mini|hochkant=1.3|Kirche St-Ferréol-de-la-Pave mini|hochkant=1.3|Kirche St-Ferréol-de-la-Pave (von Osten) Die vorromanische Kirche St-Ferréol-de-la-Pave (auch bekannt unter dem Namen St-Alexandre-de-la-Pava) ist eine Kirche in der südfranzösischen Küstengemeinde Argelès-sur-Mer im Département Pyrénées-Orientales in der Region Okzitanien in der alten Kulturlandschaft des Roussillon. Die Kirche ist seit dem Jahr 1991 als Monument historique anerkannt.
Lage Die oberhalb des Flüsschens Massane in einer Höhe von ca. 160 m ü. d. M.Karte mit Höhenangaben im französischen Teil des Albères-Gebirges gelegene Kirche befindet sich etwa 4 km (Fahrtstrecke) südwestlich der Kleinstadt Argelès-sur-Mer und nur etwa 10 km (Luftlinie) von der Grenze zu Spanien (Katalonien) entfernt. Nur ca. 1 km in nordwestlicher Richtung befindet sich die Einsiedlerkapelle St-Jérôme (Argelès-sur-Mer).
Baugeschichte Zur Baugeschichte der ursprünglich dem heiligen Alexander von Pausa geweihten Kirche liegen keine schriftlichen Dokumente vor. Die kunsthistorisch-archäologische Forschung hat jedoch ermittelt, dass nur die Apsis ins 9. oder 10. Jahrhundert – also in die vorromanische Zeit – gehört, wohingegen der östliche Teil des tonnengewölbten Kirchenschiffs aus dem 11. Jahrhundert stammt. Im 18. Jahrhundert wurde der Kirchenbau nach Westen verlängert und geringfügig verbreitert; die Fassade erhielt einen Glockengiebel. Im Jahr 1858 erfolgte die Umweihung in St-Ferréol-de-la-Pave.
Architektur Außenbau mini|Blick aus der Apsis ins Kirchenschiff Von außen sieht die Kirche aufgrund ihres Bruchsteinmauerwerks auf den ersten Blick ziemlich einheitlich aus. Hausteine finden sich nur in den Bauecken und am Westportal, welches im 18. Jahrhundert unter Verwendung älterer Steine erbaut wurde. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass Teile des Kirchenschiffs aus regelmäßigen Mauerwerkslagen bestehen, wohingegen das Mauerwerk der mit Steinschindeln (lauzes) gedeckten Apsis weitgehend ungeordnet ist. Über den gesamten Kirchenbau verteilt finden sich einzelne Fischgrätmuster (opus spicatum), denen in ländlichen Regionen nicht selten eine unheilabwehrende (apotropäische) Bedeutung nachgesagt wird.
Kircheninneres Die von außen ummantelte Apsis ist gegenüber dem Kirchenschiff um mehrere Stufen erhöht. Ihr innerer Grundriss ist nahezu rund; zusammen mit dem Portalbogen ergibt sich der Grundriss eines Hufeisenbogens, der sich auch Triumphbogen zwischen Langhaus und Apsis wiederfindet. Alle Wände sind verputzt und weiß getüncht; die Fensteröffnungen sind unverglast.
Siehe auch Chapelle St-Jérôme (Argelès-sur-Mer) Chapelle St-Laurent (Moussan) St-Martin (Saint-Martin-des-Puits) St-Martin de Fenollar Chapelle St-Michel (Sournia) Chapelle Saint-Nazaire de Roujan St-Georges (Lunas)
Literatur Marcel Durliat: Roussillon roman. Zodiaque, Abbaye de la Pierre-Qui-Vire 1986, ISBN 2-7369-0027-8. Géraldine Mallet: Églises romanes oubliées du Roussillon. Les Presses du Languedoc, Barcelona 2003, ISBN 2-85998-244-2.
Weblinks
St-Ferréol-de-la-Pave – Fotos und Infos (französisch) St-Ferréol-de-la-Pave – Foto und Kurzinfos (französisch) St-Ferréol-de-la-Pave – Foto und Kurzinfos (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk der Romanik in Okzitanien StFerreoldelaPave ArgelessurMer Kategorie:Bauwerk der Vorromanik in Frankreich ArgelessurMer Kategorie:Erbaut im 10. Jahrhundert ArgelessurMer Kategorie:Westgotische Architektur ArgelessurMer Kategorie:Monument historique seit 1991 Argeles-sur-Mer Argeles-sur-Mer Kategorie:Ferreoluskirche Stferreol