Walter Bertram (* 1901 in Würzburg; † 1993 in Mitterfelden) war ein deutscher Maler und Denkmalpfleger.

Leben mini|Weilheimer Rathaus Walter Bertram, der sich bei seiner Immatrikulation an der Münchner Kunstakademie zum Wintersemester 1921/22 noch „Walther“ schrieb,Digitalisat des Matrikelbuchs. Bertram scheint dieser Schreibweise auch treu geblieben zu sein, wird aber in vielen Quellen, unter anderem auch in der DNB, als „Walter Bertram“ geführt. betätigte sich vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren als Monumentalmaler. Er war z. B. zusammen mit dem Bildhauer Jakob Rupp und dem Maler Alfons Epple an der Ausschmückung des 1935 eingeweihten neuen Rathauses in Weilheim in Oberbayern beteiligt.Luca von Prittwitz, Das Weilheimer Rathaus feiert Geburtstag, 15. November 2016 auf www.merkur.de

Bertram stattete aber auch Gotteshäuser mit Gemälden aus, so beispielsweise die Pfarrkirche St. Josef in Waldfischbach.Bilder aus der Kirche auf www.kath-pfarrei-waldfischbach.de

1940 schuf er Wandmalereien in der Apsis und Altäre für die Münchner Pfarrkirche Maria Heimsuchung, die 1933/34 gebaut worden war.Pfarrkirche Maria Heimsuchung auf www.s362930573.online.de

Bertram orientierte sich wie seine Zeitgenossen Josef Bergmann, Ludwig Magnus Hotter und Oskar Martin Amorbach an der neusachlichen Malerei.Bernd Feiler, Der Blaue Reiter und der Erzbischof. Religiöse Tendenzen, christlicher Glaube und kirchliches Bekenntnis in der Malerei Münchens von 1911 bis 1925, Diss. München 2002, S. 284 (Digitalisat)

Von 1945 bis 1966 war Bertram, der zeitweise als Landeskonservator im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege arbeitete, „der dominierende Mann in der kirchlichen Denkmalpflege in Bayern“.Ulrike Steiner, Keck kann das nie!, in: Andreas Tacke (Hg.), Herbst des Barock, München/Berlin 1998, ISBN 3-422-06229-7, S. 261–290, hier S. 271 Als solcher zeigte er sich entsetzt, als ihm 1961 der Pfarrer von Lindenberg im Allgäu mitteilte, die dortige Kirche St. Peter und Paul werde von dem ortsansässigen Dekorationsmaler Paul Keck und nicht etwa von Hermann Kaspar oder einem seiner Schüler ausgemalt werden, wie Bertram es vorgeschlagen hatte. Er versah die Mitteilung des Pfarrers mit einem vernichtenden Kommentar. Denn laut Bertram war die Gestaltung der gewölbten Kirchendecke eine „Aufgabe, die höchstes zeichnerisches und farbliches Können wie echten inneren Schwung“ erforderte, und er war der Überzeugung, Keck sei dazu nicht in der Lage: „Das wird nichts!“Zitiert nach Ulrike Steiner, Keck kann das nie!, in: Andreas Tacke (Hg.), Herbst des Barock, München/Berlin 1998, ISBN 3-422-06229-7, S. 261–290, hier S. 270.

In Bertrams Amtszeit fiel unter anderem der Wiederaufbau der Frauenkirche in München, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden war.Astrid Lang: Blickränder. Lukas Verlag, 2017, ISBN 978-3-867-32296-6, S. 224 () Er publizierte zahlreiche Aufsätze.

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Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Mann