Straußmühle ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Straußmühle liegt in der Gemarkung Neuhof an der Zenn.
Geografie Der Weiler liegt gut einen Kilometer südlich von Neuhof am Leitenbach, einem rechten Zufluss der Zenn, und am Weihergraben, der dort als rechter Zufluss in den Leitenbach mündet. Einen halben Kilometer südwestlich des Ortes erhebt sich der Wildenberg (), 0,75 km nördlich der Kolmberg (), 0,5 km östlich befindet sich der Spindelgraben. Die Kreisstraße NEA 10 führt nach Hirschneuses (1,8 km östlich) bzw. an der Ziegelhütte vorbei nach Neuhof (1,2 km nordwestlich).
Geschichte Die Mühle wurde auch Körnersmühle genanntH. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 133. und war im Besitz des Heilsbronner Klosters. Im Dreißigjährigen Krieg verödete sie.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 365. Im 18. Jahrhundert diente sie auch dazu, „Öl zu schlagen“.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 461.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Straußmühle zur Realgemeinde Neuhof. Die Mühle hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 115. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Straußmühle die Hausnummer 21 des Ortes Neuhof.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Straußmühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn und der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Neuhof an der Zenn zugeordnet (ab 1818 Ruralgemeinde Neuhof).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204.
Baudenkmal Mühle am Leitenbach; zweigeschossiges Satteldachhaus von vier zu fünf Achsen, teilweise profilierte Fensterbänke, verputztes Fachwerk, zwei Dachgeschosse; an der nördlichen Giebelseite geohrt profilierte Haustür, im Sturz bezeichnet „1790“.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 167.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 18 6 10 6 9 9 5 5 7 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 1 2 1 1 1 1 1 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Thomas (Neuhof an der Zenn) gepfarrt. Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Neuhof an der Zenn Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim