Pinnow ist eine Gemeinde östlich der Landeshauptstadt Schwerin. Sie wird vom Amt Crivitz mit Sitz in Crivitz verwaltet.

Geografie Pinnow liegt in der Nähe des Ostufers des Schweriner Sees, östlich des Pinnower Sees und westlich der Warnow. Im Gemeindegebiet befinden sich mit dem Pinnower Kiessee und einem Kiessee bei Pinnow Ausbau, die durch Kiesabbau entstanden sind, zwei weitere große Gewässer. Durch Pinnow fließt die Bietnitz, weitere Fließgewässer sind neben der Warnow im Osten auch der Mühlenfließ im Norden. Im Gemeindegebiet Pinnow gibt es das Naturschutzgebiet Trockenhänge am Petersberg beidseits des Flugplatzes Pinnow. Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet erreichen .

Umliegende Städte sind Schwerin und Crivitz. Zu Pinnow gehören die Ortsteile Godern, Neu Godern und Petersberg.

Geschichte Pinnow wurde im Jahr 1265 erstmals als Pinnowe urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom altslawischen Wort pĭnĭ für Baumstamm ab und bedeutet Ort, wo Baumstämme sind oder Waldort.Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, , S. 3–168, hier S. 104. Im Jahr 1315 fiel Pinnow an das Kloster Rehna. Im 14. Jahrhundert entstand die Kirche als frühgotischer Backsteinbau. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges brannte Pinnow ab und wurde zur Wüstung. Von diesem Rückschlag erholte sich die Gemeinde nur sehr langsam. Von 1815 bis 1918 gehörte Pinnow zum Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, von 1919 bis 1933 zum Freistaat Mecklenburg-Schwerin und von 1934 bis 1952 zum Land Mecklenburg. Nach 1952 kam Pinnow zum Kreis Schwerin-Land im Bezirk Schwerin und 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern. Am Südostufer des Pinnower Sees entstand in den 1950er Jahren eine ausgedehnte Wochenendsiedlung. Nahe Petersberg entstand der Sportflugplatz. Durch die Nähe zur Landeshauptstadt Schwerin und die landschaftlich schöne Lage entstanden nach 1990 mehrere große Wohngebiete im Dorf.

Zum 1. Januar 2012 wurde Godern nach Pinnow eingemeindet.

Bevölkerung Jahr Einwohner 1990 450 1995 1127 2000 1720 2005 1643 2010 1524 2015 1933 Jahr Einwohner 2020 2028 2021 2025 2022 2005 2023 2011 2024 2013

Stand: 31. Dezember des jeweiligen JahresStatistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Statistischer Bericht. Bevölkerungsstand. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Pinnow besteht aus 12 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 Offene Liste Godern und Pinnow 30,9 % 4 52,5 % 7 Wählergemeinschaft Pinnow (WGP) 39,6 % 5 19,6 % 2 CDU 18,0 % 2 17,9 % 2 Aktive Wählergemeinschaft für Godern und Pinnow 11,4 % 1 10,1 % 1 Insgesamt 100 % 12 100 % 12

Bürgermeister 2004–2020: Andreas Zapf seit 2024: Günter Tiroux

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 wurde Zapf mit 68,9 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 Er trat zum 31. Dezember 2020 von seinem Amt zurück.

Am 30. Mai 2021 wurde Tiroux mit 77,6 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 30. Mai 2021 Am 9. Juni 2024 wurde er mit 64,2 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 Seine Amtsdauer beträgt fünf Jahre.Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern § 37 (3)

Wappen

Flagge Die Gemeinde verfügt über keine amtlich genehmigte Flagge. (PDF).

Dienstsiegel Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE PINNOW“.

Sehenswürdigkeiten und Kultur mini|Mühlensee in Godern miniatur|Dorfkirche Pinnow → Siehe auch Liste der Baudenkmale in Pinnow (bei Schwerin)

Pinnower See und Mühlensee Petersberg (Petermännchenberg) Ensemble Dorfkirche, Alte Schule, Pfarrhaus Gotische, einschiffige Backsteinkirche vom 14. Jahrhundert; Turm nur als Unterbau aus Feldstein mit Walmdach, Nordanbau in Fachwerk; im Innern flache Holzdecke, gotischer Schnitzaltar von um 1500, Kanzelreste von 1592; Sanierung von um 1913 mit neugotischen Elementen

Kino in Pinnow ist eine Veranstaltungsreihe im Gemeindezentrum des Programmkinos des mobilen Kinos Filmklub Güstrow mit dem Kultur- und Heimatverein Pinnow. Der Verein ist Mitglied der regionalen Vertretung des Landesverbandes Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern.

Verkehr Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 321. Über sie ist der Ort über die Bundesautobahn 14 (Anschlussstelle Schwerin-Ost) zu erreichen.

In der Nähe des Ortes befindet sich ein Flugplatz.

Sport Pinnow verfügt über mehrere Sportvereine: SV Petermännchen Pinnow (Fußball, Tischtennis, Volleyball, Gesundheitssport) TC Pinnow (Tennis) Fliegerclub Schwerin/Pinnow (Fliegen)

Film 1983 wurden Teile des DEFA-Films Taubenjule (Regie: Hans Kratzert) in Pinnow gedreht.

Weblinks

Website der Gemeinde Pinnow

Quellen

Kategorie:Ort im Landkreis Ludwigslust-Parchim Kategorie:Ersterwähnung 1265