Borki Wielkie (deutsch Groß Borek, 1936–1945 Brückenort) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Olesno im Powiat Oleski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Borki Wielkie liegt elf Kilometer östlich von Olesno und 58 Kilometer nordöstlich von Opole. Südöstlich des Dorfes verläuft Grenze zur Woiwodschaft Schlesien. Es ist von weitläufigen Waldgebieten umgeben. Südöstlich fließt die Łomnica, ein linker Nebenfluss der Liswarta.

Ortsteile von Borki Wielkie sind die Weiler Sobisz (Sophienhof), Kuźnica Borecka (Eisenhammer), Ligęzów (Lerchenbusch), Smolarki (Krügertal) und Flaki (Kummerhöhe) sowie die Kolonie Kolonia Borki Wielkie (Kolonie Groß Borek).

Nachbarorte von Borki Wielkie sind im Westen Borki Małe (Klein Borek) und im Nordosten Kucoby (Kutzoben).

Geschichte mini|Schrotholzkirche St. Martin und St. Bartholomäus mini|Franziskanerkirche Borki Wielkie gilt als eine der ältesten Orte der Gegend. Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Borch“ im Jahre 1193.olesno.pl: (polnisch) Für das Jahr 1250 ist es in der Schreibweise Borky belegt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Groß Borek mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1783 wurde es in den Beyträge(n) zur Beschreibung von Schlesien als Groß Boreck erwähnt, gehörte einem Herrn Gottlieb von Jordan, lag im Herzogtum Oppeln. Damals hatte er 289 Einwohner, ein herrschaftliches Vorwerk, eine katholische Kirche, eine Schule, drei Wassermühlen, einen Hochofen, zwei Frischfeuer, 18 Bauern, vier kleine Bauern, 24 Gärtner und zwei Häusler.Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 2, Brieg 1783.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Groß Borek ab 1816 zum Landkreis Rosenberg O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, eine katholische Schule, eine Försterei, ein Vorwerk und 83 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Groß Borek 745 Einwohner, davon 37 evangelisch und 14 jüdisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 49. 1865 bestand Groß Borek aus einem Dominium und einem Dorf. Das Dorf hatte zu diesem Zeitpunkt 18 Bauern, 19 Gärtner, vier Häusler mit Acker und acht Häusler ohne Acker, sowie eine Wassermühle, einen Hochofen, eine Baumschule, eine Stärkefabrik, eine Schule und eine Kirche. Zum Dominium gehörten die Vorwerke Groß Borek, Eisenhammer und Sophienhof.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865. 1874 wurde der Amtsbezirk Groß Borek gegründet, welcher aus den Landgemeinden Bronietz, Groß Borek und Klein Borek und dem Gutsbezirk Groß Borek bestand. Erster Amtsvorsteher war der Königliche Oberamtsmann Plöhn.Territorial Amtsbezirk Groß Borek/Brückenort 1885 zählte Groß Borek 746 Einwohner.AGOFF Kreis Rosenberg O.S.

Zur Volkszählung 1905 hatte Groß Borek insgesamt 776 Einwohner, von denen 749 Polnisch als ihre Muttersprache angaben (96,5 %).Gemeindelexikon für die Provinz Schlesien. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen, S. 292 (Digitalisat).

1906–1907 erbauten die Franziskaner im Ort ein Kloster. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 172 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 329 für eine Zugehörigkeit zu Polen. Auf Gut Groß Borek stimmten 45 für Deutschland und 36 für Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: LiteraturLandsmannschaft der Oberschlesier: Groß Borek verblieb nach der Teilung Oberschlesiens aufgrund der Abstimmungsergebnisse im restlichen Landkreis beim Deutschen Reich. Am 27. April 1936 wurde der Ort im Zuge der Germanisierung slawischstämmiger Ortsnamen in Brückenort umbenannt. Zum 1. April 1939 wurden die Gemeinden Heidelsdorf und Wehrenfelde nach Brückenort eingemeindet. 1939 lebten in Brückenort 2142 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Rosenberg O.S.

1945 kam der Ort unter polnische Verwaltung und erhielt anschließend den Namen Borki Wielkie. Dieser wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Nach dem Übergang an Polen 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole und 1975 zur Woiwodschaft Tschenstochau. Seit 1999 gehört Borki Wielkie zum Powiat Oleski.

Persönlichkeiten Martin Gorzolka (1808–1876 oder 1877), Landwirt und Mitglied der preußischen Nationalversammlung

Sehenswürdigkeiten Die Schrotholzkirche St. Martin und St. Bartholomäus (Kościół cmentarny św. Marcina i Bartłomieja) wurde 1697 als Friedhofskapelle errichtet. Die Römisch-katholische Franziskanerkirche (Kościół św. Franciszka z Asyżu) wurde 1910–1911 im Stil der Neugotik erbaut. Franziskanerkloster.Rejestr zabytków nieruchomych woj. opolskiego

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Einzelnachweise

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