rahmenlos|hochkant=0.6|rechts|Wappen derer v. Dequede. mini|hochkant=0.5|Wappenvariante derer v. Dequede. Dequede, auch Degwede, Deckwede oder de Quede, ist der Name eines ursprünglich altmärkischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht entlehnt seinen Namen dem altmärkischen Stammgut Dequede. Im Jahr 1272 werden die Dequede erstmals urkundlich als altmärkisches Rittergeschlecht genannt.Joachim Stephan: Der hofgessenene Adel in den Vogteien Stendal und Tangermünde. In: Jiří Fajt, Wilfried Franzen, Peter Knüvener (Hrsg.): Die Altmark von 1300 bis 1600. Eine Kulturregion im Spannungsfeld von Magdeburg, Lübeck und Berlin. Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-106-8, S. 135. Seit den 1330er-Jahren wurde die Familie im Kreis Osterburg als Lehnsnehmer urkundlich genannt. Seit 1371 traten sie als Afterlehenleute der Herren von Alvensleben auf.Lieselott Enders: Die Altmark. Geschichte einer kurmärkischen Landschaft in der Frühneuzeit (Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts). 1. Auflage-2008; 2. Auflage, BWB-Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-8305-3699-4, S. 312, 314, 375, S. 588, 622, 627, 1169, 1179 u. Register: S. 1419. Später konnten sich die Dequede auch ins Havelland ausbreiten. Zahlreiche Angehörige bestritten in der preußischen Armee eine Offizierslaufbahn. Eines ihrer Hauptgüter war Deetz bei Bismark, etwa von 1448 bis 1805.

Angehörige Reiner von Dequede, († 1319) Bischof des Bistums Havelberg„Reiner von Dequede“ (GSN: 063-01521-001), In: N.F. Stift St. Nikolaus-245| AF I, Bistum Havelberg, In: Germania Sacra. Stand 11. August 2026. Balzer von Dequede († 1662), brandenburgischer Hof- und KammergerichtsratPeter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens. Zugleich Diss. FU-Berlin 1999; In: Veröffentlichungen aus den Archiven Preussischer Kulturbesitz-Beiheft. 8, Böhlau, Köln / Weimar / Wien 2001, ISBN 3-412-08300-3, S. 460. Georg Werner von Dequede († 1757), war preußischer Major und Generaladjutant des Prinzen von Preußen.

Die Zugehörigkeit des Vizelandmeisters des Deutschen Ordens in Preußen Ludwig von Queden († nach 1250) zur Familie Dequede ist umstritten. mini|hochkant=0.5|Denkmal f. Catharina Maria v. Dequede(n) m. Nennung d. Vaters Georg Wilhelm v. Dequede(n) auf Deetz. Wappen Das Wappen zeigt in Blau drei (2:1) doppelzinkige silberne Gabeln ohne Stiele. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken sieben von Schwarz und Silber wechselnde Straußenfedern. Eine Wappenvariante zeigt als Helmzier einen silber-gestülpten roten Hut, mit vier blauen und silbernen Federn besteckt.

Grablegen Nach Überlieferungen wurden Mitglieder der Familie wie Balzer von Dequede-Deetz, 1640 AbgeordneterHermann von Redern: Zur Geschichte der Familie von der Marwitz. Regesten, Stammtafeln und andere Materialien. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1879, S. 58. zur Coadjutorwahl in Sonnenburg, im Dom zu Havelberg bestattet. Ein weiteres Denkmal findet sich in St. Marien zu Stendal.

Literatur Horst Dequin: Das Lehen der Herren von Dequede zu Badingen und Deetz in der Altmark vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des Lehnswesens, In: Familienforschung in Mitteldeutschland. In den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. (FFM). 43 (2002), Heft 3, Helmut Scherer Verlag, Berlin Juli–September 2002, , S. 299–321. Horst Dequin: Quellen zur Geschichte der Herren von Dequede auf Badingen und Deetz in der Altmark. Badingen 2008. Otto Titan von Hefner, George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch – Neu-Auflagen(n), Bauer & Raspe-Emil Küster, Nürnberg: 3. Band, 2. Abteilung, 1. Band; Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute, Nürnberg 1878, S. 114., u. Tfl. 153. 3. Band, 2. Abteilung, 2. Band, 2. Teil; Der Preussische Adel: Nachträge u. Verbesserungen: Freiherren und Grafen, Nürnberg 1906, S. 48, u, Tfl. 39. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 2, Friedrich Voigt, Leipzig 1860, S. 352–353. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie, Band 1, Expedition Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 164 Samuel Lenz: Abhandlung von der Churmärkischen Familie der Herren von Dequede. In: Hallische Beiträge (Anzeigen), Halle 1751, St. 49, S. 836.Vgl. Samuel Lenz, In: Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Band 8, Verlag gerhard Fleischer jun., leipzig 1808, S. 151. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, Band 1, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 409

Quellen (Auszug) Archivportal-D: Siegfried (v.) Dequede in Deetz übereignet dem Markgrafen Friedrich d. J. von Brandenburg im Beisein der Zeugen Andreas Hasselmann, Dekan in Stendal und märkischer Kanzler, Johann, Propst in Neuendorf, Ritter Werner von der Schulenburg, Werner von Alvensleben, Arndt von Lüderitz, Vogt in der Altmark, Hans von Knesebeck, Marschall, Henning von Lüderitz, Kammermeister, und etliche Räte und Bürgermeister der Stadt Gardelegen u. a. seine gesamten Güter, Gnaden und Gerechtigkeiten in dessen Landen. BLHA: Das Lehen der Herren von Dequede zu Badingen und Deetz in der Altmark vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des Lehnswesen Landesarchiv Sachsen-Anhalt (L-S-A): A 23g, Nr. 721 Verkauf des Ritterguts zu Deetz von Dequede an den Rittmeister von Scheither, 1805 (Akte) [Benutzungsort: Magdeburg]

Einzelnachweise

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