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Die 20. Gardearmee (kurz: 20. GA / Truppenteil №: 89425) ist ein Großverband der Streitkräfte der Russischen Föderation, der dem Westlichen Militärbezirk untersteht. Das Hauptquartier der Armee befindet sich gegenwärtig in Woronesch (Russland).

Der Gardeverband war bis zur Wende auf dem Territorium der DDR stationiert und unterstand der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (kurz: GSSD). Der vollständige Abzug erfolgte bis 1993 in den Raum Woronesch.

Geschichte Der Großverband trug seit seiner Aufstellung folgende Bezeichnungen: 4. Panzerarmee (1. Januar 1942 Erst-Aufstellung | 15. Juli 1943 zweite Formierung) 4. Garde-Panzerarmee (17. März 1945) 4. Kadrierte Garde-Panzerdivision (1946–1949, Status) 4. Mechanisierte Gardearmee (1949–1957/1960) 20. Gardearmee (1960) 20. Garde-Panzerarmee (1993, in Woronesch Russland) 20. Gardearmee (2015)

Aufstellung Die Aufstellung der 20. Gardearmee erfolgte vorwiegend aus den Truppenteilen und Einheiten der 4. Garde-Panzerarmee der Streitkräfte der UdSSR.

Zweiter Weltkrieg Die 4. Panzerarmee – Vorläuferverband der 20. Gardearmee – bestand aus folgenden Verbänden: 6. Mechanisiertes Ural-Garde-Freiwilligen-Korps 11. Freiwilligen Garde-Panzer-Korps 30. Ural-Garde-Freiwilligen-Panzerkorps 189. (225. Garde) Fliegerregiment 118. (6. Garde) Fernmelderegiment

Die ersten Kampfeinsätze erfolgten im Rahmen der Westfront, hernach wurde die Armee der Brjansker Gruppierung unterstellt. Nach weniger erfolgreichen Kampfhandlungen wurde die Armee ohne das 11. Garde-Panzerkorps in Reserve genommen.

Insgesamt nahm die 4. Panzerarmee an folgenden Feldzügen bzw. Kampfeinsätzen teil: Orjoler Operation 1943 Operation Kamensk-Podolsk Operation Lwow-Sandomir

In den Jahren 1944 und 1945 erfolgten die Kampfhandlungen im Bestand der 1. Ukrainischen Front. Die Armee wurde in dieser Zeit durch folgende Verbände und Truppenteile verstärkt: 68. (6. Garde) Flak-Division 93. (68. Garde) Panzerbrigade 22. (70. Garde) Panzerartilleriebrigade 200. Leichte (71. Garde) Artilleriebrigade 51. Leichtes (7. Garde) Krad-Regiment 20. (3. Garde) Motorisierte Pionierbrigade 19. (119. Garde) Panzerpionierregiment 312. Garde Minenverlegeregiment

Die 4. Panzerarmee zeichnete sich bei der Weichsel-Oder-Operation und bei der Niederschlesische Operation besonders aus, worauf am 17. März 1945 die Ehrung mit dem Titel 4. Garde-Panzerarmee erfolgte. Im Zuge der Berliner Operation wurde die Armee durch das 5. Mechanisierte Gardekorps verstärkt.

Nachkriegsperiode mini|GM Matwejew (CS 20. GA) inspiziert das 178. Selbständige MotSchützenbataillon (Berlin, Karlshorst -1981).

Von 1946 bis 1949 war der Verband kadriert und trug die offizielle Bezeichnung 4. Kadrierte Garde-Panzerdivision im Bestand der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland. Hernach, von 1949 bis 1957, wurde die Bezeichnung geändert in 4. Mechanisierte Gardearmee im Bestand der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, worauf im Jahre 1960 die endgültige Bezeichnung 20. Gardearmee () folgte.

