Lothar Schellhorn (* 6. Februar 1929; † 11. Mai 2006 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.
Leben Lothar Schellhorn studierte an der Theaterhochschule Leipzig. Einzelheiten hinsichtlich seiner Bühnenlaufbahn konnten nicht ermittelt werden.Beitrag bei DEFA-Sternstunden, abgerufen am 23. Juni 2017
Vor den Fernsehkameras stand Schellhorn ab Beginn der 1960er-Jahre, häufig allerdings nur in kleinen Rollen. Wiederholt wirkte er in den Krimiserien Der Staatsanwalt hat das Wort und Polizeiruf 110 mit, auch hier verkörperte er überwiegend Nebencharaktere. Lediglich in den Polizeiruf-Folgen Zwischen den Gleisen (1975) und der 1984 als Zweiteiler ausgestrahlten Episode Schwere Jahre war er jeweils in der Rolle des Ermittlers tätig.
Weitaus umfangreicher war Schellhorns Schaffen in der Hörspielproduktion. Unter den mehr als 200 in der ARD-Hörspieldatenbank nachgewiesenen Arbeiten finden sich neben anderen mehrere Einsätze in den Serien Waldstraße Nummer 7, Neumann, zweimal klingeln und Tatbestand, in der er auch in der allerersten Folge mitwirkte.
Lothar Schellhorn war daneben lange Jahre in der Synchronisation tätig. Zu den Kollegen, denen er seine Stimme lieh, gehörten unter anderem Brian Keith, Ralph Meeker und James Westerfield. Wiederholt wurde Schellhorn auch in der US-amerikanischen Westernserie Tausend Meilen Staub eingesetzt.
Filmografie (Auswahl) 1963: Die Glatzkopfbande 1964: Blaulicht – Freizügigkeitsverkehr 1965: Und das soll Liebe sein? 1966: Die Söhne der großen Bärin 1966: Jagdgesellschaft 1967: Der Regenbogen 1968: Ich – Axel Cäsar Springer (2 Folgen) 1968: Der Staatsanwalt hat das Wort – Automarder 1968: Der Staatsanwalt hat das Wort – Störende Geräusche 1969: Seine Hoheit – Genosse Prinz 1969: Arbeiterfamilie (Sprecher) 1970: Im Spannungsfeld 1970: Wenn man vierzehn ist (Sprecher) 1971: Zwischen Freitag und morgen 1972: Polizeiruf 110 – Das Ende einer Mondscheinfahrt 1973: Alarm am See 1973: Eva und Adam oder Drum prüfe! (Fernsehfilm, 4. Teil) 1973: Das unsichtbare Visier – Das Wasserschloß 1974: Zum Beispiel Josef 1975: Kostja und der Funker 1975: Das Haus in der Rheinsteinstraße (Sprecher) 1975: Polizeiruf 110 – Zwischen den Gleisen 1976: Der Weg ins Nichts 1976: Der Staatsanwalt hat das Wort – Der Brief aus Slubice 1977: Zweite Liebe – ehrenamtlich 1977: Der Staatsanwalt hat das Wort – Fahrspuren 1978: Scharnhorst 1980: Archiv des Todes – Wettlauf mit der Zeit 1980: Unser Mann ist König (3 Folgen) 1981: Die Stunde der Töchter 1981: Feuerdrachen 1982: Der Bauerngeneral (3 Folgen) 1983: Der Staatsanwalt hat das Wort – Zur Kasse bitte 1984: Klassenkameraden 1984: Polizeiruf 110 – Schwere Jahre (1. Teil) 1984: Polizeiruf 110 – Schwere Jahre (2. Teil) 1984: Polizeiruf 110 – Inklusive Risiko 1986: Neumanns Geschichten 1986: Polizeiruf 110 – Ein großes Talent 1986: Polizeiruf 110 – Gier 1987: Mensch Hermann – Opa sieht doppelt 1989: Die gläserne Fackel – Die Stiftung 1989: Polizeiruf 110 – Gestohlenes Glück 1990: Polizeiruf 110 – Ball der einsamen Herzen
Hörspiele (Auswahl) 1964: Mit Vollgas durchs Leben – Autor: Karel Nesvera – Regie: Jan Berger 1965: Pablo der Indio – Autor: Karl Bruckner – Regie: Peter Groeger 1965: Simplizissimus – Autor: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen – Regie: Uwe Haacke 1967: Vorläufiger Bericht über die Entwicklung der Ansichten von Manfred M. – Autor: Ralph Knebel – Regie: Fritz Göhler 1968: Der Dorfdetektiv – Autor: Wil Wladimirowitsch Lipatow – Regie: Werner Grunow 1970: Scardanelli – Autor: Stephan Hermlin – Regie: Fritz Göhler 1970: Der erste Pionier – Autor: Ovidiu Zotta – Regie: Werner Grunow 1972: Die verbundene Hand – Autorin: Brigitte Gotthardt – Regie: Maritta Hübner 1972: Libussa – Autor: Franz Grillparzer – Regie: Peter Groeger 1973: Tatbestand (Folge 1: Ein Teller Makkaroni) – Autor: Hans Siebe – Regie: Ernst-Fritz Fechner 1973: Leben des Galilei – Autor: Bertolt Brecht – Regie: Fritz Göhler 1974: Der verschollene Krieger – Autor: Giorgio Bandini – Regie: Peter Groeger 1976: Hälfte des Weges – Autor und Regie: Fritz Göhler 1976: Michael Kohlhaas – Autor: Heinrich von Kleist – Regie: Hans-Diether Meves 1977: Blau ist die Nacht – Autor: Joachim Brehmer – Regie: Fritz-Ernst Fechner 1978: Sommer in Kriebusch – Autor: Hans Siebe – Regie: Fritz-Ernst Fechner 1978: Die saubere Armella – Autor: Rainer Lindow – Regie: Horst Liepach 1979: Spätlese – Autor: Hans Siebe – Regie: Ernst-Fritz Fechner 1980: Stille Post – Autoren: Victor Klemperer und Lia Pirskawetz – Regie: Horst Liepach 1980: Einmal Alltag hin und zurück – Autorin: Gisela Richter-Rostalski – Regie: Christa Kowalski 1981: Die traurige Stadt – Autor: Reinhard Kuhnert – Regie: Uwe Haacke 1982: Kaddisch für Liebermann – Autor: Walter Püschel – Regie: Maritta Hübner 1982: Solang du jung bist – Autor: Georgi Danailow – Regie: Helmut Hellstorff 1983: Besuch aus dem Nebel – Autor: Otto Bonhoff – Regie: Rüdiger Zeige 1983: Erfolg – Autor: Lion Feuchtwanger – Regie: Werner Grunow 1986: Lehrjahre – Autor: Michael Sollorz – Regie: Bert Bredemeyer 1989: Die kleine Schlange – Autor: Jan Eik – Regie: Edith Schorn 1990: Pöschkes Tod – Autor: Heinz Pelka – Regie: Detlef Kurzweg 1991: Ich habe getötet – Autor: Ulrich Frohriep Regie: Wolfgang Rindfleisch 1991: Iphigenie in Freiheit – Autor: Volker Braun – Regie: Fritz Göhler 1992: Der Mondvogel – Autor: Jorge Díaz – Regie: Fritz Göhler
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