Biratori (jap. , -chō, Ainu: pira utur) ist eine Stadt in der Unterpräfektur Hidaka auf der Insel Hokkaidō in Japan.Iwasaki-Goodman, M. Traditional food systems of Indigenous Peoples: the Ainu in the Saru River Region, Japan Sie gehört zum Landkreis Saru.
Geographie Der Fluss Saru, der dem Landkreis seinen Namen gibt, fließt von Norden nach Süden zur Küste hin durch das Gemeindegebiet. Er wurde am Nibutani-Damm in Nibutani (二風谷) aufgestaut. Das Gemeindegebiet folgt der geographischen Gestalt des Saru-Tales. früher verlief auch eine Last-Eisenbahn durch das Tal. Heute ist die Verbindung zur Außenwelt die Nationalstraße 237.
Gegen die Errichtung des Staudamms gab es heftigen Widerstand, weil das Land angestammtes, heiliges Land der Ainu ist. In Nibutani befinden sich auch das städtische Ainu-Kultur-Museum Nibutani (Nibutani Ainu bunka hakubutsukan , engl. Nibutani Ainu Cultural Museum)Stadt Biratori: und ein "Ainu Cultural Center". Die Cultural Landscape along the Saru River resulting from Ainu Tradition and Modern Settlement (engl. für Ainu no dentō to kindai kaitaku ni yoru Sarugawa ryūiki no bunkateki keikan) in Biratori wurde in die Liste der Kulturlandschaften Japans (, bunkateki keikan) aufgenommen.Database of Registered National Cultural Properties. Bunka-chō 29. April 2011.Bunka isan online (, „Kulturerbe online“, Website der Bunka-chō): Eintrag
Die Gemeindeverwaltung liegt am Saru, etwa 4 km südlich des Nibutani-Damms. Direkt am Damm gibt es eine Außenstelle des MLIT-Entwicklungsamts Hokkaidō zur Überwachung des Damms (, Nibutani damu kanrishoKokudo-kōtsū-shō, Hokkaidō kaihatsu-kyoku („Entwicklungsamt Hokkaidō“), Muroran kaihatsu-kensetsu-bu (, „Entwicklungs- [und] Bauabteilung Muroran“): ).
Umliegende Gemeinden
Wirtschaft Biratori ist eine ländlich-agrarische Gemeinde, wo eine Vielzahl von Früchten und Gemüse angebaut wird. Tomaten nehmen einen Großteil der Produktion ein. Darüber hinaus gibt es ein Holzindustrie.
Bildung Der Ort verfügt über fünf kommunale Grundschulen (shōgakkō, engl. elementary schools), darunter die Grundschule Nibutani direkt am Ufer des Stausees, und zwei Mittelschulen (chūgakkō, engl. meist junior high schools).Stadt Biratori: Ebenfalls in der Stadt befinden sich zwei präfekturbetriebene Schulen: die Förderschule Biratori (, Hokkaido Biratori yōgo gakkō) und die Oberschule Biratori (, Hokkaidō Biratori kōtōgakkō, engl. Hokkaido Biratori High School).„Verwaltung der Hokkaidō“ bzw. „Präfekturverwaltung Hokkai“, Bildungsausschuss, Hidaka kyōiku-kyoku („Bildungsamt [für den Schulbezirk] Hidaka“): Liste von Schulen (japanisch)
Sehenswürdigkeiten Biratori Onsen Yukara Family Land Das Suzuran-Feld in Memu, wo Maiglöckchen von Mai bis Juni blühen. Das Feld umfasst 15 ha und ist damit das größte in Japan. Es wurde der Öffentlichkeit 1963 zugänglich gemacht, musste aber 1975 aufgrund von Schäden für zehn Jahre geschlossen werden. in den 1970er und 1980er Jahren gab es einen UFO park (Observationsplattform)
Persönlichkeiten Ryo Fukui (1948–2016), Jazz-Pianist Kayano Shigeru (1926–2006), im 20. Jahrhundert der bedeutendste Anwalt der Ainu, ihrer Sprache und Kultur.
Weblinks
Offizielle Website Biratori Nibutani Ainu Culture Museum Nibutani Takumi no Michi Informationsseite der Gemeinde (japanisch) nabunken.go
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Präfektur Hokkaidō Kategorie:Ainu