Flugshof ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Flugshof liegt in der Gemarkung Schauerberg.

Geografie Durch das Dorf fließt der Flugsbach, einem linken Zufluss der Mittleren Aurach. Im Nordwesten liegt das Waldgebiet Gauling, im Süden das Flurgebiet Jagdsäule, 0,5 km im Norden erhebt sich die Winterleite (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bottenbach (1,6 km nordwestlich) bzw. nach Emskirchen zur Staatsstraße 2244 (1,1 km östlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neuschauerberg zur St 2244 (1 km südöstlich) und nach Riedelhof (0,8 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1356 als „Nider Bottenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Die weitere Entwicklung des Ortes ist unbekannt. 1730 bestand dieser nur noch aus einem Einzelhof, der durch die Ansiedlung von französischen Hugenotten zum Weiler erweitert wurde.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 32.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 156.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Flugshof 4 Anwesen (3 Güter, 1 Halbgütlein). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kasten- und Jurisdiktionsamt Emskirchen.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 96.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Flugshof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Emskirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Emskirchen an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Schauerberg umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 205. Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, wurde Schauerberg nach Emskirchen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 62 69 65 75 74 50 50 92 74 67 67HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 11 11 10 9 11 10 16Quelle Dort als Fluchshof aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Emskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1356