Die Armee nahm an der Operation Donau im Rahmen der Besetzung der Tschechoslowakei (ab 21. April 1968 – Niederschlagung des Prager Frühlings) teil.specnaz / ЗАПАДНАЯ ГРУППА ВОЙСК

Die ehemals im Bestand der Armee befindliche 5. und 7. Mechanisierte Gardedivision (vormals 5. bzw. 7. Mechanisiertes Gardekorps) wurden in die UdSSR zurückverlegt. An deren Stelle traten die 25. Panzerdivision, 35. und 18. Garde-MotSchützendivision (ehemals 1. bzw. 14. Mechanisierte Gardedivision), wobei letztere im Jahre 1982 umbenannt wurde in 32. Garde-Panzerdivision.

Gegenwart in Russland Die 20. Gardearmee wurde bis Ende 1993 aus Deutschland abgezogen und in den Raum Woronesch verlegt. Hier erhielt der Großverband die Bezeichnung 20. Garde-Panzerarmee. Im Raum Woronesch verblieb die Armee ca. 16 Jahre, worauf die Verlegung (2010–2015) in die Oblast Nischni Nowgorod erfolgte, mit Sitz des Hauptquartiers in der Siedlung Mulino.НТА-Приволжье :: Штаб 20-й армии в августе будет перебазирован из Воронежа в Нижегородскую область — газета 2015 schließlich ging das Hauptquartier der Armee dann wieder zurück nach Woronesch und erhielt die ursprüngliche Bezeichnung 20. Gardearmee. Die Armee deckte die Grenze zur Ukraine und war an den Offensivoperationen gegen die Ukraine seit 2022 beteiligt. Dabei erlitt sie hohe Verluste.

Bestand der Armee Im Jahre 1991 (WGT) Die 20. Gardearmee gehörte bis 1993 zur Westgruppe der Truppen und hatte 1991 folgenden Bestand:

Bezeichnung Standort Tarnname Bemerkung Hauptquartier der Armee Eberswalde () «Werschina» auch Stab der Armee 247. Selbständiges Wach- und Sicherstellungsbataillon 27. Raketenbrigade Jüterbog () TR «R-17» (SS-1c) 464. Raketenbrigade Fürstenwalde () Taktische Raketen (TR) «Totschka» (SS-21 Scarab) 67. Flugabwehr-Raketenbrigade Elstal () 387. Leichte Garde-Artilleriebrigade Altes Lager () 36×2S5, 33xD20, 7×PRP-3, 6×1 W18, 2×1 W19 154. Selbständige Panzerabwehrabteilung 337. Selbständiges Kampfhubschrauberregiment Mahlwinkel 49×Mi-24, 8×Mi-8 487. Selbständiges Kampfhubschrauberregiment Prenzlau 25×Mi-24,17×Mi-8, 41. Selbständige Hubschrauberstaffel Finow «Meschalka» 2×Mi-8, 2×Mi-6, 2×Mi-24K, 2×Mi-24R 479. Selbständiges Pionierbrigade Eberswalde 2×BTR-60 44. Selbständiges Garde-Pontonbrücken-Regiment Frankfurt (Oder) () «Akropolis» Truppen-№: 98101 483. Selbständiges Bugsierbot-Pionierbataillon 6. Selbständiges Garde-Fernmelderegiment Eberswalde 10×R-145BM, 1×R-156BTR, 1×P-240BT, 2×R-2АМ 423. Richtfunk – Kabelbataillon 464. Selbständiges Funktechnisches Regiment 48. Selbständiges Funktechnisches Bataillon 1034. Selbständiges EloKa-Bataillon Neudenbritz 43. Selbständiges Aufklärungsbataillon Biesenthal «Lipasa-40», «Baklaschan» Truppen-№: 61512 283. Selbständiges Bataillon Chemische Abwehr Kiez 117. Logistikbrigade 255. Selbständiges Reparatur- und Instandsetzungsbataillon 307. Selbständiges Reparatur- und Instandsetzungsbataillon Eberswalde 74. Selbständiges MotSchützen-Ausbildungsregiment Krampnitz 6. Selbständige Garde-MotSchützenbrigadeBerlin-Karlshorst () «Morechod» Truppen-№: 67586 133., 154., 178. Selbständiges MotSchützenbataillon 53., 54., 65. Selbständiges Panzerbataillon Hauptbewaffnung 1990: Kampfpanzer = 141 × T-64 Schützenpanzer = 66 × BMP-1 Mannschaftstransporter gepanzert = 34 × BTR-80

