Mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, „die mit ihrem Engagement das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken.“. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de, abgerufen am 24. Juni 2017. Verleiherin ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Verleihung erfolgt jährlich.
Der Preis verfolgt das Ziel, „die kritische Auseinandersetzung mit den kommunistischen Diktaturen zu fördern, den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft zu stärken sowie die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu festigen.“ Prämiert werden können als Projekte oder Werke „herausragende wissenschaftliche Arbeiten, literarische oder künstlerische Werke, innovative und lebendige Bildungsprojekte, Dokumentarfilme oder journalistische Arbeiten.“
Der Namensgeber Der Preis ist nach dem Journalisten und Publizisten Karl Wilhelm Fricke benannt. Der Preis wurde erstmals am 15. Juni 2017 als Aufarbeitungspreis vergeben und hieß danach „Karl-Wilhelm-Fricke-Preis“.
Der Spender Der Spender ist der Publizist, Mediziner und ehemalige Fluchthelfer Burkhart Veigel. Er „möchte, dass die Auseinandersetzung mit totalitären Regimen weitergeht. Der Preis soll deshalb nicht nur Anerkennung für herausragende Leistungen auf diesem Gebiet sein, sondern auch ein Anstoß, sich weiter mit diesen Themen zu beschäftigen.“Der Spender: Dr. Burkhart Veigel. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de, abgerufen am 23. Juni 2017.
Preisgeld Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiertLandesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA): In: thla-thueringen.de. 19. Juni 2017, abgerufen am 24. Juni 2017. und „soll zugleich die Fortführung der ausgezeichneten Arbeit ermöglichen“. Daneben wird seit 2018 ein mit 5.000 Euro dotierter Sonderpreis verliehen.
Seit 2021 wird außerdem ein Nachwuchspreis in Höhe von 3.000 Euro verliehen.Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2021. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de, abgerufen am 7. März 2022.
Preisträger 2017: Karl Wilhelm Fricke; Laudator: Rainer Eppelmann; Überreichender: Horst Köhler 2018: Beratungsstelle „Gegenwind“ (Berlin/Deutschland) sowie Initiative „Letzte Adresse“ (Russland) 2019: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e. V., Sonderpreise: Ines Geipel, Hartmut Büttner, Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik „Gerbergasse 18“ 2020: Freya Klier; Sonderpreise: Initiativgruppe Lager Mühlberg, Martin-Luther-King-Zentrum Werdau für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. – Archiv Bürgerbewegung, National Human Rights Museum in Taiwan 2021: Gerd Koenen; Sonderpreis: Website Dekoder.org – Russland entschlüsselndekoder.org. Abgerufen am 8. März 2022.; Nachwuchspreis: Projekt Oma Else: „Roadtrip zur Grenze. Urlaub und Leben im Sperrgebiet“Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2021. Die Preisträger. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de, abgerufen am 8. März 2022. 2022: Memorial International; Sonderpreis: Zeitschrift Osteuropa; Nachwuchspreis: Max Zarnojanczyk und Christian Hermann vom Podcast Horchpost DDR;Fricke-Preis für Memorial. In: FAZ.net. 2. Juni 2022, abgerufen am 16. Juni 2022. Überreichende: Kulturstaatsministerin Claudia Roth 2023: Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion; Sonderpreis: Doris Liebermann; Nachwuchspreis: Podcast „Rice and Shine“ 2024: Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis (Chemnitz); Sonderpreis: Peter Wensierski; Nachwuchspreis: Leonie Schöler 2025: Ilko-Sascha Kowalczuk; Sonderpreis: Neiße Filmfestival; Nachwuchspreis: Chemnitzer Initiative „(K)Einheit“
Jury Die Preisträger werden ab 2018 von einer prominent besetzten Jury ausgewählt. Der Jury gehören die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler, die Geschäftsführerin der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung Jacqueline Boysen, die ehemalige Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags Katrin Budde, die Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Anna Kaminsky, der Schriftsteller Marko Martin, die russische Menschenrechtlerin Irina Scherbakowa, sowie der Spender des Preises Burkhart Veigel an. Bei der Konstituierung der Jury zählte auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler zu ihren Mitgliedern.Die Jury. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de, abgerufen am 5. Februar 2026.
Weblinks Karl-Wilhelm-Fricke-Preis. In: bundesstiftung-aufarbeitung.de In: bundesstiftung-aufarbeitung.de
Sven Felix Kellerhoff: Mit K.o-Tropfen ausgeschaltet, in die DDR entführt. In: welt.de. 15. Juni 2017 Claudia van Laak: Karl Wilhelm Fricke erhält Preis für journalistisches Lebenswerk. In: deutschlandfunk.de. 15. Juni 2017 Karlen Vesper: Ja, hart sind die Zeiten. K. W. Fricke geehrt. In: nd – Journalismus von links. 17. Juni 2017
Einzelnachweise
Kategorie:Auszeichnung (Politik, Deutschland) Kategorie:Aufarbeitung der SED-Diktatur Kategorie:Erstverleihung 2017