mini|hochkant=1.9|Tower Bridge, Start und Ziel des Marathonlaufs Der Marathonlauf der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 wurde am 6. August 2017 in den Straßen der britischen Hauptstadt London ausgetragen und war der zweite Lauf des World Marathon Majors 2017/18.
Es siegte Rose Chelimo aus Bahrain. Silber gewann die zweifache Weltmeisterin (2011/2013) Edna Kiplagat aus Kenia. Bronze ging an die US-Amerikanerin Amy Cragg.
Strecke Der Start erfolgte auf der Tower Bridge, die auch der Zielpunkt war. Die Strecke führte vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Palace of Westminster, der St Paul’s Cathedral, dem Somerset House, der Guildhall, dem Monument to the Great Fire of London, der Bank of England und dem Tower of London. Die Hälfte der Route verlief durch die City of London und entlang der Themse im Bezirk City of Westminster.Marathon World Championship London 2017, Routenverlauf auf youtube.com, abgerufen am 5. März 2021
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord2:15:25 hLondon-Marathon, Großbritannien13. April 2003Track and Field Statistics, Records Progression - World Records, Women, Marathon, abgerufen am 14. Januar 2022Weltmeisterschaftsrekord2:20:57 hWM in Helsinki, Finnland14. August 2005 Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert.
Rekordverbesserung Es gab einen Landesrekord: 2:38:52 h – Dagmara Handzlik, Zypern
Ausgangssituation Viele der bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele zuletzt erfolgreichen Athletinnen waren hier am Start und bildeten den Kreis der Favoritinnen. Dazu gehörten die Äthiopierin Mare Dibaba als Weltmeisterin von 2015 und Olympiadritte von 2016, die Olympiazweite von 2016 und WM-Dritte von 2015 Eunice Kirwa aus Kenia, die kenianische Vizeweltmeisterin von 2015 Helah Kiprop sowie die Weltmeisterin von 2013 und WM-Fünfte von 2015 Edna Kiplagat, eine dritte Kenianerin.
Rennverlauf 6. August 2017, 14:00 Uhr Ortszeit (15:00 Uhr MESZ)
Der Streckenverlauf ließ keine Toppzeiten zu, aber dieser Wettbewerb gestaltete sich von Beginn an abwechslungsreich und spannend. Schon nach wenigen Kilometern setzte sich die Portugiesin Catarina Ribeiro vom Rest des Feldes ab, während eine große Zahl von Läuferinnen in einer Verfolgergruppe zusammenblieb. Nach fünf Kilometern betrug Ribeiros Vorsprung 23 Sekunden. Auch nach zehn Kilometern war die Portugiesin noch alleine vorn. Allerdings war der Abstand zu den Verfolgerinnen auf sechs Sekunden geschrumpft. Bald war Ribeiro eingeholt und wurde kurzzeitig Teil einer knapp vierzigköpfigen Führungsgruppe. Sie gab das Rennen später auf. Doch schon nach wenigen Kilometern gab es mit der Britin Alyson Dixon eine neue Spitzenreiterin, die sich mit einer leichten Temposteigerung von allen anderen absetzen konnte. Bei Kilometer fünfzehn hatte Dixon bereits 22 Sekunden herausgelaufen, bei Kilometer zwanzig führte sie mit 35 Sekunden Vorsprung. Die Gruppe mit den Verfolgerinnen wurde währenddessen kleiner. Nach 25 Kilometern waren es vierzehn Läuferinnen, die vierzehn Sekunden Rückstand auf Dixon hatten, der Abstand verringerte sich also wieder und bald wurde auch Dixon wieder gestellt.
