mini|hochkant|Uschi Elleot (1925) Uschi Elleot, gebürtig Olga Margarete Lucia Toelle (* 18. April 1899 in BerlinStandesamt Berlin IVa, Geburtsurkunde Nr. 354 vom 25. April 1899Quelle: Antrag auf Einbürgerung, Declaration of Intention Nr. 88393, ausgestellt in San Francisco am 11. Mai 1934, ancestry.com; † Juni 1975Lucia Drew auf deathfigures.com. in New York CityQuelle: Sterbeindex der Sozialversicherung, ausgestellt auf Lucia Drew, ancestry.com.), war eine deutsche Stummfilmschauspielerin, Theaterschauspielerin und Sängerin.
Leben und Wirken Ihre Eltern waren der Ingenieur Rudolph Carl Toelle und Rosalie Toelle, geb. Wernicke. Lucia Toelle war die jüngere Schwester von Carola Toelle. Als Künstlername wählte sie die rückwärts gesprochene Version ihres Familiennamens. Mit Hilfe ihrer Schwester, die sie dem Regisseur Nils Chrisander vorstellte, gelang Uschi Elleot 1919 der Einstieg ins Filmgeschäft. Chrisander besetzte Elleot kurz hintereinander in drei seiner Inszenierungen, woraufhin sie auch andere Regisseure verpflichteten. Zeitgleich trat Uschi Elleot auch in Musiktheaterinszenierungen auf, so beispielsweise 1921 in Ernst Steffans Operette Das Milliardensouper am Berliner Theater, wo sie Ralph Arthur Roberts und Hilde Wörner zu Partnern hatte.
Sie war von 1916 bis 1927 mit dem Dirigenten und Komponisten James Siegfried Nicklass (* 1886 Wien; † 1941 Los Angeles) verheiratet.Standesamt Berlin-Friedenau, Heiratsurkunde Nr. 85 vom 5. Juni 1916. Der Sohn der bekannten Sängerin Selma Nicklass-Kempner nannte sich in den USA Niclas Kempner Uschi Elleot zog sich bereits Mitte der 1920er Jahre aus dem Filmgeschäft zurück. Stattdessen trat sie nunmehr als Sängerin in Erscheinung. So spielte sie in der Theater-Saison 1928/29 neben Fritzi Massary in der Operette Die lustige Witwe im Metropol-TheaterPremieren-Anzeige in: Vossische Zeitung, Morgen-Ausgabe, 25. Dezember 1928, S. 19 und besang mit ihrem Bühnenpartner Walter Jankuhn eine Schallplatte mit einem Lied aus der Operette.Halt still. Mit Chor und Orchester des Metropol-Theaters unter Ernst Hauke. Electrola EH 250 vom 12. Januar 1929
Am 11. Oktober 1933Lucia Toelle auf ancestry.com. betrat sie, aus Bremen kommend, in New York erstmals US-amerikanischen Boden. Lucia Toelle heiratete dort Gert von Gontard und übersiedelte mit ihm nach Kalifornien. Im Dezember 1939 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin. Nach der Scheidung (ca. 1944) hielt sie sich in Brasilien auf, wo sie als Lucia Margaret Drew lebte.Einwanderungs- und Reisedokumente auf ancestry.com. Sie kehrte Anfang der 1960er Jahre nach New York zurück, wo sie 1975 verstarb.
Filmografie 1919: Das Gelübde der Keuschheit 1919: Die weißen Rosen von Ravensberg 1920: Sieger Tod 1920: Der Vampyr 1920: Schwarzwaldmädel 1920: Gentlemen-Gauner 1921: Gelbstern 1921: Der Spielmann 1921: Du bist das Leben 1921: Das Handicap der Liebe 1922: Der Roman einer Halbweltdame 1922: Die Lüge eines Sommers 1922: Uschis erste Liebe 1922: Marie Antoinette 1923: Bohème 1923: Frau Schlange 1924: Lord Reginalds Derbyritt 1924: Ein Traum vom Glück 1925: Heiratsschwindler 1925: Die vertauschte Braut 1925: Die vom Niederrhein (2 Teile)
Literatur Hans Richter (Hrsg.): Filmstern 1922. Berlin 1921/22. S. 24
Einzelnachweise
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