mini|Kinga Tóth (2025) Kinga Tóth (geboren 1983 in Sárvár) ist eine ungarische Lyrikerin und Performancekünstlerin. Sie schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch.
Leben und Werk Kinga Tóth ist studierte Sprachwissenschaftlerin. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit unterrichtet sie Deutsch und deutsche Literatur. Sie arbeitet auch journalistisch und als Lektorin. In ihrem künstlerischen Schaffen arbeitet sie häufig spartenübergreifend. So trägt sie ihre lyrischen Texte häufig mit Soundunterstützung vor, hat einige ihrer Gedichtbände selbst illustriert und ist Songschreiberin und Frontfrau des Tóth Kína Hegyfalu-Projekts. Auch für die Musikprojekte 33 astral bodies und Tuning Ballerina war sie als Sängerin und Texterin tätig. Im Frühjahr 2025 trat sie auf dem Extreme-Metal-Album Metallschädel des Rappers Schwartz als Sängerin in Erscheinung.
Tóth schreibt in den Sprachen Englisch, Deutsch und Ungarisch und hat neben Gedichten auch Kurzgeschichten und Theaterstücke verfasst. Sie tritt mit ihren Performances international auf Festivals und Buchmessen auf. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 nahm sie auf Einladung von Brigitte Schwens-Harrant teil und las den Text OstblockMädl, mit dem sie den Kelag-Preis gewann. Der Vortrag kombinierte eine polyphone und mehrsprachige Anlage mit Elementen der Performance, darunter Soundeffekte, mit Kieselsteinen erzeugte Geräusche und Gesang. Inhaltlich griff der Text öffentliche Sprache, Straßensprache und migrantische Perspektiven ungarischer Einwanderer im Grenzraum zwischen Österreich und Ungarn sowie zwischen Stadt und Land auf.
Sie ist Mitglied des József-Attila-Kreises für junge Schriftsteller.
Ihr Gedichtband MARIAMACHINA erschien 2026 in deutscher Sprache bei Matthes & Seitz Berlin.
Preise und Stipendien 2013: Stipendium der Akademie Schloss Solitude 2014: Havirov art residency, Czech Republic, Visegrad Project; Literaturpreis Móricz Zsigmond 2016: Gast der Goldsmith University, London; Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendium der Stadt Jena; BOSCH-Solitude-Wimmelforschung Art Program; GEDOK Kunst Stipendium Lübeck 2017: Bestes Lyrikdebüt, Haus für Poesie, Berlin; Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin 2018: Grazer Stadtschreiberin 2019: Atelierstipendium der Landis & Gyr Stiftung, Zug (Schweiz) 2020: Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis 2021: Poet-in-Residence Villa Waldberta / Stiftung Lyrik Kabinett (München) 2026: Ingeborg-Bachmann-Preis, Kelag-Preis für OstblockMädl
Veröffentlichungen
Zsúr. Gedichte mit Illustrationen. Prae Kiadó, Ungarn 2013 Allmaschine. Gedichte. Akademie Schloss Solitude, Stuttgart 2014 All Machine. Gedichte. Magvető Kiadó, Ungarn 2014 Wir bauen eine Stadt. Gedichte, Grafik, Fotos. Parasitenpresse, Köln 2016 Village 0-24. Gedichte, Grafik und Soundkunst. Melting Books Publisher 2016 Party. Gedichte mit Illustrationen. Bird LCC Publishing House, USA 2017 Party. Gedichte und Zeichnungen. Parasitenpresse, Köln 2019 Maislieder. Gedichte mit Grafiken der Autorin und Christian Thanhäuser. Edition Thanhäuser, Ottensheim 2019. ISBN 978-3-900986-97-1 Mondgesichter. Gedichte. Rohstoff Verlag, Berlin 2022. ISBN 978-3-7518-7005-4. MARIAMACHINA. Gedichte. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2026. ISBN 978-3-7518-1077-7
Weblinks
Website der Künstlerin
Einzelnachweise
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