Bei Kilometer dreißig führte Kiplagat die nun fünfzehnköpfige Spitzengruppe an. Auch nach weiteren fünf Kilometern waren immer noch vierzehn Läuferinnen zusammen, das Rennen ging jetzt in die entscheidende Phase. Auf dem Schlussabschnitt setzten sich mit Kiplagat, der Weltmeisterin von 2013, und Rose Chelimo aus Bahrain, der Olympiaachten von 2016, zwei Läuferinnen mit wenigen Sekunden ab. Ihnen folgten die US-Amerikanerin Amy Cragg und die Kenianerin Flomena Daniel und mit schon etwas größerem Rückstand die Äthiopierin Shure Demise, hinter der sich mit Eunice Kirwa aus Bahrain und Kiprop wiederum eine Zweiergruppe gebildet hatte. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich erst auf den letzten beiden Kilometern. Rose Chelimo hatte am Schluss die meisten Kräfte und schüttelte auch ihre letzte Gegnerin ab. Mit sieben Sekunden Vorsprung lief sie als neue Weltmeisterin durchs Ziel. Im Kampf um Platz zwei wurde es noch einmal spannend, denn Cragg und Daniel kamen Kiplagat noch einmal bedrohlich näher. Schließlich setzte sich Edna Kiplagat doch durch und rettete die Silbermedaille vor Amy Cragg. Die beiden kamen innerhalb einer Sekunde ins Ziel. Nur drei Sekunden hinter ihnen wurde Flomena Daniel Vierte. Die Abstände zu den nächsten Läuferinnen waren dann schon etwas größer. Auf Rang fünf kam Shure Demise ins Ziel vor Eunice Kirwa und Helah Kiprop. Die nächsten Plätze belegten Mare Dibaba und die Australierin Jessica Trengove. mini|hochkant=0.9|Weltmeisterin Rose Chelimo, Bahrain mini|hochkant=0.9|Vizeweltmeisterin Edna Kiplagat, Kenia mini|Bronzemedaillengewinnerin Amy Cragg, USA mini|hochkant=1.1|Eunice Kirwa, Bahrain – Rang sechs mini|hochkant=1.5|Helah Kiprop, Kenia – Rang sieben mini|hochkant|Mare Dibaba, – Rang acht mini|hochkant=0.9|Jessica Trengove, Australien – Rang neun mini|hochkant=1.1|Aselefech Mergia, Äthiopien – Rang zwölf mini|hochkant=0.9|Charlotte Purdue, Großbritannien – Rang dreizehn Zwischenzeiten Zwischenzeit-Marke Zwischenzeit Führende 5-km-Zeit 5 km 17:38 min Catarina Ribeiro – 49köpfige Verfolgergruppe 23 s zurück 17:38 min 10 km 35:35 min Catarina Ribeiro – 39köpfige Verfolgergruppe 6 s zurück 17:57 min 15 km 53:09 min Alyson Dixon – 35köpfige Verfolgergruppe 22 s zurück 17:34 min 20 km 1:10:30 h Alyson Dixon – 23köpfige Verfolgergruppe 35 s zurück 17:21 min 25 km 1:28:03 h Alyson Dixon – 14köpfige Verfolgergruppe 14 s zurück 17:33 min 30 km 1:45:52 h Edna Kiplagat mit 15köpfiger Gruppe 17:49 min 35 km 2:03:47 h Jessica Trengove mit 14köpfiger Gruppe 17:55 min 40 km 2:20:06 h Kiplagat / Chelimo – Cragg / Daniel 7 s zurück – Demise 24 s zurück – Kirwa / Kiprop 28 s zurück 16:19 min
