Horitschon (, ) ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Gemeinsam mit seinen Nachbargemeinden Deutschkreutz, Neckenmarkt und Lutzmannsburg zählt Horitschon zu den Hauptorten des Blaufränkischlandes. „Blaufränkischland“ ist jedoch keine geografische Bezeichnung, sondern eine reine Gebietsvermarktungsbezeichnung. auf blaufraenkischland.at

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften bzw. gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Horitschon () Unterpetersdorf ()

Nachbargemeinden

Geschichte mini|links|Horitschon (rechts oben) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme) Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Horitschon in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Horitschon seit 1983.

Bevölkerungsentwicklung

mini|hochkant=0.7|Pfarrkirche Hl. Margaretha in Horitschon mini|hochkant=0.7|Kirchenchronik, Kupfer­platte von 1979 an der Aufbahrungshalle am Friedhof

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Horitschon 1. Burgenländischer Rotweinlehrpfad1. Burgenländischer Rotweinlehrpfad auf www.bmlfuw.gv.at. Abgerufen am 30. April 2017.

Vereine, Brauchtum Die Jugend Horitschon ist ein gemeinnütziger Verein, welcher die Förderung des dörflichen Zusammenlebens und die Brauchtums- und Heimatpflege bezweckt. Der Verein wurde im April 2018 gegründet und ist ein örtlicher, überparteilicher Verein, der jedes Mädchen und jeden Burschen von Horitschon ab dem 16. Lebensjahr aufnimmt.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren In den Jahren 1999 bis 2010 halbierte sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe. Trotz einer Zunahme der Produktionsbetriebe sank die Anzahl der dort Beschäftigten. Im Dienstleistungssektor nahm sowohl die Anzahl der Betriebe als auch die Anzahl der Erwerbstätigen zu. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige 2)2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)1022096459Produktion2918206297Dienstleistung8858327241 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, 2) Erwerbstätige am Arbeitsort

Flächennutzung Über vierzig Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, auf rund einem Viertel wird Wein angebaut und knapp unter zwanzig Prozent sind bewaldet. Weinbau Horitschon zählt zum Weinbaugebiet Mittelburgenland.Mittelburgenland DAC auf oesterreichwein.at Die Weinorte des Mittelburgenlandes vermarkten sich infolge der Dominanz des Blaufränkischanbaus als „Blaufränkischland“. Gemeinsam mit Neckenmarkt, Deutschkreutz und Lutzmannsburg zählt Horitschon zu den Hauptorten des Blaufränkischandes.Johann Werfring: Rotweinfestival Mittelburgenland. In: „Wiener Zeitung“ vom 5. Juli 2019, Beilage „Wiener Journal“, S. 22. Die besten Weinbergslagen des Ortes zählen zu den angesehensten Lagen des Mittelburgenlandes.Vinaria Weinguide 2018/19. Edition LW Media, Krems 2018, ISBN 978-39504163-8-1, S. 402. mini|Weinlandschaft bei Horitschon In den vergangenen Jahrhunderten war Horitschon zwar immer schon ein Weinbauort gewesen, auf eigenem Gemeindegebiet gab es früher jedoch vergleichsweise wenige Rebstöcke. Die meisten Weingärten hatten die Horitschoner in Raiding und Neckenmarkt, zu einem geringeren Teil auch in Unterpetersdorf und Deutschkreutz. Die ältesten Horitschoner Weingärten waren die „Gfangeräcker“, wahrscheinlich auch die Ried „Weingartengfanger“. Nach dem Ende des Feudalsystems, mithin ab 1848, wurden in Horitschon verstärkt Reben ausgepflanzt. Heute ist Horitschon ein ausgesprochener Rotweinort mit der Hauptsorte Blaufränkisch. Es befindet sich im Ort die größte Winzergenossenschaft des Bezirks Oberpullendorf.J. Fally und A. Gebert: Blaufränkischland. Deutschkreutz 1997, ISBN 3-901573-04-6, S. 61–63. Eine Reihe von Horitschoner Weinbaubetrieben hat überregional Bekanntheit erlangt.Vinaria Weinguide 2018/19. Edition LW Media, Krems 2018, ISBN 978-39504163-8-1, S. 402–428.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 21 Mitglieder. + Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997 Partei2022 2017Land Burgenland: Wahlergebnis Horitschon 2017 (abgerufen am 22. Dezember 2017) 2012Land Burgenland: Wahlergebnis Horitschon 2012 (abgerufen am 22. Dezember 2017) 2007Land Burgenland: Wahlergebnis Horitschon 2007 (abgerufen am 22. Dezember 2017) 2002Land Burgenland: Wahlergebnis Horitschon 2002 (abgerufen am 22. Dezember 2017) 1997Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. ÖVP57242,099 662 49,59 10 562 39,89 9 667 44,86 10 696 48,77 11 586 45,75 10 SPÖ69951,4311 545 40,82 9 735 52,16 11 792 53,26 11 676 47,37 10 572 44,65 9GRÜNE886,481nicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiertnicht kandidiert FPÖnicht kandidiert 128 9,59 2 nicht kandidiert nicht kandidiert 55 3,85 0 123 9,60 2 LBLnicht kandidiert nicht kandidiert 112 7,95 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert FBLnicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 28 1,88 0 nicht kandidiert nicht kandidiert Wahlberechtigte1809 1786 1794 1794 1750 1625 Wahlbeteiligung81,04 % 82,98 % 87,12 % 89,69 % 89,89 % 88,80 %

Bürgermeister Bürgermeister der Marktgemeinde Horitschon ist Gerhard Petschowitsch, BA MSc (SPÖ). Er setzte sich bei der Bürgermeisterdirektwahl 2022 mit 52,6 Prozent der Wählerstimmen gegen den seit 2017 amtierenden Bürgermeister Georg Dillhof (ÖVP) durch.

Chronik der Bürgermeister

Quelle: Atlas BurgenlandAtlas Burgenland: Horitschon (abgerufen am 22. Dezember 2017) 1931 Paul Petschowitsch (CS) 1938 Hermann Wessely (NSDAP) … 1950–1955 Franz Iby (ÖVP) 1955–1967 Lorenz Fally (SPÖ) 1967 Franz Haller (SPÖ) 1971–1982 Franz Pusch (ÖVP) 1982–1987 Rupert Petsovits (SPÖ) 1987–2007 Anton Iby (ÖVP) 2007–2017 Peter Heger (SPÖ) 2017–2022 Georg Dillhof (ÖVP) seit 2022 Gerhard Petschowitsch (SPÖ)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Hans Tesch (* 1955), Journalist und Sachbuchautor

Personen mit Bezug zur Gemeinde Georg Lang (* 1963), seit 2016 Pfarrer von Horitschon, vormals Generalvikar der Diözese Eisenstadt

Literatur Anton Iby, Ilse Hutter, Rudolf Spadt et al.: Chronik anlässlich 800 Jahre Horitschon. (Begleitmaterialien: 1 Beilage unter dem Titel: Jubiläumsprogramm). Europrint, Oberwart 1996, OBV. Judith Schöbel, Petra Schröck, Ulrike Steiner: Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Oberpullendorf. Österreichische Kunsttopographie, Band 56. Berger, Horn 2005, ISBN 3-85028-402-6, S. 110–115.

Weblinks

Einzelnachweise

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