Elgersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Elgersdorf liegt in der Gemarkung Gunzendorf.

Geografie Westlich des Dorfes entspringt das Erlachbächlein, ein rechter Zufluss der Mittleren Aurach. Nordwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Hühnerleite, nordöstlich Reutern. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gunzendorf (1,7 km nördlich) bzw. zur Kreisstraße NEA 8 bei Hagenbüchach (0,7 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt ebenfalls zur NEA 8 beim Brandhof (0,3 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde vor 1430 als „Elgelstorff“ erstmals urkundlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Elgersdorf sieben Anwesen (2 Höfe, 5 Güter). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg. Alle Anwesen hatten das St. Klara-Klosteramt als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 93.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Elgersdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Emskirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Emskirchen an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Elgersdorf in die neu gebildete Ruralgemeinde Gunzendorf umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 200. Am 1. Januar 1972 wurde Gunzendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Emskirchen eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 7: eingeschossiges Wohnstallhaus, im Sturz der Haustür „17 IBKM 75“; rückwärtiger Giebel konstruktives Fachwerk, zwei DachgeschosseR. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 59 f. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 12: eingeschossiges Wohnstallhaus, Ecklisenen, Gurtband, profiliertes Holztraufgesims mit Steinanfängern; zwei Dachgeschosse; im Keilstein der Haustür „MM“(ader) „1801“, Keilstein der Stalltür glatt; zwei nachträgliche Giebelgauben Haus Nr. 13: Wohnstallhaus Haus Nr. 25: Bahnwärterhaus Steinkreuz

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 91 103 95 106 124 104 98 141 113 82 98 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 15 15 18 13 17 19 26Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.

Persönlichkeiten Georg Wilhelm Schönleben (1853–1911), Landwirt und Landtagsabgeordneter (Bayerischer Bauernbund)

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Emskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung im 15. Jahrhundert