mini|Leitzkau, St.-Petri-Kirche mini|Kanzelaltar Die St.-Petri-Kirche liegt im Ortsteil Leitzkau der Stadt Gommern im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt. Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist die Kirche unter der Erfassungsnummer 094 41484 als Baudenkmal verzeichnet. Sie gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Leitzkau-Ladeburg im Kirchenkreis Elbe-Fläming der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Sie gilt als ältester steinerner Kirchenbau östlich der Elbe.

Geschichte Bischof Hartbert von Brandenburg weihte 1114 in Leitzkau eine aus Bruchstein errichtete Kirche. 1139 wurde an dieser Kirche ein Prämonstratenser-Chorherrenstift eingerichtet, das bald den Rang eines Domkapitels erlangte.Festwoche zum 900 jährigen Bestehen, Volksstimme vom 15. September 2014, abgerufen am 27. Juni 2017 Umfangreiche Umbauten erfolgten zwischen dem Anfang des 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts, wobei die Seitenschiffe abgerissen und südlich der Westhalle ein Anbau für eine Emporentreppe angefügt wurde. Die romanischen Fenster wurden zugemauert und an ihrer Stelle tiefer gelegte größere Fenster eingebaut. Das südliche Querhaus wurde zur Herrschaftsloge umgestaltet. Im östlichen Teil des Chores wurde eine Sakristei eingefügt und die flache Holzdecke durch eine hölzerne Tonnenwölbung ersetzt. 1740 erhielt der Turm seine gewölbte Haube und die hochgezogene Laterne.

Die Kirche diente als Grablege zahlreicher Mitglieder der Familie von Münchhausen.

Die St.-Petri-Kirche ist heute eine Station an der Straße der Romanik.Straße der Romanik im Landkreis Jerichower Land, abgerufen am 27. Juni 2017

Architektur Der romanische Bau wurde als dreischiffige Pfeiler-Basilika mit kreuzförmigem Grundriss ausgeführt. Für die Außenmauern wurden, ebenso wie später bei der Stiftskirche, Grauwacke-Bruchsteine aus der Umgebung verwendet. Der nördliche Teil des Querhauses wurde mit einem Turm versehen. Bereits der Ursprungsbau besaß an der Westseite eine Empore.

Ausstattung Die Kirchenausstattung stammt zumeist aus dem 18. Jahrhundert. Ein sechseckiges Taufbecken wurde laut Inschrift 1620 aus Sandstein gefertigt. Sehenswert sind auch die Ritzgrabsteine aus dem 14. Jahrhundert und der teilweise freigelegte mittelalterliche Fußboden in der Kirche. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein Kamin mit Stuckrelief in der Sakristei, der Kanzelaltar, das Chorgestühl und ein überlebensgroßes Triumphkruzifix aus Holz.

Weblinks

Leitzkau, Ev. Pfarrkirche St.-Petri (bei Magdeburg) St.-Petri-Kirche Leitzkau auf ekmd.de Die Pfarrkirche St. Petri in 43 Fotos

Einzelnachweise

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