Hedwig Schmitz, geborene Hedwig Stephan (* 15. Juni 1887 in Jüterbog, Deutschland; † 18. Februar 1976 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin bei Theater, Film und Fernsehen.

Leben und Wirken Die Tochter eines Schuhmachermeisters erhielt privaten Schauspielunterricht und startete anschließend eine Bühnenlaufbahn, die sie unter anderem nach Saarbrücken, Trier und Cottbus führte. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg wirkte die mit dem Schauspieler Hans Schmitz verehelichte Hedwig Schmitz an Bühnen in Hamburg (Kammerspiele und Thalia-Theater), derjenigen Stadt, die vor allem nach 1945 ihre feste Heimat werden sollte.

Nur während der deutschen Besatzung Frankreichs verließ sie die Hansestadt und trat mehrere Jahre lang am Deutschen Theater in Lille auf. Nach Kriegsende setzte Hedwig Schmitz ihre Theatertätigkeit am Thalia-Theater und an der Jungen Bühne Hamburgs fort. Seit 1948 kamen auch Angebote vom Film hinzu. 1953, mit dem Beginn des Fernsehzeitalters in der Bundesrepublik, war Hedwig Schmitz zugleich eine der ersten Künstlerinnen, die regelmäßig für dieses neue Medium arbeiteten.

Neben ihrer Tätigkeit auf der Bühne und vor der Kamera wirkte Hedwig Schmitz auch als Rundfunk- und Synchronsprecherin. Noch mit über 88 Jahren stand sie vor einer Filmkamera.

Hedwig Schmitz wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Grabstätte bei Kapelle 11 ist aber mittlerweile aufgelassen.

Filmografie 1948: Finale 1949: Schicksal aus zweiter Hand 1949: Gefährliche Gäste 1950: Die wunderschöne Galathee 1950: Des Lebens Überfluß 1950: Der Verlorene 1952: Der Kampf der Tertia 1953: Vergessene Gesichter 1953: Der Nächste, bitte 1954: Hin und her 1954: Vater braucht eine Frau 1954: Bergkristall 1956: Thérèse Raquin 1957: Ihr 106. Geburtstag 1957: Das Geheimnis 1958: Schwarze Seide 1958: Die begnadete Angst 1959: Affäre Dreyfus 1961: Der Bund der Haifische 1962: Der rote Hahn 1963: Stadtpark 1963–64: Hafenpolizei (zwei Folgen) 1966: Die rote Geldbörse 1967: Verbotenes Land 1969: Damenquartett 1969: Nachrichten aus der Provinz 1969: Ein Jahr ohne Sonntag 1970: Industrielandschaft mit Einzelhändlern 1972: Kleinstadtbahnhof (TV-Serie, eine Folge) 1976: Paule Pauländer

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1519.

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