Ergebnis Platz Athletin Land Zeit (h) Datei:Gold medal icon.svg Rose Chelimo 2:27:11 Datei:Silver medal icon.svg Edna Kiplagat 2:27:18 Datei:Bronze medal icon.svg Amy Cragg 2:27:18 4 Flomena Cheyech Daniel 2:27:21 5 Shure Demise 2:27:58 6 Eunice Kirwa 2:28:17 7 Helah Kiprop 2:28:19 8 Mare Dibaba 2:28:49 9 Jessica Trengove 2:28:59 10 Berhane Dibaba 2:29:01 11 Serena Burla 2:29:32 12 Aselefech Mergia 2:29:43 13 Charlotte Purdue 2:29:48 14 Eva Vrabcová-Nývltová 2:29:56 15 Kim Hye-gyong 2:30:29 16 Mao Kiyota 2:30:36 17 Yuka Andō 2:31:31 18 Alyson Dixon 2:31:36 19 Helalia Johannes 2:32:01 20 Sinead Diver 2:33:26 21 Marta Esteban 2:33:37 22 Fate Tola 2:33:39 23 Izabela Trzaskalska 2:35:03 24 Milly Clark 2:35:27 25 Anne-Mari Hyryläinen 2:35:33 26 Inés Melchor 2:35:34 27 Risa Shigetomo 2:36:03 28 Filomena Costa 2:36:42 29 Jo Un-ok 2:36:46 30 Beata Naigambo 2:37:24 31 Ilona Marhele 2:37:40 32 Rosa Chacha 2:37:50 33 Claire McCarthy 2:38:26 34 Lim Kyung-hee 2:38:38 35 Dagmara Handzlik 2:38:52 36 Katarzyna Kowalska 2:39:39 37 Lindsay Flanagan 2:39:47 38 Kim Seong-eun 2:39:52 39 Katharina Heinig 2:39:59 40 Mapaseka Makhanya 2:40:15 41 Lonah Chemtai Salpeter 2:40:22 42 Wiktorija Poljudina 2:40:28 43 Tracy Barlow 2:41:03 44 Darja Mychajlowa 2:41:29 45 Vaida Žūsinaitė 2:41:44 46 Paula González Berodia 2:42:47 47 Rutendo Nyahora 2:42:53 48 Tetjana Wernyhor 2:43:12 49 Wilma Arizapana 2:43:13 50 Lavinia Haitope 2:44:02 51 Tarah Korir 2:44:30 52 Galbadrachyn Chischigsaichan 2:44:48 53 Anita Kažemāka 2:44:49 54 Choi Kyung-sun 2:45:46 55 Dailín Belmonte 2:46:15 56 Sara Ramadhani 2:46:23 57 Bojana Bjeljac 2:46:46 58 Bajartsogtyn Mönchdsajaa 2:46:59 59 Jenna Challenor 2:47:22 60 Lisa Ring 2:48:39 61 Carmen Toaquiza 2:48:45 62 Rosa Godoy 2:49:30 63 Maor Tiyouri 2:49:45 64 Monika Athare 2:49:54 65 Liu Qinghong 2:52:21 66 Julija Andrejewa 2:53:17 67 Liliana Dragomir 2:53:30 68 Mayada Al-Sayad 2:54:58 69 Matea Matošević 2:55:06 70 Dayna Pidhoresky 2:56:15 71 Gloria Privileggio 2:57:06 72 Angela Brito 2:58:21 73 Jelena Nanasjaschwili 2:58:32 74 Fortunate Chidzivo 2:58:51 75 Teodora Simović 2:59:01 76 Nikolina Stepan 2:59:43 77 María Grazzia Bianchi 3:04:11 78 Marisa Casanueva 3:05:03 Cao Mojie Fadime Suna Çelik Kenza Dahmani Hsieh Chien-ho Wiktorija Chapilina Kim Hye-song Yolimar Pineda Ourania Rembouli Catarina Ribeiro Magdalena Shauri Paula Todoran Hiruni Wijayaratne Louise Wiker Yelena Dolinin
Video Woman Marathon London World Championships 2017, youtube.com, abgerufen am 11. Dezember 2018
Weblinks und Quellen World Championships London (Olympic Stadium) (englisch), abgerufen am 5. März 2021 Women Marathon Athletics XVI World Championship 2017 London (GBR), todor66.com (englisch), abgerufen am 5. März 2021 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Women Marathon, London 2017, S. 296 (PDF; 10,3 MB), englisch, abgerufen am 5. März 2021 Resultate Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017, leichtathletik.de, abgerufen am 5. März 2021 Berichte zu den Weltmeisterschaften 2017, leichtathletik.de, abgerufen am 5. März 2021
Einzelnachweise
Marathon der Frauen Kategorie:World Marathon Majors 2017 Kategorie:Laufveranstaltung im Vereinigten Königreich Kategorie:Frauenleichtathletikwettbewerb Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in London Kategorie:Marathonlauf