25. Garde-Panzerdivision Bezeichnung Standort Tarnname Bemerkung 25. Panzerdivision (25. PD) Vogelsang (Zehdenick) () «Bitotschek» Truppen-№: 61000; 1989 Abzug und Umgliederung 162. Panzerregiment 459. Selbständiges Fernmeldebataillon Selbständiges Bataillon Chemische Abwehr 69. Selbständiges Reparatur- und Instandsetzungsbataillon 175. Panzerregiment 335. Panzerregiment 1702. Flugabwehr-Raketenregiment 14. Selbständiges Aufklärungsbataillon Selbständiges Sanitätsbataillon Prenzlau () 803. Garde-MotSchützenregiment Drögen, Fürstenberg (Havel) () vor 1989 Vogelsang (Zehdenick) 843. Panzer-Artillerieregiment Schönwalde-Dorf () 479. Selbständiges Pionierbataillon Eberswalde 687. Selbständiges Logistikbataillon Britz-Eberswalde () Hauptbewaffnung: Kampfpanzer = 149 Schützenpanzer = 331 × BMP Mannschaftstransporter gepanzert = 290 × BTR Panzerartillerie auf SFL = 12 6 × SAU Granatwerfer: 72 Mehrfachraketenwerfer: 18 × RSSO

90. Garde-Panzerdivision Bezeichnung Standort Tarnname Bemerkung 90. Garde-Panzerdivision (90. PD) Bernau () «Wesjoly» Truppen-№: 61150 Mobiler GS 6. MSD 1×PRP-3, 3×R-145BM, 2×R-156-BTR 6. Garde-Panzerregiment Bad Freienwalde (Oder) 68. Garde-Panzerregiment 82. Garde-MotSchützenregiment später 215. GPR Bernau bei Berlin () 81. Garde-MotSchützenregiment Eberswalde () 803. MotSchützenregiment Vogelsang (Odertal) Austausch gegen 215. GPR 69. MotSchützenregiment Wünsdorf () 400. Panzer-Artillerieregiment Frankfurt (Oder) Truppen-№: 61103 288. Flugabwehr-Raketenregiment (bis 1978 288. Garde Fla-Raketenregiment) Bernau bei Berlin, Schönow () Fla-Raketenkomplex: «OSA»; Truppen-№: 60954 30. Selbständiges Aufklärungs- und EloKa-Bataillon 16×BMP-2, 6×BMP-1K, 1×BMP-1KSch, 1×R-145BM, 1×R-156BTR 33. Selbständiges Fernmeldebataillon 10×R-145BM, 1×R-2АМ 122. Selbständiges Pionierbataillon Olympisches Dorf () 1122. Selbständiges Logistikbataillon Bernau bei Berlin () «Awila» Truppen-№: 61087 32. Selbständiges Reparatur- und Instandsetzungsbataillon Bernau bei Berlin () 26. Selbständiges Sanitätsbataillon Bernau bei Berlin () Hauptbewaffnung: Kampfpanzer = 249 Schützenpanzer = 427 × BMP Mannschaftstransporter gepanzert = 28 × BTR Panzerartillerie auf SFL = 126 × SAU Granatwerfer: 36 Mehrfachraketenwerfer: 18 × RSSO

