Heckmann. Kristel. Jung war eine Architektenpartnerschaft, die von 1978 bis 1997 in Stuttgart ansässig und in Deutschland tätig war.

Geschichte mini|Die Architekten Heckmann (rechts), Kristel (links), Jung (Mitte) 1984 in ihrem Büro, Stuttgart, Bopserstr. 28, Foto Dieter Elsässer, Stuttgart

Zusammengeschlossen waren darin der auch als Zeichner talentierte Hermann Heckmann (geboren am 21. Januar 1937 in São Paulo/Brasilien; verstorben am 3. November 2025 in Stuttgart) Todesanzeige in StZ vom 8./9. 11. 2025, Hans Peter Kristel (geboren am 25. Januar 1939 in Stuttgart) und Peter Jung (geboren am 3. Februar 1941; verstorben am 2. Oktober 2025 in Stuttgart) Sterbeurkunde des Standesamts Stuttgart vom 7. Oktober 2025. Die drei Partner hatten ihre Diplome 1965 und 1966 in Stuttgart an der Hochschule für Technik, heute Universität, und letzterer an der Fachhochschule, heute Hochschule für Technik, erworben.Archive der Universität und der Hochschule für Technik Stuttgart Hervorgegangen war die Partnerschaft aus dem ebenfalls in Stuttgart ansässigen Büro von Heckmann und Kristel, das seit 1969 vor allem bei Wettbewerben tätig war. Jung hatte zuvor in verschiedenen Architekturbüros in Davos und Stuttgart Erfahrung auch in der Bauausführung und Bauleitung gesammelt. Nach Ausscheiden von Kristel im Jahr 1997 bestand die Architektenpartnerschaft unter dem Namen Heckmann + Jung bis 2011 fort.

Arbeiten des Büros und Charakteristik der Architektur Die Partnerschaft beteiligte sich an etwa 200 Wettbewerben und errang etwa 100 Preise und Ankäufe. Seit der Planung und dem Bau der Stadthalle in Schwäbisch Gmünd beschäftigte sich das Büro schwerpunktmäßig mit Kulturbauten, vor allem Stadthallen und Bibliotheken. Auch planten und realisierten die Partner Umbauten und Renovierungen einiger Kulturdenkmale. Zahlreiche ihrer Bauten erhielten Auszeichnungen. Die Bauten der Partnerschaft weisen wenige, dabei durchgängig verwendete Materialien auf, meist Sichtbeton an Fassaden und Innenwänden sowie Glasfronten zu angrenzenden Grünzonen.

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen des Büros Heckmann und Kristel (Auswahl) 1974 1. Preisgruppe Erweiterung der Staatsgalerie, des Landtags und der Musikhochschule StuttgartAkten des Büros HKJ und H+J bei Hermann Heckmann u. Peter Jung, Stuttgart 1977 1. Preis für Stadthalle Schwäbisch GmündInternetauftritt von EVVC = Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V., 25 Jahre Congress Centrum Stadtgarten Schwäbisch Gmünd

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen des Büros Heckmann.Kristel.Jung (Auswahl) 1978 1. Preisgruppe Stadthalle Waiblingen 1979 1. Preis für Stadthalle Backnang 1981 2. Preis Stadthalle LudwigsburgIn: WBA = Wettbewerbe aktuell 9/1981 1983 1. Preis für Stadthalle GünzburgIn: WBA 6/1983 1984 2. Preis Oberpostdirektion StuttgartIn: WBA 6/1984 1985 1. Preisgruppe (nach Überarbeitung 1. Preis) für Kunsthalle der Stadt Stuttgart am Kleinen SchlossplatzGert Fach: Fünf Ideen für den Umbau des Kleinen Schlossplatzes. Erster Teil des Architektenwettbewerbs geschafft…In: Stuttgarter Nachrichten vom 2. November 1985; Wettbewerbsergebnisse, In: WBA 1/1986; Stuttgart. Von der Residenz zur modernen Großstadt, hrsg. von Andreas Brunold u. Bernhard Sterra, Tübingen 1994, S. 158f 1986 1. Preisgruppe für Kultur- und Tagungsstätte Freiburg i. Br.In: WBA 2/1987 1987 5. Preis Haus der Geschichte BonnIn: WBA 2/1987 1987 3. Preis Stadthalle Villingen-SchwenningenIn: WBA 1/1988

mini|Schwäbisch Gmünd, Stadtbücherei im ehem. Spital, umgebaut bis 1994 1989 2. Preis für Stadtbücherei im Amtshaus in Schwäbisch Gmünd 1990 1. Preisgruppe für Kunsthalle HeilbronnIn: WBA 7/1990 1990 1. Preis für Kursaal Bad UrachKursaal – Neubau: unter 26 Architektur-Modellen erster Preisträger ermittelt. In: Alb-Neckar-Zeitung vom 9. Mai 1990 1990 1. Preis für Festhalle MurrhardtIn: WBA 12 / 1990; Festhallenprojekt nimmt Gestalt an. Architektenwettbewerb in Murrhardt jetzt entschieden. In: StZ = Stuttgarter Zeitung vom 16. Oktober 1990. 1995 1. Preis für Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek JenaIn: WBA 2/1996 1996 1. Preis für Bürgerhaus Freiberg a. N. 1997 1. Preis für Stadthalle Tuttlingen

