Muhammad al-Chudari ((), geb. 1872 in Kairo; gest. 1927 in Kairo), auch in der Schreibung al-Khodary u. a., war ein konservativer ägyptischer Alim, Gelehrter des islamischen Rechts (Scharia), Gelehrter der Jurisprudenz (fiqh) und Autor.
Leben und Wirken Muhammad al-Chudari wurde 1872 geboren. Er machte seinen Abschluss an der Dār al-ʿUlūm (), arbeitete als Qādī (šarʿī) in Chartum und lehrte an der Madrasa für Scharia-Gerichtsbarkeit ( / Madrasat al-Qaḍāʾ aš-Šarʿī)Zu dieser 1905 gegründeten Schule für Scharia-Gerichtsbarkeit, an der unter anderem auch Muhammad Abū Zahra (1898–1974) studiert hat, vgl. Naṣr Ḥāmid Abū Zayd: Reformation of Islamic Thought: A Critical Historical Analysis. 2006 (), S. 39, einer islamischen Lehranstalt in Kairo. Er wurde Professor für islamische Geschichte an der Ägyptischen Universität (al-Ǧāmiʿa al-Miṣrīya, heute die Universität Kairo).
Er ist Verfasser einer Biographie des Propheten Mohammed.
In seinem vielbeachteten und bis in die neuere Zeit vielfach aufgelegten Standardwerk Tārīkh al-tashrīʻ al-Islāmi (), einer Geschichte der islamischen Gesetzgebung, teilt er die Geschichte des islamischen Rechts in den sunnitischen Schulen in sechs Perioden ein.Asaf A. A. Fyzee: Outlines of Muhammadan Law. 1974 (4. A.), S. 32. – Eine türkische Übersetzung dieses Werkes wird von Saim Kayadibi: Istihsan: The Doctrine of Juristic Preference in Islamic Law The Other Press, 2010, ISBN 9789675062476, , genannt.
Er starb 1927.
Werke (Auswahl) Tārīkh al-tashrīʻ al-Islāmi (Geschichte der islamischen Gesetzgebung) Usūl al-fiqh Prophetenbiographie
Literatur Tilman Nagel: Mohammed: zwanzig Kapitel über den Propheten der Muslime. 2010 M.I.D.É.O., Bände 25–26, Dar al Maaref, 2004,
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Einzelnachweise und Fußnoten
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