mini|hochkant=0.6|Hartau, etwa 1908 Ludwig Hartau (* 19. Februar 1877 in Trachenberg, Landkreis Militsch, Provinz Schlesien; † 24. November 1922 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der bekannte Theaterschauspieler und Dozent, zu dessen Schülern u. a. Ursula Krieg zählte, wagte im Alter von 35 Jahren den Sprung in das noch junge Metier Film. Den Durchbruch zu einem begehrten Filmschauspieler schaffte er erst nach 1916.
Unter Regisseuren wie Ernst Lubitsch und Fritz Lang wirkte er in zahlreichen Stummfilmen mit. In Hans Steinhoffs Streifen Der falsche Dimitry war er ursprünglich für die Hauptrolle als Iwan der Schreckliche vorgesehen. Ludwig Hartau verstarb 1922 auf dem Höhepunkt seiner Filmkarriere.
Filmografie (Auswahl) 1912: Europäisches Sklavenleben 1915: Die Tänzerin 1916: Adamants letztes Rennen 1916: Die Sektwette 1917: Der Fall Dombronowska-Clemenceau 1917: Der Antiquar von Straßburg 1918: Wenn Frauen lieben und hassen 1918: Mr. Wu 1918: Menschen, die durchs Leben irren 1918: Das Kainszeichen 1919: Hungernde Millionäre 1920: Anna Boleyn (Regie: Ernst Lubitsch) 1920: Johann Baptiste Lingg 1920: Verkommen 1921: Kämpfende Herzen 1921: Verbrechen aus Leidenschaft 1922: Marie Antoinette 1922: Kinder der Zeit 1922: Die fünf Frankfurter 1922: Der Mann mit der eisernen Maske 1923: Der Schatz der Gesine Jakobsen
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 552.
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