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen des Büros Heckmann + Jung (Auswahl) 2002 1. Preis für Stadthalle Ilshofen

2004 1. Preis für Wohnhochhäuser in Stuttgart-Vaihingen

Realisierte Neu- und Umbauten des Büros Heckmann.Kristel.Jung und Heckmann + Jung (Auswahl) mini|Tuttlingen, Stadthalle, erbaut 1998–2002

1980–1984 Schwäbisch Gmünd, Stadthalle im StadtgartenStadtgarten Schwäbisch Gmünd. Baudokumentation. Hrsg. anlässlich der Eröffnung…von der Stadt Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd 1984; Gerhard Friedel und Architekturbüro Heckmann, Kristel, Jung: Stadtgarten Schwäbisch Gmünd – Ein Saalbau für viele Zwecke u. Auszug aus der Baubeschreibung. In: Ostalb Einhorn 11. Jg. 1984, S. 149–154

mini|Stadthalle Tuttlingen, Foyer mit Treppe 1982–1987 Stuttgart, Landesamt für Besoldung und Versorgung, Seidenstraße 23Einzug auf dem „Tivoli“. Neubau des Landesamts für Besoldung und Versorgung. In: StZ v. 9. April 1987. 1986–1988 Stuttgart, Dreifachsporthalle Tivoli der Stadt, Seidenstraße 23Architektur in Baden-Württemberg seit 1983, bearbeitet von Heinz W. Krewinkel u. Karl W. Schmitt, hrsg. vom BDA, Stuttgart / Regensburg 1991, S. 20 f. 1988–1991 Günzburg, StadthalleForum am Hofgarten. Die neue Günzburger Stadthalle, zur Eröffnung hrsg. von der Stadt Günzburg, Günzburg o. J. (1991); In: Wettbewerbe weiterverfolgt 9/1992. 1992–1997 Stuttgart, Umbau des Finanzamts Rotebühlbau in ehemaliger Kaserne aus dem 19. Jahrhundert (Rotebühlstraße 30)Rotebühlbau. Finanzamt wird baulich saniert. In: StZ vom 30. April 1993. 1991–1994 Schwäbisch Gmünd, Einbau einer Bibliothek in das mittelalterliche Spital, Marktplatz 37 / Spitalhof 1Peter Jung: Implantat. Stadtbücherei in Schwäbisch Gmünd. In: AIT = Architektur Innenarchitektur Technischer Ausbau 102. Jg. 1994, S. 24–29; ders.: Baubericht der Architekten. In: „Getruwlich und zum besten zu verwarten…“ Spital zum Heiligen Geist. Sanierung und Umbau. Hrsg. von der Stadt Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd 1994, S. 20–25, 48; Architektur 1993–1996 in Baden-Württemberg, bearbeitet von Karl W. Schmitt u. Heinz W. Krewinkel, hrsg. vom BDA, Stuttgart / Freudenstadt 1997, S. 238 f. 1994 Bad Urach, Foyer des Kursaals 1994–1996 Murrhardt, Stadthalle 1998–2001 Freiberg / Neckar, Stadthalle „Prisma“ mit Wohn- und Geschäftshaus 1996–2001 Jena, Thüringische Universitäts- und LandesbibliothekMichael Beier, Norbert Korrek: Hochschul- und Forschungsbauten Thüringen, hrsg. von der Stiftung Baukultur Thüringen, Weimar 2003, S. 80–83. 1998–2002 Tuttlingen, StadthalleBaudokumentation Stadthalle Tuttlingen, hrsg. von der Stadt Tuttlingen, Balgheim 2002 1999–2001 Stuttgart, Um- und Neubau des Oberlandesgerichts, Archivstraße 15Hendrik Krusch: Symbolischer Schlussstein. In: StZ v. 14. Mai 2001 2000–2004 Stuttgart-Sonnenberg, Umbau und Erweiterung des Altenwohn- und Pflegeheims 2004–2007 Ilshofen, Umbau- und Erweiterung der Stadthalle 2010 Stuttgart-Plieningen, Haus Rauber (reiner Holzbau aus nach sorgfältiger Planung vorgefertigten Brettspanelementen innerhalb von vier Tagen aufgerichtet)Peter Jung: Fakten zum Holzhaus. In: Filder-Zeitung vom 23. März 2020; Nachlass Peter Jung, Stuttgart

Einzelnachweise

Kategorie:Architekturbüro (Stuttgart) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Stuttgart) Kategorie:Unternehmensgründung 1978 Kategorie:Aufgelöst 1997