Wiartel () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Pisz (Stadt- und Landgemeinde Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg) gehört.

Geographische Lage Wiartel liegt am Südufer des Großen Wiartelsees () im Norden der Johannisburger Heide (polnisch Puszcza Piska), zehn Kilometer südwestlich der Kreisstadt Pisz (). mini|Blick auf Wiartel am Jezioro Wiartel mini|Dorfstraße in Wiartel

Geschichte Das Dorf Wiartel mit einer eineinhalb Kilometer südöstlich gelegenen FörstereiDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Wiartel wurde im Jahre 1700 mit zwölf Morgen als Schatullsiedlung gegründet.Groß Wiartel/Klein Wiartel - Wiartel bei Familienforschung Sczuka Einbezogen war die ein Jahr früher entstandene Ortschaft Klein Wiartel ().

Der Ort gehörte zum Kreis Johannisburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen. Von 1874 bis 1945 war die Landgemeinde Wiartel in den Amtsbezirk Breitenheide eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Breitenheide

In den Jahren 1903 bis 1907 wurde der Namenszusatz Groß abgeschafft. Zu der Landgemeinde gehörte neben (Groß) Wiartel und Klein Wiartel auch der Ort Pieczisko ().Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1907, S. 114/115.

Die Zahl der Einwohner Wiartels belief sich im Jahre 1910 auf 230, stieg bis 1933 auf 260 und betrug 1939 bereits 270.

Im Jahre 1945 kam in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Davon war nun auch Wiartel betroffen, dessen deutsche Namensbezeichnung mit der polnischen Form konform geht. Das Dorf ist heute Sitz eines SchulzenamtesSołtysi w Gminie Pisz () und als solches eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Pisz (Johannisburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seitdem der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 belief sich die Zahl der Einwohner auf 230.Wiartel bei Polska w liczbach

Kirche mini|Die katholische St.-Maximilian-Kolbe-Kirche in Wiartel mini|Wartehäuschen der Bushaltestelle in Wiartel Bis 1945 war (Groß) Wiartel in die evangelische Kirche JohannisburgWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 491 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche in Johannisburg im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute besteht in Wiartel eine eigene römisch-katholische Pfarrgemeinde,Parafia Wiartel deren zwischen 1995 und 1998 erbaute Pfarrkirche Maximilian Kolbe gewidmet ist. Die Pfarrei ist Teil des Dekanats Pisz im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen.

Die evangelischen Einwohner orientieren sich zur Kreisstadt Pisz, deren Kirchengemeinde zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehört.

Schule Wiartel ist seit 1739 ein Schulort.

Verkehr Wiartel liegt an einer Nebenstraße, die von Ruciane-Nida (Rudczanny/Niedersee-Nieden) über Szeroki Bór (Breitenheide) und Wielki Las (Wielgilasz, ab 1905: Tannenheim) nach Łacha in der Woiwodschaft Podlachien führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht. Wiartel ist an das Omnibusnetz der Region angeschlossen.

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Einzelnachweise

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