75,86 % lag.

Wirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze 2017 gab es in der Gemeinde 294 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 881 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 587 Personen größer als die der Einpendler. 19 Einwohner waren arbeitslos.

Landwirtschaft 2016 gab es 60 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 2161 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Bildung Es gibt eine Kindertageseinrichtung mit 85 genehmigten Plätzen und 62 angemeldeten Kindern (Stand 1. März 2018) und die Grundschule Illschwang mit 135 Schülern und sieben Lehrern (Schuljahr 2018/19).

Kultur und Sehenswürdigkeiten Illschwang ist ein vielfach prämiertes Dorf und erhielt 1990 den Bundespreis der Europa Nostra für eine mustergültige und nachhaltige Dorferneuerung. Eine internationale Jury verlieh Illschwang 1992 den Europäischen Dorferneuerungspreis. Das Ortsbild wird bestimmt durch die in Bayern einzigartige Simultanpfarrkirche St. Vitus bzw. St. Veit, die von Reichenbacher Mönchen im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Sie steht auf einem von weitem sichtbaren Hügel und ist von einer burgartigen Maueranlage umgeben.

mini|hochkant|Blick auf Illschwang

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Simultankirche St. Magdalena in Götzendorf und die barocke Simultankirche St. Margareth im Gemeindeteil Frankenhof.

Illschwang besitzt ein Freibad.

Verkehr Im Süden führt die Bundesautobahn 6 durch das Gemeindegebiet. Im Norden liegt die Staatsstraße St 2164 (Autobahnzubringer), welche die Kreisstraße AS1 kreuzt, die wiederum durch den Ort führt.

Persönlichkeiten Johann Joseph Berger von Siebenbrunn (1711–1756), Mediziner, Hof- und Leibmedikus des Kurfürsten von Bayern Pater Leo König SJ (* 11. Mai 1852 in Illschwang; † 19. April 1928 in Kalksburg/Österreich), Geschichtsforscher, Komponist, Professor Johann Christian Heinrich Seidel, evangelischer Pfarrer und Liederdichter (1743–1787) Franz Wehrl (1932–2010), römisch-katholischer Geistlicher und Professor für Kirchengeschichte

Weblinks

Gemeinde Illschwang

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Amberg-Sulzbach

Kategorie:Ersterwähnung 1086 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)