32. Garde-Panzerdivision Bezeichnung Standort Tarnname Bemerkung 32. Garde-Panzerdivision Jüterbog () «Mikka» Truppen-№: 60875 Stab 32. PD 287. Garde-Panzerregiment Altes Lager () 288. Garde-Panzerregiment Jüterbog () 343. Garde-Panzerregiment Jüterbog () 469. Garde Panzerartillerieregiment Altes Lager () 1009. Flugabwehr-Raketenregiment Jüterbog 32. Selbständiges Aufklärungs- und EloKa-Bataillon Jüterbog () 211. Selbständiges Fernmeldebataillon Jüterbog () 148. Selbständiges Pionierbataillon Jüterbog () Selbständiges Bataillon Chemische Abwehr Jüterbog 90. Selbständiges Logistikbataillon Jüterbog () 19. Reparatur- und Instandsetzungsbataillon Jüterbog () 636. Selbständiges Sanitätsbataillon Prenzlau

35. MotSchützendivision Bezeichnung Standort Tarnname Bemerkung 35. MotSchützendivision Krampnitz () Stab 35. MSD «Biologija» Truppen-№: 60654 62. MotSchützenregiment Olympisches Dorf () 64. MotSchützenregiment Potsdam 96. MotSchützenregiment Wünsdorf () 83. MotSchützenregiment Krampnitz 283. Garde Panzerartillerieregiment Olympisches Dorf () 200. Flugabwehr-Raketenregiment Krampnitz () 19. Selbständiges Panzerbataillon Olympisches Dorf () 485. Selbständiges Panzerabwehrabteilung Jüterbog () im Sinne von Panzerjägerabteilung 59. Selbständiges Aufklärungs- und EloKa-Bataillon Olympisches Dorf () 647. Selbständiges Fernmeldebataillon Krampnitz () 18. Selbständiges Pionierbataillon Potsdam () 1127. Selbständiges Logistikbataillon Potsdam () 37. Reparatur- und Instandsetzungsbataillon Potsdam () 60. Selbständiges Sanitätsbataillon Potsdam ()

Bestand 2017 (Streitkräfte Russland) Bezeichnung Standort Truppen-№ Bemerkung Hauptquartier der Armee Woronesch 3. MotSchützendivision Bogutschar (Bezirk Woronesch) Ausstellung: 2016 Normativ-Division Stab 3. MSD Bogutschar 54046237. Garde Panzerregiment Waluiki 91726 252. Garde-MotSchützenregiment Bogutschar 91711 99. Garde-Panzerarillerieregiment Bogutschar 91727 auch Normativ-Regiment 1143. Flugabwehr-Raketenregiment Oblast Belgorod 84. Selbständiges Aufklärungsbataillon Waluiki 22263 159. Selbständige Panzerabwehr-Artillerieabteilung im Sinne von Panzerjägerabteilung 692. Selbständiges Fernmeldebataillon Waluiki 22463 337. Selbständiges Pionierbataillon Bogutschar 91717 911. Selbständiges Logistikbataillon Bogutschar 54366 231. Selbständiges Sanitätsbataillon Bogutschar 83833 Selbständige Drohnenkompanie Selbständige EloKa-Kompanie Waluiki Selbständige ABC-Kompanie 144. MotSchützendivision Smolensk, Jelnja (Oblast Smolensk) Aufstellung: 2016 Stab 144. MSD Bogutschar 54046 488. MotSchützenregiment Klinzy (Oblast Brjansk) 12721 182. MotSchützenregiment TÜP Saimischtsche (Oblast Brjansk) 254. MotSchützenregiment Jelnja 228. Panzerregiment Jelnja 856. Garde-Panzerartillerieregiment Potschep (Oblast Brjansk) 23857 auch Normativ-Regiment 1259. Flugabwehr-Raketenregiment 148. Selbständiges Aufklärungsbataillon Smolensk 23872 1281. Selbständige Artillerie-Division Jelnja 295. Selbständiges Pionierbataillon Jelnja 686. Selbständiges Fernmeldebataillon Smolensk 1032. Selbständiges Logistikbataillon Selbständiges Sanitätsbataillon Selbständige Drohnenkompanie Selbständige EloKa-Kompanie Selbständige ABC-Kompanie 1. Selbständige Panzerbrigade Bogutschar 49. Flugabwehr-Raketenbrigade Krasnyi Bor (Smolensk) 448. Raketenbrigade Kursk