mini|Der Đuống-Fluss bei Hanoi mini|Die Brücke Cầu Đuống mini|Canal des Rapides während der Kolonialzeit Der Fluss Đuống (Sông Đuống), vor dem 19. Jahrhundert bekannt als Thiên ĐứcSandra Kurfürst: Redefining Public Space in Hanoi: Places, Practices and Meaning, LIT Verlag Münster, 2012, S. 127, französisch-kolonialzeitlich Canal de Bac-Ninh oder Canal des RapidesGeoNames: Sông Đuống, ist ein 68 KilometerHỏi đáp về các sông, suối, thác, hồ ao nổi tiếng ở Việt Nam (Verzeichnis der Wasserläufe und Seen in Vietnam), Nhà xuất bản Quân đội nhân dân, 2009, S. 17 langer Wasserlauf im Norden Vietnams. Es handelt sich um den nördlichsten Arm des Roten Flusses in dessen Delta.
Verlauf Der Fluss trennt sich im Stadtgebiet von Hanoi nördlich des Zentrums linksseitig vom Hauptstrom () und fließt anschließend nach Osten durch die Provinz Bắc Ninh.
Er endet schließlich an der Grenze zur Provinz Hải Dương (nahe Phả Lại) durch Vereinigung mit dem aus nördlicher Richtung kommenden Thái Bình (). Der vereinigte Fluss teilt sich bereits nach etwa vier Kilometern wieder auf in einen nach Süden fließenden Arm, weiterhin Thái Bình genannt, und einen nach Osten fließenden Arm, Kinh Thầy genannt. Aus letzterem (faktisch die Fortsetzung des Đuống) gehen nach mehreren weiteren Verzweigungen und Namensänderungen der Bạch Đằng und der Cấm hervor, die bei Haiphong in den Golf von Tonkin münden.
Geschichte Das heutige kanalähnliche Aussehen des Flusses entstand während der Herrschaft des Nguyễn-Kaisers Tự Đức Mitte des 19. Jahrhunderts. Nachdem es zuvor zu schweren Überflutungen gekommen war, wurden zu dieser Zeit die brüchigen Dämme ersetzt und das Flussbett deutlich vertieft, um größere Wassermengen abführen zu können. Dennoch blieben Überschwemmungen ein Problem: Im August 1937 brachen erneut die Dämme, die Reisernte der umliegenden Provinzen wurde vernichtet. In den späten 1950er- und 1960er-Jahren ließ die nordvietnamesische Regierung daher umfangreiche Arbeiten am Fluss durchführen, was dessen Abflussrate weiter erhöhte. Mart A. Stewart, Peter A. Coclanis: Environmental Change and Agricultural Sustainability in the Mekong Delta, Springer, 2011, S. 56f Geoffrey C. Gunn: Rice Wars in Colonial Vietnam: The Great Famine and the Viet Minh Road to Power, S. 14f, 122f;Government of Vietnam, Ministry of Science, Technology and Environment: Red River Delta Master Plan: River engineering, 1994, S. 34
Der in Vietnam sehr bekannte Dichter Hoàng Cầm machte den Fluss zum zentralen Bestandteil seines Gedichts Bên kia sông Đuống („Auf der anderen Seite des Đuống-Flusses“).Jayne Werner, John K. Whitmore, George Dutton (Hrsg.): Sources of Vietnamese Tradition, Columbia University Press, 2012, S. 450ff
Brücken Der Đuống wird von folgenden Brücken überquert (in Flussrichtung): Cầu Đông Trù (AH14) Cầu Đuống (kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke (alte Nationalstraße 1), erbaut während der Kolonialzeit, im Vietnamkrieg durch einen US-Luftangriff zerstört) Cầu Phù Đổng (Brücke der Autobahn (Đường cao tốc) Hanoi–Bắc Giang, AH1/QL1A) Cầu Hồ (QL38) Cầu Bình Than (QL17)
Weblinks
Karte aus den 1950er-Jahren: U.S. Army Map Service: Indochina and Thailand 1:250,000, Series L509 (1954-), University of Texas Libraries Verlauf in OpenStreetMap
Einzelnachweise
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