mini|250px|Hemmerichstraße 8 in Bad Kissingen
Das Gebäude Hemmerichstraße 8 in der Hemmerichstraße in Bad Kissingen, der Großen Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Bad Kissingen, gehört zu den Bad Kissinger Baudenkmälern und ist unter der Nummer D-6-72-114-302 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.
Geschichte mini|Stolpersteine vor dem Gebäude in der Hemmerichstraße 8 in Bad Kissingen Die Villa mit einer Laube aus Gusseisen entstand um das Jahr 1875. Der Walmdachbau besteht – typisch für Unterfranken und wie mehrere Anwesen in Bad Kissingen – aus unverputztem Rotsandstein. In Verbindung mit dieser schlichten Bauweise steht der gusseiserne Balkonaufbau.
In der Zeit des Nationalsozialismus waren vier Bewohner des Anwesens von Verfolgung betroffen. Die Geschwister Carola Manasse (geb. Kissinger), Else Kissinger, Emma Kissinger und Siegfried Kissinger wurden nach Riga (Carola Manasse), in das Ghetto Izbica (Else Kissinger) beziehungsweise in das KZ Treblinka (Emma Kissinger und Siegfried Kissinger) deportiert. Der genaue Todesort und -zeitpunkt ist bei allen vier Geschwistern unbekannt. An sie erinnern vor dem Anwesen befindliche Stolpersteine.
Siehe auch Jüdische Gemeinde Bad Kissingen Liste der Stolpersteine in Bad Kissingen
Literatur Hans-Jürgen Beck, Rudolf Walter: Jüdisches Leben in Bad Kissingen. Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 1990,
Weblinks
Carola Manasse, geb. Kissinger. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de Else Kissinger. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de Emma Kissinger. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de Siegfried Kissinger. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Bad Kissingen Kategorie:Villa in Bad Kissingen Kategorie:Bauwerk des Historismus in Bad Kissingen Hemmerichstrasse 8 Kategorie:Judentum in Bad Kissingen