Der Weißbrustpipra (Manacus manacus), auch Weißsäbelpipra, Säbelpipra oder Mönchschnurrvogel genannt, ist eine 9,5 bis 11 Zentimeter große Art aus der Familie der Schnurrvögel.

Aussehen Das Männchen dieser Art hat einen schwarzen Rücken und schwarze Flügel. Die Schwanzoberseite und der obere Teil des Kopfes sind ebenfalls schwarz. Der Schnabel ist silbern, die Beine sind orange. Der Bauch, die Kehle und der Großteil des Kopfes sind weiß. Das Weibchen ist in einem schlichten Olivgrün gefärbt. 250px|mini|links|Weiblicher Weißbrustpipra im Nest

Verbreitung und Lebensweise Diese Art kommt in den Wäldern des tropischen Südamerikas von Trinidad bis Nordost-Argentinien vor. Sie bewohnt die dortigen Wälder sowie die Flussufer und die Waldränder. Als Nahrung dienen ihnen Früchte, welche sie im Fluge von den Ästen reißen oder anpicken. Daneben werden auch Insekten im Flug erbeutet. Die Vögel sind ganzjährig standorttreu. mini|Verbreitungskarte des Weißbrustpipras

Fortpflanzung Zur Fortpflanzung finden sich kleinere Gruppen von bis zu 50 Tieren zusammen. Die Männchen errichten zur Balz einen vom Pflanzenbewuchs entfernten Kreis mit einem Durchmesser von ca. einem Meter als Arena. Hier machen sie mit hellen Rufen und einem an ein Feuerwerk erinnernden Knall schon von Weitem auf sich aufmerksam. Um die Weibchen zu beeindrucken, vollführen sie Tänze mit aufgeplustertem Federkleid. Mit den Schwungfedern ihrer Flügel erzeugen sie Töne. Den Nestbau, das Ausbrüten des Geleges und die Aufzucht der Jungen überlassen sie allein den Weibchen. Die Männchen paaren sich meist mit mehreren Weibchen. Das Weibchen legt nur zwei weiße Eier in ein napfförmiges Nest, das in einer Höhe von 0,5–2 Metern über dem Erdboden in Büsche gebaut wird. Die Brutdauer beträgt 17–21 Tage. Die Jungen werden erst im Alter von 14 Tagen flügge. Die Jungen werden mit Insekten versorgt. Der Weißbrustpipra hat eine ganzjährige Fortpflanzungsperiode.

Unterarten Es sind folgende Unterarten bekannt:IOC World bird list Cotingas, manakins, tityras, becards Manacus manacus abditivus , 1899Outram Bangs (1899), S. 35–36. kommt im nördlichen Kolumbien vor. Manacus manacus flaveolus , 1852John Cassin (1852), S. 349. ist in Zentralkolumbien verbreitet. Manacus manacus bangsi , 1914Frank Michler Chapman (1914), S. 625. ist im südwestlichen Kolumbien und nordwestlichen Ecuador verbreitet. Manacus manacus interior , 1914Frank Michler Chapman (1914), S. 624. kommt im östlichen Kolumbien, dem nordwestlichenund südlichen zentralen Venezuela, dem östlichen Ecuador, dem nördlichen Peru und dem nordwestlichen Brasilien vor, Manacus manacus trinitatis (, 1912)Ernst Hartert (1912), S. 63–64. ist auf Trinidad verbreitet. Manacus manacus umbrosus , 1944Herbert Friedmann (1944), S. 99–100. kommt im zentralen Teil des Bundesstaates Amazonas vor. Manacus manacus manacus (, 1766)Carl von Linné (1766), S. 340. ist im südlichen Venezuela, in Guyana, in Suriname, in Französisch-Guayana und dem Nordosten Brasiliens verbreitet. Manacus manacus leucochlamys , 1914Frank Michler Chapman (1914), S. 626. ist im Nordwesten Ecuadors verbreitet. Manacus manacus maximus , 1924Frank Michler Chapman (1924), S. 7. kommt im Südwesten Ecuadors vor. Manacus manacus expectatus , 1941Nils Carl Gustaf Fersen Gyldenstolpe (1941), S. 4. kommt vom nordöstlichen Peru bis ins westliche Brasilien vor. Manacus manacus longibarbatus , 1936John Todd Zimmer (1936), S. 19 ist im nordöstlichen Brasilien südlich des Amazonas verbreitet, Manacus manacus purissimus , 1928Walter Edmond Clyde Todd (1928), S. 111. kommt im Osten Brasiliens vor. Manacus manacus gutturosus (, 1806)Anselme Gaëtan Desmarest, Tafel 58 & Text (Lieferung 6 aus dem Jahr 1806). ist im südöstlichen Brasilien, dem östlichen Paraguay und dem nordöstlichen Argentinien verbreitet. Manacus manacus purus , 1899Outram Bangs (1899), S. 36. ist im nördlichen zentralen Brasilien südlich des Amazonas verbreitet. Manacus manacus subpurus & , 1923George Kruck Cherrie u. a. (1923), S. 4 kommt im südlichen zentralen Brasilien vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Weißbrustpipra erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem Namen [Pipra] manacus. Als Verbreitungsgebiet gab er Cayenne an. 1760 führte Mathurin-Jacques Brisson die neue Gattung Manacus ein.Mathurin-Jacques Brisson (1760), S. 442. Dieser Begriff stammt aus der mittelniederländischen Sprache in der Manakin für Schnurrvögel steht. Das Artepitheton hat den gleichen Ursprung.Manacus in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Bangsi ist Outram Bangs gewidmet. Purus leitet sich von ab, abditivus von , subpurus von und subpurus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, flaveolus von flaveolus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, interior von interior The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, umbrosus von umbrosus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, maximus von maximus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, longibarbus von und longibarbus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, purissimus von purissimus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, gutturosus von gutturosus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, leucochlamys von und leucochlamys The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und trinitatis von .trinitatis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling

Gefährdung und Schutzmaßnahmen Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und das für diese Art keinerlei Gefährdungen bekannt sind, stuft die IUCN diese Art als (Least Concern) nicht gefährdet ein.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Schreivögel