Hans Adler (* 15. Januar 1920; † 12. April 2000) war ein deutscher Politiker (SED). Er war stellvertretender Minister und Staatssekretär in der DDR.
Leben Adler schloss sich der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) an. Von 1956 bis 1958 war er stellvertretender Minister und Staatssekretär im Ministerium für Chemische Industrie der DDR (Nachfolger von Werner Winkler). Nach Auflösung des Ministeriums fungierte er von 1958 bis 1960 als Sektorleiter und stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Chemie der Staatlichen Plankommission, von 1961 bis 1963 als Stellvertreter des Vorsitzenden des Volkswirtschaftsrates der DDR und Leiter der Hauptabteilung Chemie im Volkswirtschaftsrat und von Mai 1963 bis 1965 wiederum als stellvertretender Leiter der Abteilung Chemie der Staatlichen Plankommission. Von 1966 bis 1984 arbeitete er erneut als stellvertretender Minister für Chemische Industrie. Anschließend fungierte er als Regierungsbeauftragter der DDR in der Gemischten Kommission DDR/Republik Polen für die Erdölleitung „Freundschaft“. Am 31. Januar 1990 wurde er von der Regierung Modrow aus Altersgründen von der Funktion entbunden und Joachim Hausknecht als sein Nachfolger bestätigt.13. Sitzung des Ministerrates der DDR vom 8. Februar 1990. In: BArch DC 20-I/3/2910.
Adler lebte zuletzt in Berlin und starb im Alter von 80 Jahren.Traueranzeige bei ancestry (abgerufen am 7. Juni 2017).
Auszeichnungen 1960 Vaterländischer Verdienstorden in Silber und 1980 in Gold 1963 Kommandeurskreuz des Ordens der Wiedergeburt Polens„Freundschaft“ in fünf Sprachen. In: Neues Deutschland, 15. Januar 1964, S. 7. 1967 Orden des Roten Banners der Arbeit (UdSSR)Hohe sowjetische Auszeichnungen für Bürger der DDR. In: Neues Deutschland, 21. November 1967, S. 2. 1976 Ehrentitel Verdienter Chemiearbeiter der Deutschen Demokratischen Republik
Literatur Günther Buch: Namen und Daten. Biographien wichtiger Personen der DDR. Dietz, Berlin (West)/Bonn-Bad Godesberg 1973, ISBN 3-8012-0020-5, S. 2. Gabriele Baumgartner, Dieter Hebig (Hrsg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990. Band 1: Abendroth – Lyr. K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11176-2, S. 4 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Staatssekretär (DDR) Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Komtur) Kategorie:SED-Mitglied Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann