Limbach (fränkisch: LimbaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 131. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „limbɒ“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Limbach liegt in der Gemarkung Unteraltenbernheim.

Geografie Nördlich des Dorfes fließt der Wolfsgraben, ein rechter Zufluss des Steinbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Zenn ist. 0,5 km nördlich des Ortes liegt der Limbacher Ranken im Lenkersheimer Gemeindewald, 0,75 km westlich liegt das Waldgebiet Untreu, wo der Untreugraben entspringt, der ein rechter Zufluss des Wolfsgraben ist. 0,5 km östlich liegt der Kalkgraben, 0,75 km südlich liegt das Alte Eiche.

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt am Schafhof vorbei nach Hechelbach (2 km südöstlich), eine weitere führt nach Rappenau (2,5 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße NEA 17 bei Schußbach (1,3 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1294 als „Lympach“ erstmals erwähnt, als Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter auch Limbach, übereignete. Der Ort bestand ursprünglich aus drei großen Höfen. Zum Ort gehört die Einöde Schafhof, die 1509 erstmals erwähnt wurde.Siehe Website www.obernzenn.de Das Bestimmungswort des ursprünglichen Gewässernamens ist lint (ahd. für lind, sanft; aber auch Schlange, Viper) und beschreibt die Eigenschaft des Baches als sanft dahinfließend bzw. schlangenförmig.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 131 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Limbach mit Hörhof eine Realgemeinde. In Limbach gab es 12 Anwesen (2 Höfe, 4 Halbhöfe, 4 Drittelhöfe, 1 Sechstelhof, Schafhof, Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 111.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Limbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberaltenbernheim und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Oberaltenbernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Unteraltenbernheim umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 216. Am 1. Mai 1978 wurde Limbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 12: Fachwerkwohnstallhaus Haus Nr. 15: erdgeschossiges Wohnstallhaus um 1860 mit modern erneuerten Umfassungen; ansprechendes Giebelfachwerk, GiebelknaufH. K. Ramisch: Landkreis Uffenheim, S. 140. Häusernummerierung nicht mehr identisch mit der heutigen Nummerierung; Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 83 98 95 101 109 83 83 106 68 77 69HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 17 15 17 17 17 14 14 14Quelle Limbach: 89 Einwohner, 14 Häuser; Schafhof: 9 E., 1 H. Limbach: 89 Einwohner; Schafhof: 6 E. Limbach: 93 Einwohner; Schafhof: 8 E. Limbach: 104 Einwohner, 16 Wohngebäude; Schafhof: 5 E., 1 Wgb.

Religion Der Ort ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind nach St. Martin (Unteraltenbernheim) gepfarrt, die Katholiken nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Obernzenn Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1294