August Alois Stephan Kaufhold (* 11. Dezember 1871 in Düsseldorf; † 13. April 1941 in Berlin-Charlottenburg)Sterberegister des Standesamtes Charlottenburg von Berlin Nr. 1236/1941. war ein deutscher Architekt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Berlin-Friedenau lebte und arbeitete. Die meisten der von ihm entworfenen Kirchengebäude wurden im Stil der Neogotik aus Backstein errichtet.
Leben August Kaufhold wurde am 11. Dezember 1871 in Düsseldorf geboren. Er war der mittlere der drei Söhne von Josef Kaufhold und dessen Ehefrau Friedrike, geb. Rademacher. Über Jugendjahre und Ausbildungsweg Kaufholds ist bisher nichts bekannt. Sein älterer Bruder Josef (* 1869), mit dem er zeitweise zusammenarbeitete,Amtlicher Führer durch das Bistum Berlin, 22. Ausgabe, Buchverlag Germania, Berlin 1938, S. 50. () lebte und arbeitete als Architekt in Düsseldorf.Adressbücher Düsseldorf 1900, 1940 und 1941.
Am 14. Juli 1904 heiratete August Kaufhold in Heidelberg Karolina Fournier.
Seinen Lebensmittelpunkt hatte Kaufhold während seines Berufslebens in Berlin, wo er zunächst in der Friedenauer Bismarckstraße 9 und später im gleichen Stadtteil in der Schwalbacher Straße 5 lebte. Von 1929 bis 1943 wird er im Amtlichen Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend als Eigentümer des Hauses Im Dol 56 im gehobenen Wohnviertel Berlin-Dahlem aufgeführt., auch 1936.
Im Laufe seines Arbeitslebens entwarf August Kaufhold zwischen 1904 und 1930 mehr als zehn katholische Kirchen im Gebiet des heutigen Erzbistums Berlin. Die meisten seiner Bauten wurden im Stil der neugotischen Backsteinbauweise ausgeführt und stehen inzwischen unter Denkmalschutz. Ein gern von Kaufhold verwendetes Baumerkmal für die Fassaden ist das Wechselspiel zwischen den roten Backsteinen und hellen Putzflächen (=gotische Einsprengsel). Typisch sind auch die Staffelarchitektur: Das „Abtreppen“ der Baukörper vom hohen Giebel über das Schiff bis zum Chor und die Asymmetrie − oft wuchtige, seitlich versetzte Türme. – Im Inneren seiner Kirchenbauten legte er Wert auf klare Raumgliederungen und dass die Gemeinde möglichst nahe am Altar sitzen konnte.
August Kaufhold starb am 13. April 1941 im Alter von 69 Jahren im St.-Hildegard-Krankenhaus in Berlin-Charlottenburg an einem Herzleiden.
Bauten mini|hochkant|Kirche St. Marien in Berlin-Reinickendorf 1907: Kirche St. Eduard in Berlin-Neukölln 1909: Notkirche Zum guten Hirten in Berlin-Prenzlauer Berg 1910: Pfarrhaus der Kirche St. Marien mit angebauter Kapelle in Berlin-Karlshorst
1910: Kirche Heilige Familie in Strasburg (Uckermark) 1911: Kirche St. Mariä Geburt in Viereck (Vorpommern) 1912: Kirche St. Bonifatius in Bergen auf Rügen 1913: Kirche St. Josef in Harbke 1913: Kirche Herz-Jesu in Garz auf Rügen 1919: Kirche St. Marien in Berlin-ReinickendorfSt. Marien auf kirchenbauforschung.de, abgerufen am 14. Februar 2026. 1926: Kirche St. Franziskus in Stöwen (Netzekreis) 1930: Kirche St. Georg in Gollnow
Bildergalerie
Weblinks
August Kaufhold im Historischen Architektenregister archthek
Einzelnachweise
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