Borbath ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Borbath liegt in der Gemarkung Eckenberg.
Geografie Durch das Dorf fließt ein namenloser linker Zufluss der Mittleren Aurach. 0,5 km westlich des Ortes erhebt sich der Kaisersberg (), 0,5 km nordwestlich liegt das Breitenfeld, im Osten das Schneckenfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckenberg (1,7 km nordöstlich) bzw. die Staatsstraße 2244 kreuzend nach Leitsmühle (0,9 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1174 als „Vorbeten“ erstmals schriftlich erwähnt.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 92. Im Jahre 1740 wurde der Ort „Porbert“ genannt.G. P. Hönn: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises, S. 284.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Borbath 14 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Hagenbüchach. Grundherren waren das Fürstentum Bayreuth: 11 Anwesen, das Vogtamt Hagenbüchach: 2 Halbhuben, 2 Halbhöfe, 1 Gut, das Klosteramt Münchaurach: 2 Güter, 2 Gütlein, das Klosteramt Frauenaurach: 1 Gut, das Kastenamt Neustadt an der Aisch: 1 Sölde, die Herrschaft Wilhermsdorf: 1 Haus und die Siechkobelstiftung St. Jobst der Reichsstadt Nürnberg: 1 Gut, 1 Sölde.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 83.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Borbath dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberreichenbach zugeordnet. Es gehörte der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Eckenberg an. Die freiwillige Gerichtsbarkeit über ein Anwesen hatte bis 1839 das Patrimonialgericht Wilhermsdorf.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 199. Am 1. Januar 1972 wurde Borbath im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Emskirchen eingemeindet.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 4: ursprünglich eingeschossiges Wohnstallhaus, Wohnteil aufgestockt; Quadersockel, Ecklisenen; Im Türsturz „18 A“(?) „L 31“R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 36. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 15: zugehörige Scheuer mit hohem Satteldach, konstruktives Fachwerk, profiliertes Holztraufgesims; Westseite rundbogige Kellertür, im Bogen „18 IAK“(ersch) „B“(aum) „11“
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019Einwohner 115 117 128 103 102 97 94 140 83 87 76 87HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 17 18 17 17 17 17 18 20 Quelle
Religion Borbath ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Emskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1174