Auferstehung op. 73 ist ein synoptisches Osteroratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester von Michael Stenov.

Werkgeschichte 1997 erstellte Michael Stenov ohne musikalische Absicht, allein aus Interesse an der HL. Schrift, eine Synopse aus allen vier Evangelien, um damit eine einheitliche Lebens- und Wirkungsgeschichte Jesu zu erhalten (Evangelienharmonie). Er kam zu dem Schluss, dass sowohl die Weihnachtsgeschichte als auch die Geschichte der Auferstehung in der Ausführlichkeit eines synoptisch zusammengesetzten Evangelientextes bisher noch nie vertont worden sei. Nachdem Stenov 2011 mit dem Weihnachtsoratorium den ersten Schritt der Umsetzung gesetzt hatte, folgten die Vorarbeiten für das Osteroratorium.

In der Zeit vom 23. Mai bis 19. Juni 2017 vertonte Stenov den aus 100 Nummern bestehenden Text.

Am 5. Mai 2018, also noch vor der Welturaufführung, wurde das Werk zur Herstellung von Bild- und Tonträgern am Ort der Uraufführung aufgezeichnet.Booklet der DVD

Die Welturaufführung fand dann am 10. Mai 2018 im Rahmen einer Benefizveranstaltung für „Kirche in Not“ in der Pfarrkirche St. Peter in Linz/Spallerhof statt., abgerufen am 4. März 2018. Bereits vor der Uraufführung erhielt der Komponist für das Werk die Auszeichnung „Honourable Mention“ beim 3. Internationalen Ravel-Kompositionswettbewerb in der Kategorie C.Ergebnisse des Wettbewerbes, abgerufen am 31. März 2018.

Das Werk Besetzung der Uraufführung Solisten: Martina Landl – Maria von Magdala (Sopran) Katerina Beranova und Valentina Kutzarova – 2 Frauen (Sopran und Mezzosopran) Claus Durstewitz – Evangelist (Tenor) Alexander Gallee – 1. Engel (Tenor) Michael Mayrhofer – 1. Emmausjünger, 2. Engel (Tenor) Hans Otmar Pum – Thomas, Johannes (Tenor) Tomaz Kovacic – Jesus (Bariton) Franz Binder – Petrus (Bass) Gerald Aigner – Pilatus (Bass) Michael Schnee – Kleopas (Bass)

Chor: Vier- bis sechsstimmiger gemischter Chor (SATB) Vier- bis sechsstimmiger Männerchor

Orchester: 2 Trompeten, Pauken, 2 Oboen (2 Englischhörner), 2 Fagotte (Kontrafagott), Violinen I, Violinen II, 2 Bratschen, Violoncello, Kontrabass, Orgelcontinuo gespielt von Andreas Schnee.

Werkbeschreibung Um eine leichtere Aufführbarkeit zu gewährleisten, hat Stenov die Orchesterbesetzung verglichen mit seinem Weihnachtsoratorium deutlich verkleinert. Neben den Streichern und der Orgel gibt es nur zwei Trompeten und Pauken, zwei Oboen (Englischhörner), die nur abwechselnd gespielt werden, und zwei Fagotte, von denen ein Musiker auch das Kontrafagott spielt.

Das Oratorium mit einer Gesamtlänge von etwa 110 Minuten sollte möglichst als Ganzes oder – wenn nötig – in zwei Teilen mit einer Pause nach dem Choral Nr. 53 zur Aufführung gelangen. Es ist vorgesehen, dass die Konzertbesucher bei den Chorälen mitsingen.

Das Werk umfasst 100 einzelne Nummern in 9 Abschnitten und ist in Chöre, Solostücke, Ensembles, Rezitative und Choräle gegliedert, deren Texte sich – ähnlich wie beim Weihnachtsoratorium – weitgehend an den Bibeltexten orientieren, wobei musikalische Symbolik unüberhörbar ist. Der Einschub der Chöre und Choräle an geeignete Stellen ergibt ein abwechslungsreiches und buntes Bild. Den handelnden Personen sind bestimmte Instrumente zugeordnet und Instrumentation, Klangfarben und Tonarten sind auf die Charaktere der Personen beziehungsweise der Textpassagen abgestimmt. So wird etwa Jesus von Streichquintett und Orgel, der Evangelist von Violoncello und Orgel, oder Maria von Magdala von Oboen, Fagott und Orgel begleitet.

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